1. CBD Online Shop
  2. CBD
  3. THC und CBD – Was ist der Unterschied?

THC und CBD – Was ist der Unterschied?

8 Min. Lesezeit
318 mal gelesen

THC und CBD sind die bekanntesten beiden Wirkstoffe, die aus der Hanfpflanze gewonnen werden. Auch wenn sie sich chemisch ähneln, sind sie sehr unterschiedlich in ihren Wirkweisen. Da beide Stoffe aus der Cannabis-Pflanze stammen, werden sie oft miteinander verwechselt oder es wird aufgrund der berauschenden THC Wirkung davon ausgegangen, dass auch CBD high machen kann. Daher ist CBD bis heute bei vielen Menschen im Verruf, auch wenn es mittlerweile viele positive Erfahrungsberichte und Studien rund um das Thema Cannabidiol gibt. Im Folgenden wollen wir CBD mit THC hinsichtlich der Wirkung vergleichen.

THC und CBD – Was ist der Unterschied?

Was bedeutet THC und CBD – Grundlagen und Gemeinsamkeiten

Bei beiden Stoffen handelt es sich um chemische Verbindungen die zu der Gruppe der Cannabinoide gehören. Sie werden beide aus der Cannabis-Pflanze gewonnen, welche mehr als 100 verschiedene Phytocannabinoide produziert. Aus diesen Cannabinoiden sind THC (Tetrahydrocannabinol) und CBD (Cannabidiol) die beiden prominentesten Stoffe, welche in der höchsten Menge in der Pflanze vorkommen und auch am meisten für diverse Produkte genutzt werden. Zudem kann man diese beiden Stoffe am einfachsten bei der CBD Herstellung isolieren und es ist bei diesen beiden Cannabinoiden am meisten über die Wirkung bekannt. Durch den Konsum von CBD kann eine Vielzahl verschiedener Effekte eintreten, die bis heute erforscht werden. Was ihre Wirkung betrifft, sind THC und CBD sehr unterschiedlich, auch wenn sie aus der gleichen Pflanze gewonnen werden. Ersterer Stoff ist vor allem für seine berauschende Wirkung bekannt. Im Vergleich dazu handelt es sich bei CBD um einen in Deutschland zugelassenen Wirkstoff, welcher über keine psychoaktive Wirkung verfügt.

Cannabinoide: Die Wirkstoffe in der Cannabis-Pflanze

Die beiden Substanzen CBD und THC werden im Allgemeinen aus der Hanfpflanze gewonnen, welche auch als Cannabis Sativa bekannt ist. Schaut man sich die Hanfpflanze hinsichtlich der Konzentration beider Stoffe an, kann man sie vor allem im Harz der Pflanze finden. Diese werden durch die kleinen Härchen auf den Blüten der weiblichen Pflanzen abgegeben. Die Funktion des Harzes für die Pflanze ist noch nicht abschließend geklärt. Es wird aber davon ausgegangen, dass es sich hier um einen Schutz vor Austrocknung und vor Fressfeinden handelt, da das Harz wasserabweisend ist.

Die genaue CBD Definition

Wie bereits erwähnt steht die CBD Abkürzung für Cannabidiol. Dieses ist eines der vielen Cannabinoide, die die Hanfpflanze eigenständig produziert. Gut zu wissen ist, dass es sich hierbei um das Cannabinoid handelt, von dem die Pflanze die größte Menge produziert. Der wichtigste Unterschied zu THC besteht darin, dass CBD über keine berauschende Komponente verfügt. Das liegt daran, dass CBD auf eine ganz andere Weise an die Cannabinoid-Rezeptoren im Endocannabinoid System (ECS) des Körpers andocken als THC. Zwar ähneln sich beide Stoffe in ihrem chemischen Aufbau, allerdings interagiert CBD nur sehr schwach mit den Rezeptoren des ECS. Manche Studien gehen sogar davon aus, dass CBD die Rezeptoren hemmt, sodass THC nicht mehr so effektiv daran andocken kann.

Die CBD Wirkung wird kontinuierlich erforscht und ist noch nicht abschließend geklärt. Allerdings finden sich laut Nutzern von CBD Öl und anderen Produkten zahlreiche Möglichkeiten für die Anwendung von CBD. Im Allgemeinen werden CBD Produkte zur Förderung des Wohlbefindens genutzt.

