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Ist CBD Legal in Deutschland? Aktuelle Rechtslage [2021]

15 Min. Lesezeit
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Wie kann man davon ausgehen, dass CBD legal ist, wenn doch immer wieder die Rede von Razzien in CBD-Shops ist oder CBD Produkte die angeboten wurden, wieder vom Markt verschwinden? Präparate mit dem Wirkstoff CBD dürfen einen THC-Gehalt von maximal 0,2% nicht übersteigen, um legal in Deutschland verkauft zu werden. Außerdem ist THC und CBD etwas komplett unterschiedliches. THC wirkt psychoaktiv und CBD nicht, somit fällt es auch nicht unter das Betäubungsmittelgesetz.

Die Rechtslage rund um CBD unterliegt einem stetigen Wandel und ist nur schwer zu durchschauen. Dennoch gibt es aber CBD Produkte mit verschiedenen Deklarationen legal in einem CBD Online Shop, Drogerien oder Apotheken zu kaufen. Wie ist das möglich?

In diesem Artikel klären wir die Fragen: Ist CBD legal? Darf ich CBD-Blüten legal kaufen und rauchen? Worauf muss ich beim Kauf von CBD-Produkten unbedingt achten?

Dieser Artikel wird regelmäßig aktualisiert, damit Sie fortlaufend die aktuellsten rechtlichen Entwicklungen aus erster Hand erhalten.

CBD legal Deutschland

Warum ist Cannabis in Deutschland und weltweit illegal?

THC zählt zu dem psychoaktiven und berauschenden Bestandteil der weiblichen Hanfpflanze Cannabis. Daher fällt THC auch unter das Betäubungsmittelgesetz (BtMG). Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kann der regelmäßige Konsum von THC abhängig machen und Psychosen, sowie Gedächtnisverlust verursachen.

Auf der ganzen Welt findet jedoch seit einigen Jahren ein Umdenken aufgrund der medizinischen Wirksamkeit von Hanf statt. Dennoch ist Cannabis in Deutschland bis dato illegal. Um die Cannabis Gesetzeslage zu verstehen, ist es sinnvoll eine Reise in die Vergangenheit zu machen. Die Geschichte des Hanfs, als älteste Nutzpflanze der Menschheit, lässt sich zurückverfolgen bis auf 10.000 v. Chr.

1872 wurde in Deutschland beschlossen, dass Cannabis nur in Apotheken verkauft und gekauft werden darf. Dosierung und erlaubte Menge waren damals jedoch irrelevant. 1925 wurde auf der dritten, internationalen Opiumkonferenz beschlossen, den Kauf und Besitz von Cannabis auf der ganzen Welt zu verbieten. Im Jahre 1929 wurde dieser Beschluss dann in Deutschland umgesetzt und seit diesem Jahr ist Cannabis in Deutschland illegal, wobei das sehr strikte Verbot, wie wir es hierzulande kennen, erst seit den 70er Jahren herrscht.

Seit 2017 darf Cannabis legal und offiziell für medizinische Zwecke vom Arzt auf Rezept verordnet werden. In den letzten Jahren hat sich in einigen Ländern die Gesetzeslage verändert und Cannabis wird immer weiter legalisiert, wie es z. B. in den USA und Kanada bereits der Fall ist.

Hanfsorten, bei denen der THC-Gehalt unter 0,2% liegt, dürfen in Form von Nutzhanf seit 1996 unter bestimmten Auflagen angebaut werden. Landwirtschaftliche Unternehmen dürfen explizit einen EU-zertifizierten Nutzhanf anbauen und damit handeln. Personengruppen wie Kleingärtner oder Gewerbetreibenden ist dies untersagt. Sie benötigen eine rechtliche Genehmigung für den Anbau, wohingegen landwirtschaftliche Betriebe nur einer Anzeigepflicht unterliegen. Privatpersonen dürfen definitiv keinen Hanf oder Nutzhanf anbauen. Auch die Einhaltung des maximalen THC-Gehalts setzt diese Regelung nicht außer Kraft.

