Cannabis spülen – warum, wie und wann?

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Was genau ist gemeint, wenn man von „Cannabis spülen“ spricht? Die Bedeutung des Spülens im Cannabis Anbau ist ein wichtiger Schritt, der oft übersehen wird, aber einen signifikanten Einfluss auf die Qualität und den Geschmack der Pflanzen nach der Ernte haben kann. Daher werden wir dir in diesem Beitrag erklären, wann und wie du deine Pflanzen spülen musst und wann du es lieber vermeiden solltest.

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Das Wichtigste in Kürze
  • Das Spülen von Cannabis beeinflusst die Qualität und den Geschmack des Endprodukts.
  • Es gibt vier verschiedene Gründe, warum Cannabis gespült werden sollte.
  • Die Spüldauer vor der Ernte ist vom Medium und Behältertyp abhängig
Inhaltsverzeichnis
Cannabis spülen - warum, wie und wann?

Cannabis-Spülen: Was bedeutet das und warum ist es wichtig?

Im Laufe der Zeit neigen die Pflanzen dazu, einen Nährstoffüberschuss anzusammeln. Das Spülen von Cannabis ist eine Technik, mit der diese überschüssige Nährstoffe dem Substrat einer Cannabispflanze entzogen werden. Hierbei werden die Pflanzen mit einer beträchtlichen Menge pH-neutralem Wasser oder einer speziellen Spüllösung gegossen. Mit anderen Worten, wenn wir vom „Spülen einer Pflanze“ sprechen, meinen wir im Wesentlichen eine gründliche Reinigung der Pflanze. Es ist wie eine Dusche nach einem langen, schweißtreibenden Tag. So wie du dich erfrischt fühlst, so tun dies auch die Cannabispflanzen nach einer guten Spülung. Doch was bringt das überhaupt?

Der Hauptgrund, warum du beim Homegrow spülen solltest, besteht darin, die Qualität des Endprodukts zu verbessern. Wenn du schon einmal eine chemisch schmeckende Knospe hattest, muss es sich nicht gleich um gestrecktes Gras oder um synthetische Cannabinoide handeln. Womöglich wurde die Hanfpflanze vor der Ernte nicht richtig gespült.

Das Spülen veranlasst die Pflanzen dazu, die restlichen in der Pflanze gespeicherten Nährstoffe zu verbrauchen, was sie bei der Ernte qualitativ reiner macht. Dadurch entsteht beim Rauchen ein milder und natürlicher Geschmack.

Wann man Cannabispflanzen spülen sollte und wie lange

Jeder Cannabisanbauer hat unterschiedliche Vorlieben, wenn es darum geht, wann die Pflanzen gespült werden sollen. Wir haben daher vier unterschiedliche Szenarien für dich aufgelistet, die du in Betracht ziehen kannst bzw. solltest:

Veränderungen im Nährstoffzyklus

Diese Spülung kann durchgeführt werden, um die Erde auf eine Veränderung vorzubereiten. Beispielsweise, wenn eine Pflanze von der Vegetationsperiode auf die Blütephase übergeht. Hierbei kann eine Spülung dabei helfen, den Übergang von Wachstums- zu Blütedüngern reibungsloser zu gestalten. Die Entfernung alter Nährstoffe ist eine effektive Methode, um den Boden zu “erneuern” und ein Nährstoffgleichgewicht einzuführen, wenn die Pflanze in eine neue Wachstumsphase übergeht. Obwohl diese Spülung nicht zwingend erforderlich ist, kann sie dazu beitragen, das Risiko chemischer Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Düngemitteln zu minimieren, die zu Salzansammlungen und Nährstoffsperren führen können.

Nährstoffsperre

Wenn man einer Pflanze zu viele Nährstoffe zuführt, nimmt sie nur das Notwendige auf, während der Rest im Boden verbleibt. Dies führt zu einer Anhäufung unnötiger Nährstoffe, was als Nährstoffsperre bezeichnet wird. Dieses Problem kann durch falsche pH-Werte, Salzablagerungen oder Überdüngung entstehen. Wenn deine Pflanzen schlaffe Blätter, verbrannte Blattspitzen oder ein verkrümmtes Wachstum aufweisen, ist dies höchstwahrscheinlich ein Anzeichen für eine Nährstoffsperre. An diesen Anzeichen kannst du eine Hanf Überdüngung erkennen.

Um das Nährstoffgleichgewicht wiederherzustellen, ist es notwendig, die Cannabispflanzen zu spülen. In diesem Fall ist das Spülen mit pH-neutralem Wasser nicht sonderlich effektiv. Stattdessen solltest du auf Lösungen setzen, die speziell für das Entfernen überschüssiger Nährstoffe oder Salze konzipiert wurden.

Nach dem Düngen

Viele Züchter glauben, dass sie größere und bessere Ernten erhalten werden, je mehr sie ihren Cannabis düngen. Chemische Dünger, die im Übermaß angewendet werden, können jedoch zu einer Ansammlung von Salzen im Substrat führen, was wiederum zur Nährstoffsperre führen kann. Um die Salzansammlung im Substrat zu vermeiden und das Risiko einer Nährstoffsperre zu minimieren, sollten die Pflanzen etwa 1–2 Tage nach dem Düngen gespült werden.

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Vor der Ernte

Eine Spülung vor der Ernte sorgt dafür, dass überschüssige Nährstoffe aus dem Substrat entfernt werden, was die Pflanzen dazu zwingt, alle Nährstoffvorräte zu verbrauchen, die sie im Laufe ihres Lebens gesammelt hat. Dadurch entstehen Blüten, die leckerer schmecken, besser brennen und ein sanfteres Raucherlebnis bieten. Sobald die ersten Trichome (Harzdrüsen der Cannabispflanze) trüb werden, bedeutet es, dass es nur noch wenige Wochen bis zur Ernte sind und es an der Zeit ist, mit dem Spülen der Pflanzen zu beginnen. Falls du dich für den Anbau von PGR Weed entschieden hast, kommt dem Spülen eine besonders hohe Bedeutung zu.