Das psychoaktive THC

THC steht für Tetrahydrocannabinol und ist Hauptstoff in vielen Cannabisarten. THC ist den meisten Menschen vor allem wegen seiner berauschenden Wirkung bekannt. Im Gegensatz zu CBD, welches als Nahrungsergänzungsmittel, Aromaöl oder Kosmetikum das Wohlbefinden steigern kann, hat THC eine psychoaktive Wirkung und ist ab einem bestimmten Maximalwert illegal. So dürfen CBD-Produkte nicht mehr als 0,2 Prozent THC enthalten. THC dockt an verschiedene Rezeptoren des Nervensystems sowie des Gehirns an und entfaltet hierdurch eine psychoaktive Wirkung. Diese ruft einen Rauschzustand herbei, was Wahrnehmung und Empfinden beeinflusst.

Woher kommen THC und CBD?

THC und CBD können beide aus der Pflanze Cannabis Sativa gewonnen werden. Zudem sind diese beiden Stoffe mit die prominentesten Stoffe, was die chemische Beschaffenheit der Pflanze angeht. Die Pflanze Cannabis Sativa gibt es in zahlreichen Sorten, von denen die meisten selbst unter widrigen Umständen gedeihen können. Die zwei wohl bekanntesten Unterarten sind Marihuana und Hanf. So unterschiedlich die verschiedenen Sorten sind, so ähneln sie sich trotzdem in ihrem chemischen Aufbau. Dieser besteht aus einer Vielzahl von Cannabinoiden, Flavonoiden und Terpenen. Der Unterschied zwischen Cannabis und Hanf ist lediglich, dass Cannabis der lateinische Begriff für die Pflanze ist und deswegen auch die wissenschaftliche Bezeichnung des Hanfs.

Der Unterschied zwischen Hanf und Marihuana

Hanf und Marihuana können leicht verwechselt werden, wenn man sich nur das Aussehen der Pflanzen anschaut. Um die Unterschiede zwischen beiden sehen zu können, muss man einen Blick auf die chemische Zusammensetzung beider Pflanzen werfen. Dann wird schnell klar, wieso die beiden Pflanzen verschiedene Anwendungen finden. So enthält Hanf auf natürliche Weise eine hohe Menge an CBD und eine geringe Menge an THC. Liegt der Gehalt an THC unter 0,2 Prozent, ist die Pflanze in vielen Ländern legal und kann für die Gewinnung von CBD genutzt werden. Mit modernen Züchtungen konnte der THC-Gehalt von Hanfpflanzen reduziert werden, sodass die Pflanze heute oft zum Einsatz kommt. So hat die EU bspw. einen speziellen EU-Nutzhanf-Katalog mit entsprechenden Hanfsorten, welche zur Weiterverarbeitung genutzt werden dürfen. Bei Marihuana sieht es hingegen anders aus. Hier gibt es einen hohen THC-Gehalt, während der CBD-Gehalt in der Regel niedriger als beim Hanf ist. Aufgrund des hohen Anteils an THC ist Marihuana und der Anbau gesetzlich verboten. Genau wie aus der botanischen Perspektive betrachtet, bestehen häufig Missverständnisse über den Unterschied zwischen Cannabisöl, Hanföl und CBD Öl.

Botanik und Genetik: Die verschiedenen Cannabis-Pflanzen

Auch bei den gängigen Cannabis-Sorten gibt es männliche und weibliche Pflanzen die sich im Aufbau unterscheiden. Für den Anbau von Cannabis werden weibliche Pflanzen bevorzugt. Diese verfügen über mehr Harz, in dem sich die Cannabinoide befinden, die für die Wirkung verantwortlich sind. Es gibt tausende von Cannabissorten, von denen drei eine wichtige Bedeutung für den Gebrauch der Pflanze haben. Alle Hanfsorten gehören zu einer der drei Cannabis-Familien:

Cannabis Indica

Der CBD-Gehalt ist bei dieser Variante höher, sodass die berauschende Wirkung des THC mild ist. Die Gattung Indica soll unter anderem folgende Wirkungen herbeiführen können: Rauschzustand, entzündungshemmend, beruhigend, entspannend, appetitanregend.