Die Cannabispflanze und seine Wirkstoffe

Die Begriffe Cannabis und Hanf werden synonym verwendet. Cannabis ist der lateinische Begriff der Hanfpflanze, die unter anderem sowohl psychoaktives Tetrahydrocannabinol (THC) als auch nicht-psychoaktives Cannabidiol (CBD) enthält. Cannabis wird in drei verschiedene Gattungen unterteilt: Cannabis Sativa, Cannabis Indica und Cannabis Ruderalis. CBD wird aus der weiblichen Hanfpflanze, der Gattung Cannabis Sativa gewonnen und hat keine psychoaktiven Eigenschaften.

Cannabinoide sind biochemische Botenstoffe, die in allen Säugetieren und in Pflanzen – vor allem in Cannabis sativa – vorhanden sind. Cannabinoide können vom Körper selbst gebildet werden und werden dann als Endocannabinoide bezeichnet. Werden sie von Pflanzen gebildet, dann ist die Rede von Phytocannabinoiden. CBD ist ein Phytocannabinoid, das den Endocannabinoiden in Struktur und Funktion sehr ähnelt, sowie die gleichen Rezeptoren aktiviert. Cannabinoide docken an Cannabinoid-Rezeptoren an und aktivieren diverse Neurotransmitter im Endocannabinoid System des Menschen.

Die Uneinigkeit über CBD-Produkte in Deutschland

Bis zum Jahr 2016 konnten alle Arten von CBD-Produkten legal verkauft werden. Ab diesem Zeitpunkt kam es jedoch mit der „Fünfzehnten Verordnung zur Änderung der Arzneimittelverschreibungsverordnung“ zum Beschluß über die Rezeptpflicht in Deutschland für CBD-Produkte. Ab diesem Moment sollten CBD-Produkte nicht mehr frei verkäuflich sein, was jedoch nicht wirklich überwacht wurde.

So gingen die freien Verkäufe weiter, da die gesetzliche Situation weiterhin unklar war. CBD unterlag auch weiterhin nicht dem Betäubungsmittelgesetz. Man beschloss CBD-Produkte, genau wie viele Nahrungsergänzungsmittel, ohne Heilversprechen und medizinischen Nutzen zu bewerben. Somit konnten die Produkte auch weiterhin verkauft werden. Der Vertrieb, das Mitführen und der Konsum von reinen Cannabidiol-Produkten ist also an sich unter gewissen Voraussetzungen erlaubt.

Die CBD Gesetzeslage sieht so aus, dass CBD nicht unter das Betäubungsmittelgesetz fällt, womit der Kauf somit legal ist. Von CBD high zu werden ist nicht möglich, da der Wirkstoff erwiesenermaßen keine psychoaktiven Eigenschaften besitzt. CBD ist ebenso gut verträglich und es treten überwiegend keine bis milde CBD Öl Nebenwirkungen auf. Dies wurde auch von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bestätigt. Diese Sachlage unterscheidet CBD rein rechtlich deutlich von Cannabis (Marihuana) in Deutschland.

Die Europäische Union (EU) hat allerdings sehr strenge Vorgaben, was das Einhalten des THC-Gehalts in einem CBD-Produkt angeht. Die Menge an THC darf einen Höchstwert von 0,2 Prozent nicht übersteigen. Eine weitere Anforderung ist, dass Produkte aus zertifizierten EU-Nutzhanf-Sorten hergestellt werden und darüber hinaus in verarbeiteter Form angeboten werden müssen.

Alle CBD-Produkte die in verarbeiteter Form angeboten werden sind legal. Der Gesetzgeber sieht in Deutschland unabhängig vom THC-Gehalt vor, dass nur weiterverarbeitet Formen wie z. B. CBD Kosmetik und CBD Öl verkauft werden dürfen. Unverarbeitete Produkte wie z. B. CBD-Blüten, CBD-Tee und CBD-Zigaretten dürfen in Deutschland nicht bezogen werden.

