LSD Leitfaden (2024): Wissensdatenbank zu Lysergid

Marius Lika
Marius Lika
9 Min. Lesezeit

LSD wurde 1938 erstmals von dem Forscher Albert Hofmann entdeckt und erlebte in den 1960er Jahren einen regelrechten Hype. Doch auch aktuell ist die Droge nicht nur für viele Freizeituser, sondern ebenfalls für die Wissenschaft interessant: Einige Forschungsstellen sehen sogar ein hohes medizinisches Potenzial in der Verwendung von LSD. In diesem Artikel beleuchten wir unterschiedliche Aspekte der Droge und zeigen dir, wie sie wirkt.

Das Wichtigste in Kürze
  • LSD wurde vor knapp 80 Jahren von Albert Hofmann entdeckt.
  • Die Substanz gilt als eines der potentesten Psychedelika überhaupt.
  • Trotz gewisser Risiken wird die Droge aktuell im medizinischen Kontext erprobt.
Inhaltsverzeichnis
LSD Ratgeber

Was ist LSD?

Bei LSD (umgangssprachlich auch “Acid” genannt), handelt es sich um ein halbsynthetisches Halluzinogen – und eine der wirkungsintensivsten Psychedelika überhaupt. Der Freizeitkonsum der zu den Lysergamiden gehörenden Droge fand während der Hippie-Bewegung der 1960er Jahre ihren Höhepunkt, wobei LSD aktuell eine kleine Renaissance erlebt – besonders in esoterisch oder spirituell geprägten Communities. Die Droge wird zumeist außerhalb Europas hergestellt und unterliegt der internationalen Kontrolle.[1]

LSD ausgeschrieben und dessen Formel

Wie du dir sicherlich schon denken kannst, ist die Bezeichnung “LSD” nur eine Abkürzung für den vollen Namen der Droge: LysergSäureDiethylamid. Die Substanz wird der Kategorie der Indolalkylamine zugeordnet, zu denen auch weitere sogenannte substituierte Tryptamine (wie beispielsweise Psilocin – das Hydrolyse-Produkt von Psilocybin – und DMT – dem Wirkstoff in Ayahuasca) gezählt werden. Die chemische Molekülformel von LSD gestaltet sich übrigens wie folgt: C20H25N3O.

Wie sieht LSD aus?

LSD ist völlig durchsichtig und hat keinen besonderen Geruch. Einige Anwender berichten höchstens von einem leicht bitteren Geschmack,[2] weswegen die Droge auch manchmal auf einem Stück Würfelzucker konsumiert wird.

Wer ist der Erfinder von LSD?

Die Geschichte von LSD ist ziemlich interessant: Der Forscher und Chemiker Albert Hofmann entdeckte und synthetisierte die Droge nämlich bereits im Jahr 1938 für das Pharmaunternehmen Sandoz unter dem Namen “Delysid” in Basel im Rahmen seiner Erforschung des Mutterkorns. Erst 5 Jahre später entdeckte er im Selbstversuch jedoch die psychedelische Wirkung der Substanz. Hofmann starb im Jahr 2008 mit 102 Jahren und soll LSD bis ins hohe Alter selbst angewendet haben.[3]

Doch auch wenn Hofmann scheinbar ein großer LSD-Enthusiast war, ist die Droge in Deutschland (wie in den meisten anderen Ländern der Welt) verboten und unterliegt dem Betäubungsmittelgesetz. Die Frage: “Ist LSD illegal”? Muss also mit “ja” beantwortet werden.

Eine andere Frage, die sich viele Konsumenten stellen, ist: “Wie lange ist LSD nachweisbar?” Obwohl die Antwort von vielen Faktoren abhängt, gilt allgemein, dass LSD oral eingenommen bis zu 2 Tagen im Urin feststellbar ist. [4]

Was sind LSD-Derivate?