Cannabis Sativa

Diese Pflanze hat einen hohen THC-Gehalt und einen niedrigen CBD-Gehalt. Zu den Wirkungen gehören Rauschzustände, ein erhöhter Appetit oder eine höhere Wachsamkeit.

Cannabis Ruderalis

Hierbei geht man mittlerweile davon aus, dass es sich um einen Nachkömmling der Indica-Variante handelt. Der Gehalt an CBD ist bei dieser Gattung ziemlich hoch, während der THC-Gehalt niedrig ist.

THC vs. CBD: Die unterschiedlichen Wirkweisen

Sowohl CBD als auch THC können an das ECS-System des Körpers andocken. Während THC einmal an die Rezeptoren angedockt eine psychoaktive Wirkung entfaltet, ist dies bei CBD nicht der Fall. CBD beeinflusst die Rezeptoren, sodass diese besser mit den körpereigenen Cannabinoiden interagieren.

THC vs. CBD – Die Wirkung von THC und CBD im Überblick

THCCBD
Psychoaktive WirkungKeine psychoaktive Wirkung
Kann die Sinne beeinflussenReduziert Abbau körpereigener Cannabinoide
Kann zu Dopaminausschüttung führenVerhindert Andocken von THC an Rezeptoren
Löst keine Abhängigkeit aus

Ist CBD genauso schädlich wie THC?

Rauchen ist bekannterweise ungesund. CBD entwickelt sich zunehmend auch als neues Produkt der Tabakindustrie und wird zunehmend in Form von Lifestyle-Produkten mainstreamtauglich vermarktet. Rauchen (meistens Zigaretten) birgt einen hohes Risiko an den Atemwegen oder am Herz-Kreislauf-System zu erkranken. Verglichen mit dem Konsum von THC kann CBD jedoch als harmlos betrachtet werden. CBD-Blüten enthalten einen sehr geringen THC-Gehalt und keine halluzinogene und psychotrope Wirkung. Deshalb wird davon ausgegangen, dass CBD in diesem Sinne nicht genauso schädlich wie THC ist. Ebenso sind kaum CBD Öl Nebenwirkungen bekannt wenn man sich an die vorgegebene CBD Öl Dosierung hält.

THC und CBD mischen: Wie wirkt die Kombination

In Verbindung mit CBD hört man oft von den Begriffen Entourage Effekt und Vollspektrum CBD Öl.[1] Mit dem Synergie-Effekt wird beschrieben, dass die Terpene und anderen Cannabinoiden der Hanfpflanze ihre Wirkung gegenseitig verstärken. Vollspektrum-Produkte beinhalten daher nicht nur CBD, sondern eine Kombination dieser Stoffe, sowie einen kleinen Anteil THC.

Antipsychotische Wirkung von CBD

Wie bekannt ist, kann das psychoaktive Cannabinoid THC psychotische Symptome auslösen. Dies kann bei bereits psychotisch kranken Personen passieren, allerdings auch bei vollkommen gesunden Personen. Einer Studie von Prof. Philip McGuiere des Kings College in London zufolge, soll CBD eine antipsychotische Wirkung haben und in der Lage sein, den Effekt von THC zu vermindern. Cannabidiol soll laut der Studie das Aufkommen von psychotischen Krankheiten nicht begünstigen.[2] Vielmehr soll CBD die Symptome verringern. Die Untersuchungen wurden mittels Scan von Gehirnregionen, die an Psychosen beteiligt sind, im Magnetresonanztomografen (MRT) belegt. Dennoch werden viele weitere Forschungen sowie klinische Studien nötig sein, damit die genauen Wirkweisen besser interpretieren werden können.

THC:CBD-Verhältnisse

Wie THC im CBD-Gras wirkt und wieviel CBD-Weed man rauchen muss um high zu werden, können der nachfolgenden Tabelle mit den THC:CBD-Mischverhältnissen entnommen werden.