So ergibt sich je nach Art des CBD-Produkts folgende Legalität (siehe Tabelle).

Kriterien für den legalen Verkauf von CBD-Produkten

  • CBD muss aus zertifizierten EU Nutzhanf-Sorten gewonnen werden.
  • Auf dem Produkt (Packung, Etikett, etc.) sind keine Heilversprechen ausgewiesen. Seriöse Anbieter halten sich an diese gesetzliche Anforderung. Wenn unerlaubte Heilaussagen auf einem CBD-Produkt aufgeführt sind, dann handelt es sich möglicherweise um einen unseriösen Anbieter.
  • In der Vergangenheit wurden bereits bei vielen Produkten erhöhte THC-Werte, die nicht der Norm entsprechen, festgestellt. Ein Produkt sollte laut Gesetz weniger als 0,2% THC aufweisen. Es ist daher immer wichtig, dass CBD-Hersteller Analysezertifikate vorweisen können, um den genauen THC- und CBD-Gehalt der Chargen belegen zu können.

CBD Öl ist legal und frei verkäuflich, wenn es nicht als Arzneimittel deklariert ist. CBD Öl, wie auch CBD Kapseln erfüllen die Vorgaben eines Lebensmittels.[1] Per Definition sind diese Produkte nicht als Arzneimittel anzusehen.[2] CBD-Hersteller sollten ihre Produkte nicht mit Heilversprechen zur Linderung von Krankheiten oder gesundheitlicher Beschwerden bewerben. Somit wird auch keine Einstufung als Arzneimittel in Betracht gezogen.[3]

Wissenswertes:
Das ist auch der Grund warum sich bei seriösen Anbietern keine Aussagen zur CBD Wirkung und CBD Öl Dosierung finden.

Sind CBD Öl oder andere Derivate neuartige Lebensmittel?

CBD-Öl, CBD Kapseln oder CBD-Gummibärchen erfüllen die Legaldefinition eines Nahrungsmittels.[4] Daraus resultiert die rechtliche Frage, ob diese Produkte als “Novel Food”, also neuartige Lebensmittel einzustufen sind. Diese Einstufung würde den Hersteller dazu verpflichten, eine kostspielige Zulassung für seine Produkte zu beantragen.

Zum jetzigen Zeitpunkt wird Cannabis Sativa im Novel-Food-Katalog der EU nicht als neuartiges Lebensmittel aufgeführt. Aufgrund der modernen Extraktions-Methoden in der CBD Herstellung wird CBD jedoch als neuartiges Lebensmittel gelistet.[5] Dies ist ebenso der Grund für anhaltende Diskussionen über CBD als neuartiges Lebensmittel.

Verschiedene CBD Marken deklarieren ihre Produkte z. B. als CBD Aromaöl, um die Frage nach eine Novel-Food Anmeldung rechtlich zu umgehen. Aromaprodukte dürfen nicht eingenommen werden, was eine Bezeichnung als Lebensmittel ausschließt.

Müssen Lebensmittel unter dem maximalen THC-Gehalt von 0,2% liegen?

Die Referenzdosis von täglich 0,001 Milligramm THC je Kilogramm Körpergewicht wurde von der Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) vorgeschlagen. Das Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BgVV) hat basierend darauf die maximalen THC-Werte in Lebensmittel definiert [6]:

  • 5000 µg THC / kg für Speiseöle
  • 5 µg THC / kg für alkoholische/nichtalkoholische Getränke
  • 150 µg THC / kg für alle Lebensmittel (auch Nahrungsergänzungsmittel). 1 KG Nahrungsmittel, enthält demnach max. 0,15 Milligramm THC

Diese THC-Werte einzuhalten ist nicht möglich. Darüber hinaus sind diese Grenzwerte rechtlich auch nicht bindend. Es gilt der vorgeschriebene THC-Gehalt von 0,2 Prozent aus dem BtMG. CBD-Hersteller müssen sich an diesen Höchstwert halten.