Da LSD nicht nur von Regierungsseite verboten ist, sondern auch noch bis zu 2 Tage in etwaigen Urin-Tests sichtbar ist (und Konsumenten somit in Bredouille bringen könnte) haben es einige Händler geschafft, eine Art “legales LSD” zu entwickeln: Hierbei handelt es sich um sogenannte „Prodrugs“ (LSD-Derivate), die in der Forschung eingesetzt werden und somit nicht offiziell als illegal gelten. Zu diesen “Research Chemicals” zählen vor allem 1V LSD, 1P LSD und 1D-LSD. Manche von diesen können aktuell beispielsweise noch in diversen Smartshops erworben werden und sind momentan der einzige legale Weg, wie du LSD kaufen kannst.

Wie wird LSD hergestellt?

Eines vorab: Reines LSD gibt es in der Natur nicht, sodass es künstlich im Labor synthetisiert werden muss. Für die LSD Herstellung gibt es unterschiedliche Herstellungsweisen: Typische Ausgangsstoffe für die Gewinnung des Halluzinogens sind Lysergsäuremonohydrat, Lysergsäure oder Mutterkornalkaloide. Werden Propanolamin und Lysergsäure chemisch miteinander verknüpft, entsteht das LSD Alkaloid. Lysergsäure selbst wird durch die Spaltung von Mutterkornalkaloiden extrahiert. Generell gilt die Synthese als sehr kompliziert, sodass nur wenige Labore weltweit in der Lage sind, das Halluzinogen herzustellen.

Wie nimmt man LSD ein?

Typischerweise wird Acid über LSD-Pappen konsumiert: Hierbei handelt es sich um kleine, oft mit bunten Mustern versehenen Löschpapierstückchen (“Blotter”). Seltener werden LSD-Pillen, sogenannte “Mikros” verwendet. LSD rauchen ist übrigens nicht möglich. Des Weiteren kann Acid auch in einem Glas Wasser oder, wie bereits genannt, auf einem Stück Zucker eingenommen werden, um einen Rausch auszulösen. Auch das Aufkleben der Pappen auf die Haut wird in einigen Fällen praktiziert.

Wie wird LSD dosiert?

Die richtige LSD-Dosis zu finden ist gar nicht so einfach, da diese von Person zu Person anders sein kann. Auch sollte man nicht vergessen, dass es sich um eine sehr wirkmächtige Droge handelt, weshalb man bei der Dosierung sehr vorsichtig vorgehen sollte. Als Faustregel für die Dosisfindung gilt, dass Menschen, die noch keine (oder wenig Erfahrung) mit dem Halluzinogen haben, mit einer sehr geringen Menge beginnen sollten. Eine Einstiegsdosis sollte nicht über 50 – 110 µg betragen.

Wer bereits psychedelische Erfahrungen gesammelt hat, kann laut Berichten von Anwendern mit 125 – 150 µg beginnen.[5] Doch wie sieht es eigentlich mit einer LSD-Überdosis aus? Was kann bei zu viel Acid passieren? In einem solchen Fall kann es zu Symptomen wie Übelkeit, Bewusstlosigkeit, Schaum vor dem Mund und sogar zum Koma kommen. Berichte über derartige Nebenwirkungen sind allerdings eher anekdotischer Natur und nur im Falle einer stark erhöhten Dosierung zu erwarten, die die herkömmliche Dosis um ein Vielfaches übersteigt. So oder so sollte man Psychedelika nie auf eigene Faust einnehmen, sondern idealerweise nur mithilfe eines erfahrenen und vertrauten Tripstters.

LSD-Einnahme: wichtige Hinweise

Todesfälle durch LSD sind jedoch bis heute nicht bekannt. Die häufige Einnahme des Halluzinogens kann übrigens auch dazu führen, dass sich eine Art LSD Toleranz entwickelt, sodass man beim nächsten Mal mehr von der Substanz braucht, um ein High zu erreichen.[6] Um genau herauszufinden, welche Menge nötig ist, um auch beim nächsten Mal einen intensiven Trip zu erleben, gibt es auf vielen Internetseiten einen “LSD Calculator” (LSD-Toleranz-Rechner). Dass diese Rechner besonders zuverlässig sind, ist jedoch zu bezweifeln.

