LSD Derivate: Was du wissen musst über Prodrugs & Co

6 Min. Lesezeit
17 mal gelesen

Verständlicherweise ist nicht jedem klar, worum es sich bei LSD-Derivaten handelt: Denn während Psychedelika wie LSD, Ayahuasca oder DMT zumindest begrifflich schon lange im Mainstream angekommen sind, sind Derivate (ebenso wie Prodrugs) ein Fall für sich: Denn hierbei handelt es sich um sogenannte “Forschungschemikalien”.

Was es mit LSD-Derivaten auf sich hat, warum diese auch für Psychedelika-Fans von großen Interesse sind und ob du dich mit dem Konsum von Prodrugs beim LSD Microdosing hinter schwedische Gardinen bringst, erfährst du in diesem Artikel.

Beliebte Marken und Kategorien
Happy420 - Markenshop
Happy420
  • Breites Sortiment an Samen, Blüten, Vapes, Edibles, uvm.
  • Exklusive Angebote & Sparpreise
  • Premium CBD- und 10-OH-HHC-Produkten
Cannabuben - Markenshop
Cannabuben
  • Sparen wie im Rausch dank wechselnder Angebote
  • Riesige 10-OH-HHC-Produktauswahl
  • Premium Cannabisprodukte-Anbieter
Openmind - Markenshop
Openmind
  • Führender Smartshop in DE
  • Top-Bwertungen auf TrustMate
  • Breites Produktsortiment
Canasups Markenshop
Canasups
  • Premium Supplemente
  • Geprüfte & sichere Produkte
  • Exklusiver 10% Rabattcode
Das Wichtigste in Kürze
  • Derivate und Prodrugs werden in erster Linie in der Pharmakologie und Forschung verwendet.
  • In diesem Zuge wurden auch LSD-Derivate und Prodrugs entwickelt, die seit 2015 immer wieder im Internet und auf dem Schwarzmarkt auftauchen.
  • Aus diesem Grund wurde ein neues Gesetz ins Leben gerufen, dass die illegale Herstellung und den Handel mit Forschungschemikalien bekämpfen soll.
Inhaltsverzeichnis
LSD Derivate

Prodrugs und Derivate: Was ist das eigentlich?

Bevor wir uns mit den unterschiedlichen LSD-Derivaten befassen, sollten wir am besten als erstes klären, was Derivate und Prodrugs eigentlich im Allgemeinen sind – und was sie so besonders macht. Hierfür müssen wir mental einen kurzen Abstecher in den Chemieunterricht wagen: Bei einem Derivat (lateinisch für ableiten = derivare) handelt es sich um einen Stoff, der sich von einer spezifischen Grundsubstanz ableitet.

Im Detail bedeutet dies, dass Derivate statt eines H-Atoms (oder einer funktionellen Gruppe) ein anderes Atom oder eine andere Gruppe besitzen.[1] Auch kann es sein, dass gleich mehrere Atomgruppen oder Atome entfernt oder angehängt wurden. Kurz gesagt: Der Grundstoff (beispielsweise LSD) wurde chemisch verändert.

Bei einer Prodrug handelt es sich um ein Derivat eines Wirkstoffes, der in einer inaktiven oder weniger aktiven Form verabreicht und eingenommen wird. Erst nach der Einnahme der Prodrug erfolgt im Körper die Umwandlung in den aktiven Wirkstoff.[2]

Warum gibt es Prodrugs und Derivate überhaupt?

Wie bereits angeschnitten, spielen Derivate und Prodrugs eine wichtige Rolle in der Pharmakologie und stellen somit eine maßgebliche Säule in der Herstellung von Arzneimitteln dar. Ein Derivat eines Medikaments kann beispielsweise dazu dienen, die Stabilität des Präparats zu erhöhen oder mögliche Nebenwirkungen zu verringern. Ein sehr bekanntes Beispiel aus dem pharmakologischen Bereich ist die Acetylsalicylsäure (Aspirin) – hierbei handelt es sich um ein Salicylsäuren-Derivat.

Auch Prodrugs können einen hohen medizinischen Nutzen bringen, indem sie unter anderem für eine höhere Bioverfügbarkeit oder eine gezieltere Freisetzung (beispielsweise erst dann, wenn das Medikament den Magen-Darm-Trakt erreicht hat) sorgen.

So weit, so gut: Doch was hat das Ganze nun mit Halluzinogenen wie LSD zu tun? Keine Sorge, dazu kommen wir gleich noch ausführlich. Im Kopf behalten solltest du erst einmal nur, dass typische Psychedelika wie LSD und Meskalin dem BtMG unterliegen.

LSD-Derivate und das NpSG

Dass sowohl Handel, als auch Abgabe sowie Besitz von LSD strafrechtlich verfolgt werden, sollte demnach klar sein. Dennoch wurde 2015 im Internet eine Substanz angeboten, die eine sehr große Ähnlichkeit zu LSD hatte, jedoch kein LSD war – und den recht vielsagenden Namen “1P-LSD” trug. Da diese “Forschungschemikalie” nicht im BtMG aufgeführt war, konnte sie legal vertrieben werden, sofern dabei mitgeteilt wurde, dass das LSD-Derivat nicht für den Konsum vorgesehen sei.

