Warum heißt Weed “Bubatz”?
Um zu verstehen, warum sowohl Joints als auch Gras selbst als Bubatz bezeichnet werden, lohnt es sich einen Blick auf den Ursprung des Begriffs zu werfen. Die Geschichte beginnt mit einem jungen Skater, der während eines Interviews mit Landwirtschaftsminister Cem Özdemir spontan dazwischen rief und den verdutzten Politiker direkt fragte: „Wann Bubatz legal?“ Damit war ein kultiges Meme geboren und „Bubatz“ etablierte sich nicht nur in der Netzkultur als Synonym für Cannabis. Unter anderem schaffte es Bubatz sogar in die Tweets des ehemaligen Finanzministers Christian Lindner.[1]
Doch zurück zur wahrscheinlich noch wichtigeren Frage: Wo kommt das Wort eigentlich her? Hier sind sich auch Sprachforscher nicht ganz einig, es soll jedoch von den Worten Babak oder Bobaz (italienisch für “Dummkopf) abgeleitet sein. Zumindest die Verbindung zum Begriff “Babak” macht Sinn. Es bedeutet zwar wortwörtlich “kleiner Vater”, kann aber als Anspielung auf “Baba Kush”, also “potentes Gras” gemünzt werden. [2]
Klar ist auch, dass das Wort Bubatz seinen Ursprung in erster Linie in der Rapszene hat und deswegen vor allem Jugendlichen und Hip Hop-Fans ein Begriff ist. Etablierte Rapper wie Haftbefehl, Capital Bra oder Nimo verwenden es regelmäßig in ihren Songs.
Was sich seit der Legalisierung von Bubatz getan hat
Der Weg zur Legalisierung von Cannabis war bekanntermaßen ziemlich steinig. Bis der Bundestag, der Bundesrat und letztendlich der Vermittlungsausschuss endlich grünes Licht gaben, ging so einiges an Zeit ins Land. Dennoch hat die Bundesregierung ihr Versprechen, Gras zu legalisieren, gehalten. Auch die Grenzwerte für Haschisch und Co. im Straßenverkehr wurden angepasst, sodass du nicht gleich befürchten musst, deinen Führerschein zu verlieren, nur weil du vor 3 Tagen einen Joint geraucht hast.
Viele Marihuana Sympathisanten dürften jedoch dennoch nicht ganz zufrieden sein. Schließlich ist Weed weiterhin nicht frei verkäuflich, die Abgabe durch Cannabis Clubs in Deutschland steht weiterhin meist nur in den Startlöchern, und auch bei den versprochenen Cannabis Modellregionen geht es nur schleppend voran. Ein weiterer Faktor, der viele Weed Fans umtreibt, ist die Tatsache, dass eine bald neu gewählte konservative Regierung alle Vorstöße im Cannabissektor wieder zunichte machen könnte.[3]
Bubatz ist endlich legal, aber …
Das Wort Bubatz stammt aus dem Hip Hop-Kontext und wurde in erster Linie von Jugendlichen verwendet, bis es seinen Weg in den Mainstream fand. Ähnlich wie die Frage “Was ist ein Jibbit?” oder die Begriffsherkunft von Ganja, wurde der Ausdruck in Kifferkreisen heiß diskutiert.
Seit der Teil-Legalisierung von Cannabis ist viel passiert, wobei ein schnellerer Ablauf der geplanten Stationen (Abgabe durch Social Clubs, Verkauf in Modellregionen) sicherlich wünschenswert wäre. Es bleibt zudem zu hoffen, dass eine konservativere Bundesregierung die Fortschritte in der Cannabis-Politik nicht untergräbt. Kurz gesagt: Es bleibt spannend!
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