CBD:THC VerhältnisRauschwirkung
CBD:THC – 0:1Ein Verhältnis von 0:1 entspricht dem Konsum von purem THC. Dieses Mischverhältnis sorgt für ein psychoaktiven Rauschzustand.
CBD:THC – 1:2Dieses Mischverhältnis führ zu einem milderen Rauschzustand, bei dem sich die Wirkung langsam aufbaut.
CBD:THC – 1:1Die ausgeglichene Dosis CBD und THC sorgen für einen funktionalen und milden Rauschzustand
CBD:THC – 2:1Dieses CBD:THC-Verhältnis erzeugt immer noch einen leichten Rauschzustand, welcher jedoch sehr harmlos ausfällt.
CBD:THC – 1:0Faktisch gibt es keine Cannabissorte die 0% THC entwickelt. Bei der Zucht dieses Mischverhältnisses bleibt ein minimaler Anteil THC enthalten, welcher aber keinerlei berauschende Wirkung hervorruft.

Die rechtliche Gesetzeslage von THC und CBD

CBD ist in Deutschland legal – Aufgrund seines medizinischen Potenzials und der fehlenden berauschenden Wirkung ist es zulässig. THC hingegen ist nur bis zu einem Gehalt von 0,2 Prozent je Produkt erlaubt und würde bei höheren Werten unter das Betäubungsmittelgesetz (BtMG) fallen.[3] CBD und Autofahren ist in Deutschland ebenso zulässig. Im Drogentest der Polizei wird nicht nach CBD geprüft. Ebenso ist das aufgenommene THC über CBD-Vollspektrum Produkte zwar sehr gering, es kann aber durchaus sein, dass ein entsprechend sensibler Drogentest positiv ausschlagen kann. Ist man also häufig auf das Auto angewiesen, empfiehlt es sich ein THC-freies CBD-Produkt zu konsumieren. CBD darf allerdings nicht in Lebensmittel verarbeitet werden, solange es nicht als sogenanntes Novel Food, also neuartiges Lebensmittel in der EU angemeldet wurde und den Status erhält. CBD Öl auf Reisen mitznehmen ist in EU-Ländern meist unproblematisch. Sollten Sie außerhelb der EU verreisen, empfiehlt es sich vorher die Bestimmungen des jeweiligen Ziellandes zu prüfen.

CBD- und THC-Blüten

Ob es sich um THC- oder CBD-Blüten handelt, kommt darauf an, von welcher Cannabis-Pflanze sie stammen. Den Unterschied zwischen THC- und CBD-Blüten zu erkennen ist optisch nicht möglich. In Sachen Geschmack lassen sich die Blüten auch nicht unterscheiden. CBD-Gras schmeckt und riecht auch wie normales THC-Gras, daher kann es auch nicht mittels Geruchssinn unterschieden werden. Aus diesem Grund finden auch immer wieder Polizei-Razzien in CBD Shops statt, in denen CBD-Blüten verkauft werden. CBD-Blüten dürfen dabei ausschließlich aus EU-Nutzhanf geerntet werden.

Fazit

Auch wenn THC und CBD oft miteinander verwechselt werden und die bekanntere berauschende Wirkung von THC den Ruf von beiden beeinflusst, wirken beide Stoffe doch sehr unterschiedlich. Vor allem die Wirkung von CBD ist aus medizinischer Hinsicht vielversprechend und kann in Zukunft zahlreiche Einsatzgebiete umspannen.

Quellenverzeichnis

[1] Taming THC: potential cannabis synergy and phytocannabinoid-terpenoid entourage effects
[2] CBD bei der Behandlung von Psychosen
[3]BtMG – Gesetz über den Verkehr mit Betäubungsmitteln

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Haben Sie Fragen? Diskutieren Sie mit!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Fill out this field
Fill out this field
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.

Das Wichtigste in Kürze

CBD und THC sind Wirkstoffe, welche aus der Hanfpflanze gewonnen werden. Obwohl sie beide zu der Gruppe der Cannabinoide in der Hanfpflanze gehören, sind ihre Wirkungen sehr verschieden.

Der Wirkstoff THC ist für seine berauschende Wirkung bekannt und der Verkauf und Konsum ist in Deutschland illegal. Der Wirkstoff CBD hingegen hat keine berauschende Wirkung. Dieser Wirkstoff wird als Nahrungsergänzungsmittel, Aromaöl oder Kosmetikum eingesetzt und kann das Wohlbefinden positiv beeinflussen. CBD Produkte dürfen den THC Grenzwert von 0,2% nicht übersteigen und sind unter dieser Voraussetzung legal in Deutschland erhältlich.

Menü