Cannabispflanzen spülen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Teste als Erstes den pH-Wert des Wassers, mit dem du spülen möchtest. Wenn du Erde als Kultursubstrat oder Kokosfasern als Wachstumsmedium verwendest, sollte der pH-Wert zwischen 6,0 und 6,8 liegen. Bei Hydrokulturen sollte der ideale pH-Wert zwischen 5,5 und 6,5 liegen.
  2. Auch wenn man es nicht unbedingt benötigt, ist es dennoch empfehlenswert, die Temperatur des Wassers auf etwa 24 °C zu erwärmen, da sich so die meisten Nährstoffe lösen.
  3. Gieße nun die Hälfte deines Topfvolumens mit Wasser. Ein Beispiel: Wenn du in 20 Liter Töpfen anbaust, spülst du deine Pflanzen mit jeweils 10 Liter Wasser. Wenn du in 15 Liter Töpfen anbaust, dann spülst du deine Pflanzen mit 7,5 Liter Wasser. Vermeide es, das gesamte Wasser auf einmal zu gießen. Lass stattdessen das Wasser langsam und gleichmäßig durch den Boden ablaufen. Am Ende sollten dann ungefähr 10–20 % des Wassers ablaufen und mit ihr die Salze und Nährstoffe, die sich angesammelt haben.
  4. Überwache den Abfluss. Das Ziel ist es, so lange zu spülen, bis das abfließende Wasser klar ist. Fertig!

Wie man hydroponisches Cannabis spült

Das Spülen von Hydrokulturen ist wesentlich einfacher und zeitsparender, da du hier einfach nur den Wassertank entleeren und durch ph-neutrales Wasser ersetzen musst.

Wie lange vor der Ernte sollte ich Cannabis spülen?

Die Spüldauer vor der Ernte ist vom Medium und dem Behältertyp abhängig und kann zwischen 2 und 14 Tage dauern. Das Spülen dauert am längsten, wenn die Pflanzen in Erde angebaut werden, da immer einige Nährstoffreste in der Erde verbleiben. Es ist nicht möglich, alle Nährstoffe auf einmal zu entfernen, weshalb die Spülung jeden Tag für 14 Tage erfolgen sollte, quasi so lange, bis du dein Cannabis ernten kannst.

Kokosfaser speichert weniger Nährstoffe als Erde, weshalb die Spülung bei diesem Medium nur halb so lange dauert, also nur 7 Tage. Bei Hydrokulturen reicht es sogar aus, wenn die Spülung erst zwei Tage vor der Ernte erfolgt, da die Pflanzen keine Nährstoffe von außen aufnehmen können, sobald ihnen das alte Wasser entzogen wird. Halte hierbei unbedingt die 2-Tage-Regel ein, da zu frühes Spülen zu einem Nährstoffmangel führen kann.

Die Bedeutung von Enzymen

Eine noch effektivere Methode besteht darin, ein- bis zweimal pro Woche Enzyme in das Wasser zu mischen. Dadurch kannst du die besonders hartnäckigen Rückstände im Pflanzengewebe und den Wurzeln optimal beseitigen.

Wann Spülen vermieden werden sollte

Obwohl das Spülen grundsätzlich sehr nützlich ist, gibt es auch Zeiten, in denen es negative Auswirkungen auf deine Pflanzen haben kann. Das Spülen sollte beispielsweise vermieden werden, wenn du vorgedüngte Cannabis Erde verwendest. Der Grund dafür ist, dass diese Art von Erde bereits alle wichtigen Nährstoffe enthält, die eine Cannabispflanze benötigt. Würde der Boden nun überschwemmt werden, würde dies der Pflanze schaden. Bei Schädlingen oder anderen Krankheiten sollte das Spülen ebenfalls gemieden werden, da dies die Situation schlimmer machen könnte.

Fazit

Das Spülen von Cannabispflanzen ist ein wichtiger Bestandteil beim Homegrow. Es sorgt dafür, dass alle Mineral- und Nährstoffrückstände aus dem Boden und den Wurzeln der Pflanze entfernt werden, das gilt auch für die Hanfpflanze im Garten. Das wiederum verbessert die Qualität des Endprodukts und verhindert, dass das Weed chemisch schmeckt. Dank unseres ausführlichen Leitfadens weißt du jetzt auch wann, wie, und wie lange du deine Pflanzen spülen solltest und wann es weniger vorteilhaft ist.

In unserem großen Vergleich der Düngemittel gehen wir der Frage nach, welcher der beste Dünger für Cannabispflanzen ist.

Wir helfen, Klarheit zu schaffen!

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Was passiert, wenn man Cannabis nicht spült?

Wenn man Cannabis nicht spült, bleiben die Nährstoffe im Boden und können das Aroma und den Geschmack des Endprodukts negativ beeinflussen.

Wann sollte man anfangen, Cannabis zu spülen?

In der Regel sollte Cannabis beim Übergang von der Vegetationsperiode auf die Blütephase, bei einer Nährstoffsperre, nach dem Düngen und vor der Ernte gespült werden. Je nachdem, welches Medium und Behälter du verwendest, kann die Spüldauer zwischen 2 und 14 Tagen variieren.

Quellenverzeichnis

Kris Pribicevic
Kris Pribicevic ist ein renommierter CBD-Experte mit hunderten veröffentlichten Artikeln zu CBD & Cannabis. Als anerkannte Autorität in Deutschland ist er eine treibende Kraft in der Branche.
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