Cannabis Social Club Kosten setzen sich aus mehreren Posten zusammen: einer einmaligen Aufnahmegebühr (oft zwischen 50 und 200 Euro), monatlichen Mitgliedsbeiträgen (meist 20 bis 50 Euro) und dem eigentlichen Grammpreis für Cannabis (geschätzt 7 bis 12 Euro je nach Sorte und Qualität). Wie hoch die Gesamtkosten ausfallen und ob sich eine Mitgliedschaft im Vergleich zu Eigenanbau oder Apotheke rechnet, hängt von deinem persönlichen Konsumverhalten ab.
Was ist ein Cannabis Social Club?
Ein Cannabis Social Club (CSC) ist ein eingetragener, nicht-gewinnorientierter Verein, der seit Juli 2024 in Deutschland legal Cannabis für seine Mitglieder anbauen und abgeben darf. Die rechtliche Basis bildet das Konsumcannabisgesetz (KCanG). Anders als ein Shop oder eine Apotheke verkauft ein CSC kein Cannabis – er gibt es ausschließlich an registrierte Mitglieder ab, die sich am gemeinschaftlichen Anbau beteiligen. Maximal 500 Mitglieder darf ein solcher Cannabis-Verein haben.
Das Prinzip ist simpel: Du trittst bei, zahlst Vereinsgebühren und erhältst dafür Zugang zu kontrolliert angebautem Cannabis. Kein Straßenkauf, keine unbekannten Streckmittel, keine rechtliche Grauzone. Klingt gut – aber was kostet der Spaß? Genau darum geht’s in diesem Ratgeber. Wenn du dich für die Cannabis Social Clubs in Deutschland grundsätzlich interessierst, findest du dort einen Überblick über alle relevanten Aspekte.
Rechtliche Grundlagen: KCanG und CSC-Regelungen
Seit dem 1. Juli 2024 regelt das KCanG (Konsumcannabisgesetz) den gemeinschaftlichen Anbau in Cannabis Social Clubs. Laut § 11 ff. KCanG müssen CSCs als eingetragene Vereine organisiert sein, eine behördliche Erlaubnis beantragen und strenge Auflagen erfüllen – von Jugendschutz über Sicherheitskonzepte bis hin zu verpflichtender Suchtprävention. Die Cannabis Social Club Kosten spiegeln diese Auflagen direkt wider: Jede Vorgabe verursacht Betriebsausgaben, die auf die Mitglieder umgelegt werden. Einen Überblick zur gesamten Cannabis-Rechtslage in Deutschland haben wir separat zusammengestellt.
Aufbau, Organisation und Mitgliederstruktur
Ein CSC funktioniert wie ein klassischer Verein: Vorstand, Satzung, Mitgliederversammlungen. Der Anbau erfolgt in vereinseigenen oder gemieteten Räumlichkeiten, nicht bei den Mitgliedern zu Hause. Wer einem Cannabis Club beitreten möchte, muss volljährig sein und seinen Wohnsitz in Deutschland haben. Doppelmitgliedschaften in mehreren Clubs sind laut KCanG ausdrücklich verboten.
CSC beitreten: Voraussetzungen und Anmeldung

Einem Cannabis Social Club beizutreten ist kein spontaner Akt. Du brauchst einen gültigen Ausweis, einen deutschen Wohnsitz und Geduld – denn viele Clubs arbeiten derzeit mit Wartelisten. Die Anmeldung läuft über einen formellen Aufnahmeantrag, und bevor du das erste Gramm in der Hand hältst, vergehen je nach Club mehrere Wochen bis Monate.
Voraussetzungen für die CSC-Mitgliedschaft
Die gesetzlichen Hürden für eine CSC-Mitgliedschaft sind klar definiert. Du musst:
- Mindestens 18 Jahre alt sein (Personalausweis oder Reisepass als Nachweis)
- Deinen gewöhnlichen Wohnsitz oder tatsächlichen Aufenthalt in Deutschland haben
- Ausschließlich einem einzigen Cannabis Social Club angehören
- Keine Vorstrafen nach dem BtMG vorweisen, die eine Mitgliedschaft ausschließen (club-abhängig)
Einige Vereine stellen zusätzliche Bedingungen, etwa ein persönliches Aufnahmegespräch oder eine Empfehlung durch ein bestehendes Mitglied. Wer sich für die Voraussetzungen für einen Cannabis Club im Detail interessiert, findet dort alles Wichtige.