Jeder CBD-Kosmetikartikel der unter 0,2% THC liegt, ist in Deutschland legal. Bei CBD-Kosmetik handelt es sich zusätzlich, um weiterverarbeitete CBD-Produkte, welches den Missbrauch für Rauschzwecke ausschließt. CBD-Pflegeprodukten werden zudem meistens aus CBD Isolat mit 0,00% THC hergestellt.

CBD CBD E-Liquids bestehen aus CBD Kristalle, welche in einem CBD Trägeröl gelöst werden. Die Liquids können in einem CBD Vaporizer verbrennungsfrei inhaliert werden. Das kristallisierte, reine CBD wird im Liquid verflüssigt und durch Verdampfen über die Lunge aufgenommen. Da es sich auch hier um die verarbeitete Form von Cannabidiol handelt, ist der Kauf legal, wenn der THC-Gehalt von 0,2% nicht überschritten wird.

Grauzone CBD-Gras, CBD-Blüten und CBD Tee: erlaubt oder nicht?

In Deutschland ist CBD legal, wenn es in verarbeiteter Form angeboten wird. Trotzdem unterliegt CBD nicht dem Betäubungsmittelgesetz und müsste eigentlich auch in jeglicher Form erlaubt sein. Aufgrund dieser beiden Aussagen wird hier von einer Grauzone für CBD-Blüten gesprochen, das den unverarbeiteten Rohstoff darstellt. CBD-Blüten, CBD-Tee oder auch CBD-Gras sind in Deutschland durchaus legal zu kaufen. Das Urteil des BGH (AZ: 6 StR 240/20) zum “Hanfbar-Prozess” legte fest, dass “CBD-Blüten” aus Nutzhanf zwar ein Betäubungsmittel im Sinne des BtMG sind, jedoch unter Ausschluss von angenommenen Missbrauchspotentialen an Endverbraucher legal verkauft werden dürfen. Dies bedeutet einerseits eine große Erleichterung für die Händler, die bisher oft von geschäftsschädigenden Razzien betroffen waren und andererseits für die Kunden die Gewissheit keine Straftat zu begehen.[9]

Nein, der Vekauf ist legal, solange ein Missbrauchspotential ausgeschlossen werden kann. Das heißt, dass beim Kauf der Ware bspw. auf der Verpackung eine tägliche Verzehrmenge angegeben werden muss. Sollte diese Hinweise fehlen, macht sich ein Händler oder Hersteller dieser Waren jedoch durchaus strafbar.

Wenn ich CBD Blüten kaufe, mache ich mich strafbar?

Die Rechtssprechung hier ist noch nicht eindeutig, da das Gerichturteil des BGH in Leipzig feststellte, dass einem grundlegendem Handel von CBD Blüten nicht im Weg steht, solange ein Missbrauch ausgeschlossen werden kann. Es ist jedoch bspw. bei einer Polizeikontrolle oder Ähnlichem Vorsicht geboten, da CBD Blüten von Marihuana auf den ersten Blick nicht unterschieden werden können. Es sollte bei der Mitführung von CBD Blüten also im besten Falle immer ein Nachweis erbracht werden können, dass es sich dabei um kein Marihuana handelt.

Dies soll nicht unbedingt heißen, dass Sie umgehend mit einer Geldstrafe oder Freiheitsstrafe zu rechnen haben, wenn Sie im Besitz von CBD Blüten sind. Die Anklagen in der Vergangenheit zeigen, dass die meisten Vorfälle ohne strafrechtliche Verurteilung bleiben. Die Menge CBD die sich in Ihrem Besitz befindet kann für das Strafmaß entscheidend sein (Eigenbedarf bzw. Eigenverbrauch).[7]

Vorgedrehte CBD-Zigaretten aus reinen CBD-Blüten finden die gleiche Anwendung wie bei den vorherigen Punkten bereits erwähnt.