Ganz anders geht es beim immer populärer werdenden LSD Microdosing zu: Hierbei werden nur Kleinstmengen des Stoffes (oftmals zwischen 8 und 30 µg) eingesetzt, um die mentale Leistungsfähigkeit und Kreativität zu erhöhen. Psychedelische Wahrnehmungen gibt es hierbei nicht. Dringend zu bedenken ist jedoch in allen genannten Fällen, dass LSD in Deutschland dem Betäubungsmittel unterliegt und somit illegal ist. Der Konsum ist somit verboten. Auch reagiert jeder Organismus anders auf die Substanz, sodass etwaige unerwünschte Folgen nicht abzusehen sind.

Wie wirkt LSD?

Trotz der möglichen LSD Nebenwirkungen und Langzeitfolgen gibt es immer mehr Menschen, die sich für die Droge interessieren. Dies liegt besonders daran, dass die bewusstseinsveränderte LSD Wirkung im Gehirn auf viele eine große Faszination ausübt. Und dies nicht ohne Grund: Denn generell zeigen auch viele Studien, dass positive Trips von einem Gefühl der Euphorie und Verbundenheit geprägt sind.

Zusätzlich kann beispielsweise die Bedeutung von äußeren Einflüssen (insbesondere Musik) um einiges größer als im nüchternen Zustand sein.[7] Während Effekte wie typisch große LSD Pupillen eher zu den “harmlosen“ Symptomen des Halluzinogens gehören, gibt es jedoch, wie bereits erwähnt, auch LSD Gefahren: Besonders gefürchtet sind dabei LSD Psychosen und Flashbacks. Abhängigkeiten hingegen sind jedoch kaum bekannt.

In welchen Szenarien wird LSD noch verwendet?

Dass LSD von den meisten Konsumenten als Freizeitdroge verwendet wird, ist klar. Dennoch haben auch Teile der Forschung das medizinische Potenzial der Substanz wiedererkannt, sodass LSD-Therapien in einigen Ländern immer mehr Anerkennung erhalten. Insbesondere soll LSD bei Depressionen im Rahmen klinischer Studien bereits Erfolge verzeichnet haben können.[8]

Neben offiziellen Studien zum therapeutischen Nutzen werben einige private Anbieter auch mit LSD Retreats, die häufig spirituell geprägt sind oder in der “Selbstoptimierungsszene” verwurzelt sind.

Wie verläuft ein Trip auf LSD?

Was die meisten Menschen, die noch nie Acid konsumiert haben, besonders interessiert, ist verständlicherweise die Frage, wie sich ein LSD Trip anfühlt. Natürlich handelt es sich dabei um eine höchst individuelle Angelegenheit, doch im Allgemeinen kann man sich auf unterschiedliche “Trip-Phasen” einstellen: Die erste Phase ist von Aufregung (und zum Teil auch Übelkeit) geprägt, während die zweite den tatsächlichen “Abflug” darstellt: Das Gefühl für Raum und Zeit beginnt zu verschwimmen, während sich immer mehr halluzinogene Wahrnehmungen bemerkbar machen. Nach ungefähr 3 Stunden ist der LSD Peak erreicht, und weicht dann dem langsamen Comedown, der in unterschiedlichen Abschnitten durchaus 10 Stunden betragen kann.

Ist das Nachlegen von LSD eine gute Idee?