Schritt-für-Schritt: Antrag bis zur ersten Abgabe
Der typische Weg vom Antrag zur ersten Cannabis-Abgabe sieht so aus:
- Club recherchieren: Finde einen lizenzierten CSC in deiner Region und informiere dich über dessen Konditionen.
- Aufnahmeantrag stellen: Meist online oder per Formular vor Ort. Personalausweis und Wohnsitznachweis mitbringen.
- Wartezeit: Viele Clubs haben Wartelisten. Rechne mit einigen Wochen bis mehreren Monaten.
- Aufnahmegebühr zahlen: Nach Zusage wird die einmalige Aufnahmegebühr fällig – je nach Club zwischen 50 und 200 Euro.
- Mitgliedsbeitrag einrichten: Der monatliche Beitrag wird per Lastschrift oder Überweisung eingezogen.
- Erste Abgabe: Sobald deine Mitgliedschaft aktiv ist und der Club erntefähig produziert, kannst du dein Cannabis abholen.
Mitgliedsbeiträge und Aufnahmegebühren im Überblick
Die Cannabis Social Club Kosten gliedern sich in drei Hauptposten: eine einmalige Aufnahmegebühr, regelmäßige Mitgliedsbeiträge und den Grammpreis bei der Abgabe. Die konkreten Beträge variieren von Club zu Club, da jeder Verein seine Gebührenstruktur selbst festlegt. Hier eine Orientierung basierend auf den Angaben bereits genehmigter CSCs:
- Einmalige Aufnahmegebühr: ca. 50 – 200 Euro
- Monatlicher Mitgliedsbeitrag: ca. 20 – 50 Euro
- Jahresbeitrag (alternativ): ca. 200 – 500 Euro
- Grammpreis Cannabis: geschätzt 7 – 12 Euro pro Gramm
- Optional: Supporter-Beitrag: höherer Monatsbeitrag für Mitglieder, die den Verein stärker unterstützen möchten
Einmalige Aufnahmegebühr: Was Clubs verlangen
Die Aufnahmegebühr fällt einmal bei Eintritt an und deckt den Verwaltungsaufwand für deine Registrierung, die Identitätsprüfung und die Einrichtung deiner Mitgliedschaft. Die Spanne reicht bei den meisten Clubs von 50 bis 200 Euro. Manche Vereine verzichten auf diese Gebühr komplett und finanzieren sich ausschließlich über laufende Beiträge – das ist aber eher die Ausnahme. Höhere Aufnahmegebühren findest du tendenziell bei Clubs in Ballungsräumen wie Berlin oder München, wo Miet- und Betriebskosten die Kalkulation treiben.
Monatliche und jährliche Mitgliedsbeiträge
Der monatliche Mitgliedsbeitrag liegt bei den meisten Cannabis Social Clubs zwischen 20 und 50 Euro. Einige CSCs bieten stattdessen Jahresbeiträge an, oft mit leichtem Rabatt gegenüber der monatlichen Zahlung. Ein Jahresbeitrag von 200 bis 500 Euro ist realistisch, abhängig von Standort und Clubgröße.
Dieser Beitrag finanziert den laufenden Betrieb: Miete, Strom, Bewässerung, Personal, Suchtprävention und Verwaltung. Er ist unabhängig davon fällig, ob du in einem Monat Cannabis abnimmst oder nicht. Denk dran: Ein CSC ist ein Verein, kein Shop. Die Vereinsgebühren sichern den Grundbetrieb.
Supporter- vs. Standard-Mitgliedschaft: Kostenvergleich
Mehrere Clubs bieten abgestufte Mitgliedschaftsmodelle an. Die Standard-Mitgliedschaft deckt den regulären Zugang ab, während eine Supporter- oder Fördermitgliedschaft höhere Beiträge vorsieht – oft zwischen 40 und 80 Euro monatlich.
| Merkmal | Standard-Mitgliedschaft | Supporter-Mitgliedschaft |
|---|---|---|
| Monatsbeitrag (geschätzt) | 20 – 35 Euro | 40 – 80 Euro |
| Aufnahmegebühr | 50 – 150 Euro | 100 – 200 Euro |
| Vorteile | Regulärer Zugang zur Abgabe | Ggf. bevorzugte Sortenwahl, höhere Verfügbarkeit |
| Stimmrecht | Ja | Ja |
Was kostet ein Gramm Cannabis im Social Club?
Der Grammpreis im Cannabis Social Club wird voraussichtlich zwischen 7 und 12 Euro liegen – je nach Sorte, Qualitätsstufe und den individuellen Betriebskosten des jeweiligen Clubs. Dieser Preis ist kein Verkaufspreis im klassischen Sinn, sondern eine Selbstkostenbeteiligung, da CSCs keinen Gewinn erzielen dürfen.