Ja, CBD-Produkte wie CBD-Öl und CBD-Kapseln können legal in einer Apotheke gekauft werden. Um in einer Apotheke CBD zu verkaufen, müssen Produkte im Vorfeld viele Kriterien erfüllen. Daher müssen Sie sich keine Sorgen darüber machen, ob Produkte in der Apotheke legal sind.

CBD-Produkte auf Amazon bestellen

Inzwischen finden sich immer wieder CBD-Produkte auf Amazon. Laut offizieller Amazon-Richtlinien, dürfen allerdings keine CBD-haltigen Produkte auf der Plattform verkauft werden. Findige Hersteller schaffen es dennoch trotz des Verkaufsverbots auf die Handlesplattform. Dafür werden die CBD-Produkte und Verpackung grafisch neutralisiert, damit die typischen Begriffe wie CBD, Vollspektrum oder Hanfextrakt nicht ersichtlich sind. Ersetzt werden die Begriffe auf der Verpackung und der auf der Packung dann durch “Naturextrakt”, “Hanfsamenöl” oder “Hanföl”.

Amazon selbst fällt es dadurch schwer den Schwindel festzustellen, ob es sich um ein CBD Produkt handelt oder nicht.

Ihnen dann aber auch!

Halten Sie sich deswegen an seriöse und offizielle CBD-Händler, damit Sie Ihr Geld nicht unnötig verschwenden und dann anstatt CBD Öl ein überteuertes Hanfsamenöl zu kaufen. Lesen Sie hier mehr zum Unterschied zwischen Cannabisöl, Hanföl und CBD Öl.

Gibt es CBD Produkte auf ebay zu kaufen?

ebay bietet keine CBD-Produkte mehr an. CBD-Produkte, egal in welcher Form werden nicht auf dem Online-Marktplatz gehandelt.

Bessere Regulierung des CBD-Marktes nötig

Experten sind sich einig darüber, dass eine bessere Regulierung des CBD-Marktes erfolgen sollte, da noch große Ungewissheit in Sachen Rechtmäßigkeit herrscht. Die Grauzone von CBD-Produkten und deren Legalität ist nicht so einfach zu verstehen:

Da Cannabidiol offiziell nicht als Betäubungsmittel bezeichnet werden kann, unterliegt es auch nicht dem Betäubungsmittelgesetz. Trotzdem gilt die Auflage, dass CBD aus zertifiziertem EU-Nutzhanf extrahiert werden muss und dass es nur in verarbeiteter Form legal zu kaufen ist, was es dann teilweise illegal macht, CBD Gras, -Tee und -Zigaretten zu erwerben.

Wird CBD in einem Drogentest nachgewiesen?

Es kann nichts gefunden werden, wonach auch nicht gesucht wird. Das soll heißen, es wird nicht nach CBD in einem Drogentest gesucht, sondern nach Spuren des illegalen THC. Der Konsum von CBD kann somit keine Auswirkungen in einem Drogentest haben. CBD und Autofahren ist demnach auch kein Problem und ist es besteht keine Gefahr für den Führerscheinbesitz.

Vollspektrum CBD Öl enthält zwar einen minimalen Anteil THC, jedoch müssten Unmengen davon eingenommen werden, um positiv im Drogentest auszuschlagen. Wer trotzdem auf Nummer sicher gehen möchte, kann vorsichtshalber auf komplett THC-freie Produkte zurückgreifen.