Laut Erfahrungsberichten soll sich das LSD Nachlegen (falls man befürchtet, dass der eigene Trip zu schwach ist) nur dann lohnen, wenn der Peak noch nicht erreicht ist. Eine weitere Gefahr ist, dass das Nachlegen der Droge die Gefahr eines LSD Bad Trips (einem sogenannten Horrortrip) erhöhen kann. Sex auf LSD ist übrigens durchaus möglich, kann allerdings ein wenig verwirrend sein: Erfahrungsberichte weisen darauf hin, dass sich das körperliche “Einswerden” beim Geschlechtsakt hyperreal anfühlen kann.

Welche Nebenwirkungen hat LSD?

Neben den Effekten, die sich viele Konsumenten wünschen, kann es auch bei LSD zu Nebenwirkungen kommen: Zu diesen zählen beispielsweise Übelkeit, Angst/Paranoia, Bewusstlosigkeit, Aggression und Atemprobleme. Auch die Unfallgefahr kann deutlich erhöht sein.[9]

Auch das Thema Mischkonsum spielt beim Thema Nebenwirkungen eine große Rolle. Beispielsweise gilt es zu beachten, dass die Kombination aus LSD und Gras zu einem erhöhten Paranoia-Risiko führen kann, während sich LSD und Alkohol ganz gut zu “vertragen” scheinen, kann es auch hier zu unerwarteten Reaktionen kommen. Zu bedenken gilt: Effektiv eingreifen kann im Ernstfall nur medizinisches Fachpersonal.

Welche Langzeitfolgen der Konsum haben kann

Erfahrungsberichten (und auch einigen Studien zufolge) kann der Konsum von LSD eine bereichernde Erfahrung sein, die das weitere Leben der Verwender langfristig positiv beeinflussen kann.[10]

Eine weitere Realität ist jedoch, dass es in seltenen Fällen auch zu drogeninduzierten Psychosen kommen kann, die zum Teil nicht heilbar sind. Betroffen sind in erster Linie Menschen, die bereits vor ihrem LSD-Konsum psychische Labilität gezeigt haben[11] oder eine genetische Prädisposition für Schizophrenie haben. Flashbacks hingegen können auch gesunde Menschen noch Jahre später “heimsuchen”.

LSD – nach fast 60 Jahren rehabilitiert?

Die Tatsache, dass LSD knapp 80 Jahre nach seiner Entdeckung durch den Chemiker Albert Hofmann nun (wieder) im Kontext von Psychotherapien erforscht wird, zeigt, dass das Halluzinogen das Potenzial zu viel mehr als nur einer “Freizeitdroge” hat. Dennoch ist die Substanz hierzulande weiterhin illegal, sodass ihr Besitz immer noch strafbar ist. Zu bedenken gilt auch, dass bei einigen Menschen ein hohes Risiko für bleibende Langzeitschäden vorhanden ist. Somit ist der Umgang mit diesem ganz besonderen Halluzinogen noch immer schwierig und LSD bleibt ein Sorgenkind – so wie es Albert Hofmann schon vor vielen Jahrzehnten selbst über seine Schöpfung sagte.

Wir helfen, Klarheit zu schaffen!

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Wie ist die Wirkung von LSD?s

Die Wirkung von LSD ist euphorisch, halluzinogen und introspektiv.

Wie hieß LSD früher?

Der frühere Name von LSD war Delysid.

Wie wird LSD konsumiert?

Auch, wenn es unterschiedliche Konsumformen gibt, wird LSD in erster Linie auf sogenannten Pappen konsumiert. Doch auch die Einnahme via Kapseln ist möglich.

Wie gefährlich ist LSD?

Dies kommt immer auf die jeweilige Person, das Set und Setting sowie die Menge des konsumierten LSDs an.

Quellenverzeichnis

Marius Lika
Marius Lika ist erfahrener Autor mit zahlreichen Veröffentlichungen zum Thema Cannabis. Seine Expertise im Bereich Cannabinoide, Psychedelika und Pflanzenheilkunde stellt er in seinen Artikeln regelmäßig unter Beweis.
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