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CBD Aromaöl – Nicht zum Verzehr geeignet?

8 Min. Lesezeit
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Mein bestelltes CBD Aromaöl ist nicht zum Verzehr geeignet! Vielleicht haben Sie es auch schon erlebt: Sie kaufen ein CBD Öl, von dem Sie ausgegangen sind, dass es eingenommen werden darf, aber auf der Verpackung und im Beipackzettel steht, das Öl sei nicht zur Einnahme geeignet.

Dabei handelt es sich nicht mal um irgendeine der unbekannten CBD Marken, sondern in vielen Fällen um qualitativ hochwertige Produkte mit dem Wirkstoff CBD. Verständlicherweise kommt jeder CBD-Konsument dadurch ins Grübeln. Wieso etikettieren namhafte CBD-Hersteller also auf einmal ihre CBD Produkte mit diesen Hinweisen und deklarieren diese als Aromaöl?

In diesem Artikel erfahren Sie, was CBD Aromaöle sind, warum diese aus rechtlichen Gründen als Aromaprodukt deklariert werden und ob Sie eingenommen werden dürfen oder nicht.

CBD Aromaöl nicht zum Verzehr geeignet

Was ist ein CBD Aromaöl?

Aromaöle werden in der Aromatherapie angewendet und sind im Prinzip ätherische Öle. Neben Terpene und Heilpflanzen wie Manuka, Rosmarin, Teebaum und Salbei wird nun auch verstärkt CBD in der Aromatherapie verwendet. THC und CBD sind die bekanntesten Cannabinoide aus der Hanfpflanze und im Gegensatz zu THC kann man nicht von CBD high werden oder abhängig werden.

Ein CBD Aromaöl ist prinzipiell ein ätherisches Öl, welches zur Steigerung des eigenen Wohlbefindens über den Geruchssinn oder die Haut aufgenommen wird. Verfechter der Aromatherapie nennen Aromaöle auch gerne sinnliche Düfte für Geist und Körper.

Darf ich CBD Aromaöl oral einnehmen?

Aus rechtlicher Perspektive muss klar gesagt werden, dass Aromaöle nicht oral eingenommen werden dürfen. Es stellt sich aber die Frage, warum CBD Aromaöle nicht eingenommen werden dürfen?[1]

CBD-Aromaprodukte unterliegen einer Kennzeichnungspflicht. So müssen Aromaprodukte den Hinweis tragen, dass sie nicht für den Verzehr geeignet sind. CBD Öle werden aufgrund juristischer Regelungen in Deutschland gerne als Aromaöl deklariert, um zu vermeiden dass Behörden die Produkte willkürlich auf den THC-Gehalt prüfen. CBD-Hersteller umgehen somit Behördengänge, Bürokratie und somit strengeren rechtlichen Auflagen.

Rechtliche Hürden für die Anmeldung von CBD-Produkten

CBD ist in Deutschland legal, dennoch müssen CBD-Produkte in Deutschland zwei Hürden nehmen, um auf dem Markt zugelassen und verkauft zu werden.

  1. Alle CBD-Produkte, egal ob CBD Öl, CBD Kosmetik, CBD Kapseln, uvm. dürfen jeweils einen THC-Gehalt von 0,2% nicht überschreiten. Falls eine Überschreitung dieses Grenzwertes vorliegen sollte, gilt das Präparat als Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz (BtMG). In Österreich ist die THC-Obergrenze übrigens 0,3%.
  2. Der zweite und entscheidende Punkt bei der Deklaration ist, dass wenn ein Hersteller eine Empfehlung für die CBD Öl Dosierung auf seine Verpackung druckt, dies von Rechts wegen automatisch immer genau untersucht wird, da das Produkt dann meist als Nahrungsergänzungsmittel deklariert ist und durch die Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsämter kontrolliert wird. Laut Behörden soll wiederum ein Missbrauch gegen das BtMG, also in erster Linie gegen den Wirkstoff THC vermieden werden, da es laut Behörden rein theoretisch möglich sei, von diesen Präparaten high zu werden. Dieser Spießrutenlauf wird in letzter Zeit vermehrt durch Razzien bei Herstellern bemerkbar.

Da ohnehin alle in Deutschland verkauften CBD Produkte den Grenzwert von 0,2% nicht überschreiten dürfen, müssten demnach mehrere Liter CBD Öl aufgenommen werden, um überhaupt eine nennenswerte Menge an THC im Körper aufzunehmen, was aber noch lange kein High-Gefühl auslösen würde.

Dahingehend reagieren viele Hersteller und möchten diese oftmals willkürlichen Maßnahmen vermeiden, indem deren CBD Öle als Aromaöle (um)deklariert werden.

Wissenswertes:
CBD-Produkte und die Novel Food Verordnung.

Rechtliche Folgen der Deklaration als CBD Aromaöl

Rechtlich gesehen bedeutet dies, dass keine Heilversprechen und Einnahmeempfehlungen seitens der CBD-Hersteller gegeben werden dürfen. Außerdem muss ein Hinweis “Nicht zum Verzehr geeignet” auf der Verpackung angebracht werden.

Es bestünde für die Hersteller noch die Möglichkeit, das Öl zur Aromatisierung von Lebensmitteln zu deklarieren, um den “Nicht zum Verzehr geeignet” Hinweis wegzulassen, dann würde die Missbrauchs Thematik mit der Einnahme und Dosierung aber wieder auf den Plan der Behörden kommen.

Durch diese wahllosen und unregulierten behördlichen Maßnahmen profitieren weder das Amt für Verbraucherschutz, noch die EFSA (europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) und zu allerletzt am wenigsten der Konsument von dieser Vorgehensweise und einer solchen Deklaration.

Als CBD Aroma Öl deklarierte Produkte kaufen

Fazit: CBD Aromaöl einnehmen oder nicht

Schlussendlich bleibt ein qualitativ hochwertiges CBD-Produkt ein qualitativ hochwertiges CBD-Produkt, egal ob als Nahrungsergänzungsmittel oder als CBD Aromaöl deklariert.

Als einzig schlüssiges Szenario sowohl für Hersteller, Händler und Konsumenten muss eine Regulierung des kompletten Cannabis-Marktes in Europa stattfinden, damit klare und nicht veraltete Gesetze Anwendung finden können. Davon profitieren dann nicht nur Hersteller sondern auch unnötig verwirrte CBD-Konsumenten.

Quellenverzeichnis

[1] Primavera – Kann man ätherische Öle innerlich/oral einnehmen?

Häufig gestellte Fragen

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Das Wichtigste in Kürze

Im Prinzip sind Aromaöle ätherische Öle, welche in der Aromatherapie Anwendung finden. Ein CBD Aromaöl ist prinzipiell ein ätherisches Öl, welches zur Steigerung des eigenen Wohlbefindens über den Geruchssinn oder die Haut aufgenommen wird.

Auf vielen Verpackungen und Beipackzetteln von CBD Aromaölen steht der Vermerk, dass diese nicht zum Verzehr geeignet sind. CBD Öle werden aus juristischer Sicht gerne als Aromaöle deklariert. Andernfalls können Behörden die Produkte willkürlich auf den THC-Gehalt, welcher den Grenzwert von 0,2% nicht überschreiten darf, überprüfen. Somit umgehen CBD Hersteller Bürokratie, Behördengänge und sonstige strenge rechtliche Auflagen.

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