Der Gesetzgeber reagierte jedoch prompt und holte zum Gegenschlag aus: Ein Gesetz mit der klangvollen Abkürzung NpSG (Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz) wurde ins Leben gerufen, um den Verkauf von Prodrugs und Derivaten (mit Ausnahme von Forschungszwecken) zu verbieten. Doch da es stets eine Weile dauert, bis ein neu aufgetauchtes LSD-Derivat offiziell im NpSG landet, nutzen viele Psychonauten die Möglichkeit, sich bis dahin entsprechend mit den “Research Chemicals” einzudecken. Verboten ist der Besitz dennoch.

Außerdem sollte klar sein, dass der Handel sowie die Abgabe neuer psychedelischer Stoffe deutliche Konsequenzen mit sich bringen können: Im schlimmsten Fall drohen sogar Freiheitsstrafen von bis zu 3 Jahren, die sich bis auf 10 Jahre ausdehnen können, falls die Abgabe oder der Handel an Minderjährige erfolgt.[3]

Zu bedenken gilt auch, dass durch das NpSG nicht nur bestimmte Stoffe, sondern jederzeit komplette Stoffgruppen verboten werden können: So kann sich der Legalitätsstatus von Prodrugs und Derivaten sehr schnell ändern.[4]

Welche LSD-Derivate gibt es – und welche sind noch legal?

Wie du dir sicher vorstellen kannst, gab es schon eine Vielzahl unterschiedlicher LSD-Derivate (die gleichzeitig Prodrugs sind, da sie im Körper zu LSD werden) legal zu kaufen. Zu diesen gehören neben 1 cP LSD unter anderem auch die Derivate 1V-LSD, 1P-LSD, 1DD-LSD, sowie die Varianten 1B-LSD, 1T-LSD und 1D-LSD. Diese sind mittlerweile alle verboten.

Allerdings leistete sich das Gesundheitsministerium unter Karl Lauterbach im Jahr 2022, als 1V-LSD verboten werden sollte, einen interessanten Interpunktionsfehler,[5] der erst einige Zeit später aufgedeckt wurde: Statt zwei neue Stoffgruppen zu verbieten, wurde einfach eine neue (ungefährliche) Stoffgruppe benannt. So kam es dazu, dass bestimmte Derivate zeitweise versehentlich legal waren und die LSD Herstellung fortgeführt wurde. Dies ist jetzt jedoch nicht mehr der Fall: Das einzige LSD-Derivat, das aktuell (noch) legal ist, ist 1S LSD.

LSD-Derivate: Ein Katz- und Mausspiel mit den Regierungsinstitutionen

LSD-Derivate werden von vielen Konsumenten als legales LSD verstanden. Sobald der Bundesrat jedoch mitbekommt, dass ein neues Derivat im Umlauf ist, wird es schnellstmöglich in das NpSG aufgenommen. Mittlerweile ist dies nicht nur bei bestimmten Derivaten und Prodrugs, sondern sogar bei gesamten Stoffgruppen der Fall. Dennoch lassen sich Händler und Hersteller von LSD-Derivaten nicht so einfach abschütteln – und entwickeln einfach neue Stoffgruppen.

Wir helfen, Klarheit zu schaffen!

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Was sind LSD-Derivate?

Bei LSD-Derivaten handelt es sich um Substanzen, die chemisch verändert, aber von LSD abgeleitet sind. Diese sollen dieselbe Wirkung wie LSD entfalten, Besitz und Konsum sollen jedoch nicht strafrechtlich verfolgt werden.

Welche LSD-Derivate sind legal?

Zum jetzigen Zeitpunkt (Juli 2024) scheint lediglich das LSD-Derivat 1S-LSD legal zu sein.

Wo kann man LSD-Derivate kaufen?

In Shops im Internet, manchmal gibt es sie jedoch sogar auch an bestimmten Automaten.

Quellenverzeichnis

Marius Lika
Marius Lika ist erfahrener Autor mit zahlreichen Veröffentlichungen zum Thema Cannabis. Seine Expertise im Bereich Cannabinoide, Psychedelika und Pflanzenheilkunde stellt er in seinen Artikeln regelmäßig unter Beweis.
  • E-mail schreiben
  • LinkedIn
  • Youtube

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Bitte füllen Sie dieses Feld aus.
Bitte füllen Sie dieses Feld aus.
Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Sie müssen den Bedingungen zustimmen, um fortzufahren.

Beliebte Produktkategorien
Das könnte dich auch interessieren!
Mehr Themenbereiche erkunden
Marius Lika
Marius Lika ist erfahrener Autor mit zahlreichen Veröffentlichungen zum Thema Cannabis. Seine Expertise im Bereich Cannabinoide, Psychedelika und Pflanzenheilkunde stellt er in seinen Artikeln regelmäßig unter Beweis.
  • E-mail schreiben
  • LinkedIn
  • Youtube