Wissenswertes:
Die WADA (Anti-Doping-Agentur) hat Cannabidiol von der Liste der verbotenen Substanzen entfernt.[8]

Die Legalisierung von Cannabis wird in vielen Ländern diskutiert und hat sich bereits in manchen Ländern durchgesetzt. CBD ist in Deutschland legal, weil es eine nicht-psychoaktive Wirkung hat und nicht abhängig macht. Cannabis, vor allem in Form von Marihuana hat jedoch eine psychoaktive Wirkung, die abhängig macht und Nebenwirkungen hervorrufen kann. Allerdings hat man die gesundheitsförderliche Wirkung bei sehr kranken Patienten erkannt und viele Menschen verstehen überhaupt nicht, warum die veraltete Regelung immer noch gültig ist. Die Gesetze für Cannabis werden in Deutschland sicherlich in Zukunft verändert werden, doch es bleibt spannend.

Fazit

CBD Öl ist in Deutschland für Verbraucher legal. Dies gilt für alle weiterverarbeiteten CBD-Produkte, die einen THC-Wert von 0,2 % nicht übersteigen. Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass die Produkte aus zertifizierten EU-Nutzhanf-Sorten gewonnen werden und bestenfalls ausreichend Analysezertifikate vorliegen.

Quellenverzeichnis

[1] Art. 2 der VO 178/2002/EG
[2] § 2 Abs. 3 AMG
[3] § 2 Abs. 1. Ziffer 1 AMG
[4] Art. 2 der VO 178/2002/EG
[5] EU Novel food catalogue, “Cannabinoids”, – Stand: 22.04.2021 [Quelle]
[6] Pressemitteilung des Bundesinstitutes für Risikobewertung, 07/2000, 16.03.2000 – Stand: 16.04.2021 – [Quelle]
[7] BTMG §31a
[8] World Anti-Doping Agency
[9] Cannabiswirtschaft

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2 Kommentare. Leave new

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    Tobias Licker
    23. Mai 2021 22:03

    In dem Artikel heisst es: “CBD muss aus zertifizierten EU Nutzhanf-Sorten gewonnen werden.”
    Das ist so nicht korrekt, oder? Das Betaeubungsmittelgesetzt sagt das der THC gehalt under 2% liegen soll ODER das CBD von einer in der EU registrierten Hanfsorte hergestell wird (was das gleiche Ziel haette, weniger als 2%). Das Gerichtsurteil der EuGH besagt auch nicht dass CBD aus der EU stammen muss. Es sagt lediglich dass Mitgliedsstaaten die Vermarktung nicht verbieten koennen wenn es in einem Mitgliedstaat hergestellt ist. Das tut das Betaeubungsmittelgesetz aber auch nicht.

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    • Hallo Tobias, du hast geschrieben „…das CBD per Definition von einer in der EU registrierten Hanfsorte hergestellt wird“, aber das ist doch genau das was im Artikel so, beschrieben ist. Im Artikel steht ja “CBD muss aus zertifizierten EU Nutzhanf-Sorten gewonnen werden“, das ist ja das selbe oder sehe ich das falsch. Bitte korrigiere mich, falls ich falsch liegen sollte. Grüsse

      Antworten

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Das Wichtigste in Kürze

Der Kauf und Verkauf von CBD- Produkten, welche in weiterverarbeiteter Form vertrieben werden, sind in Deutschland legal. CBD- Zigaretten, Tee und Blüten sind unverarbeitete Produkte und demnach nicht legal in Deutschland. CBD hat, anders als THC, keine berauschende Wirkung. Es ist gesetzlich geregelt, dass der THC-Anteil in CBD Produkten den Grenzwert von 0,2% nicht übersteigen darf.

Beim Kauf von CBD-Produkten sollten Sie darauf achten, dass Sie die Produkte von einem seriösen Hersteller beziehen. Außerdem ist es wichtig, dass die Produkte aus zertifizierten EU-Nutzhanf-Sorten gewonnen werden und ausreichende Analysezertifikate vorliegen. Privatpersonen dürfen keinen Hanf oder Nutzhanf anbauen.

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