Was sind synthetische Cannabinoide?
Vielleicht hast du schon davon gehört, dass der Entzug von synthetischen Cannabinoiden sehr schwerwiegend sein kann. Bei synthetischen Cannabinoiden handelt es sich um psychoaktive Substanzen, die im Labor hergestellt werden und die Wirkung von THC nachahmen sollen. Häufig werden die künstlichen Stoffe auf CBD-Hanf aufgetragen oder mit anderen Cannabisprodukten, wie beispielsweise Haschisch, vermischt.
Besonders gefährlich ist hierbei, dass Konsumenten, welche Cannabis auf dem Schwarzmarkt erwerben, weder am Aussehen der Buds noch am Aroma feststellen können, ob es sich um natürlich gewachsenes und verarbeitetes Weed handelt oder nicht. Laut dem Neue-psychoaktive-Substanzen-Gesetz (NpSG) sind synthetische Cannabinoide, wie beispielsweise MDMB und JWh, aufgrund ihrer hohen Gesundheitsgefahr verboten. Aktuell noch nicht ins NpSG aufgenommen ist 10-OH-HHC, was sich jedoch jederzeit ändern könnte. Dagegen wurde HHC inzwischen ebenfalls verboten.[1]
Gefahren durch synthetische Cannabinoide
Eine große Gefahr beim Konsum von synthetischen “Cannabisprodukten” sind unter anderem die schweren Nebenwirkungen,[2] die durch die Chemikalien ausgelöst werden können. Die künstlichen Drogen wirken zwar fast wie THC und docken auch an denselben Rezeptoren im Endocannabinoid System an, sind in ihrer Intensität jedoch kaum einschätzbar. Zu den typischen Nebenwirkungen gehören unter anderem:
- Irreversible Psychosen, Verwirrung, Unruhen
- Herzinfarkt, beschleunigter Herzschlag, Bluthochdruck
- Krampfanfälle, verschwommenes Sehen
- Niereninsuffizienz
- Gefährlicher Anstieg der Körpertemperatur
Unter anderem wurden im Zusammenhang mit synthetischen Cannabinoiden sogar Todesfälle gemeldet.[3]
Schwere Entzugssymptome durch künstliches Cannabis
Neben den schwerwiegenden Nebenwirkungen,[4] die synthetische Cannabinoide auslösen können, kommt ein weiterer negativer Aspekt zum Tragen – der Entzug von synthetischem Cannabis.
Diese Entzugserscheinungen sind zumeist nicht nur um einiges unangenehmer als bei einem regulären Cannabis Entzug, sondern können bereits nach einer recht kurzen Konsumdauer auftreten.[5] Zu den typischen Entzugssymptomen gehören in diesem Fall:
- Extrem starkes Craving, oft um einiges schlimmer als bei einer Cannabisabhängigkeit
- Durchfall, Depressionen, Schlafstörungen
- Innere Unruhe, extreme Stimmungsschwankungen, Antriebslosigkeit
- Herz-Kreislauf-Probleme, Appetitlosigkeit
- Emotionslosigkeit oder Aggressionen
Da auch der Entzug von synthetischem Cannabis gefährlich sein und über mehrere Wochen gehen kann, solltest du dir in einem solchen Fall dringend ärztliche Hilfe holen.
Entzug nach synthetischen Cannabinoiden: Alles andere als ein Zuckerschlecken
Nicht nur der Entzug von synthetischen Cannabinoiden, deren frühere Varianten als “Kräutermischungen” oder “Spice” verkauft wurden, sondern auch die Nebenwirkungen durch die künstlichen Drogen haben es in sich und können zu schweren Gesundheitsschäden führen.
Wir raten dir daher dringend, dein Gras nicht auf dem Schwarzmarkt zu kaufen, da diese potenziell mit synthetischen Cannabinoiden versetzt sein könnten. Schließlich handelt es sich hierbei um unberechenbare Substanzen, deren Folgen nicht abzusehen sind.
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