Preise nach Sorte und Qualitätsstufe
Wie bei jedem Anbau gibt es Qualitätsunterschiede. Einfachere Sorten mit weniger aufwendiger Pflege und kürzerer Blütezeit kosten weniger als exotische Genetiken mit langer Reifezeit und aufwendiger Klimasteuerung.
Orientierungswerte basierend auf Angaben verschiedener CSC-Initiativen:
- Standard-Sorten (z.B. Northern Lights, White Widow): geschätzt 7 – 9 Euro pro Gramm
- Premium-Sorten (z.B. Gorilla Glue, Amnesia Haze): geschätzt 9 – 12 Euro pro Gramm
- Haschisch (falls im Club-Sortiment): geschätzt 8 – 14 Euro pro Gramm
Die tatsächlichen Preise hängen stark von der Effizienz des Anbaus, der Stromversorgung und dem Standort ab. Clubs mit eigenem Solarstrom oder günstigen Gewerbemieten können niedrigere Grammpreise realisieren.
CSC-Preis vs. Schwarzmarkt und Cali-Weed
Der Vergleich zwischen Cannabis Social Club Preisen und Schwarzmarktpreisen zeigt: Auf den ersten Blick wirkt der CSC nicht unbedingt günstiger. Laut dem Europäischen Drogenbericht der EMCDDA lagen die Straßenpreise für Cannabis in Deutschland zuletzt bei etwa 8 bis 13 Euro pro Gramm – mit starken regionalen Schwankungen.
Sogenanntes „Cali Weed“ – importiertes Cannabis aus Kalifornien oder vergleichbare Premium-Sorten – wird auf dem Schwarzmarkt laut Szeneberichten für Preise zwischen 15 und 25 Euro pro Gramm gehandelt, teilweise sogar höher.
Der entscheidende Unterschied: Im CSC weißt du, was du bekommst. Laborgeprüftes Cannabis ohne Streckmittel, mit bekanntem Cannabinoid-Profil (also dem Gehalt an CBD, THC und weiteren Cannabinoiden) und Terpenprofil. Auf dem Schwarzmarkt ist das ein Glücksspiel. Und: Der Besitz von Schwarzmarkt-Cannabis bleibt zwar unter den Freigrenzen des KCanG straffrei, der Kauf auf dem Schwarzmarkt selbst ist es nicht.
Preisentwicklung: So könnten sich CSC-Kosten verändern
Da der deutsche CSC-Markt erst im Aufbau ist, werden sich die Preise in den kommenden Monaten und Jahren voraussichtlich bewegen. Erfahrungen aus Spanien und Uruguay zeigen: Mit steigender Professionalisierung und größeren Anbauflächen sinken die Produktionskosten pro Gramm. Gleichzeitig könnten behördliche Auflagen oder steigende Energiekosten die Preise stabilisieren oder nach oben treiben. Aktuell sind die Kosten noch stark von den hohen Anfangsinvestitionen der Clubs geprägt.
Abgabemengen und legale Besitzgrenzen
Das KCanG setzt klare Obergrenzen für die Abgabe und den Besitz von Cannabis. Diese Limits betreffen jeden CSC-Mitglied direkt und bestimmen, wie viel Cannabis du pro Monat maximal aus deinem Club beziehen kannst. Wer mehr möchte, muss zusätzlich auf Eigenanbau setzen.
Monatliche Höchstmengen im CSC
Laut § 19 Abs. 3 KCanG darf ein Cannabis Social Club pro Mitglied und Monat maximal 50 Gramm Cannabis abgeben. Pro Tag liegt die Höchstgrenze bei 25 Gramm. Für Mitglieder unter 21 Jahren gelten reduzierte Abgabemengen: maximal 30 Gramm pro Monat, mit einer THC-Obergrenze von 10 Prozent.
Tagesmenge, Mitführregelungen und Eigenanbau
Außerhalb der eigenen Wohnung darfst du laut KCanG maximal 25 Gramm Cannabis bei dir tragen. Zu Hause sind bis zu 50 Gramm erlaubt. Zusätzlich gestattet das Gesetz den privaten Eigenanbau von bis zu drei weiblichen Cannabispflanzen pro volljähriger Person. Beide Bezugsquellen – CSC und Eigenanbau – existieren parallel. Die Ernte aus dem Eigenanbau zählt nicht gegen die CSC-Abgabemenge, der Gesamtbesitz muss aber innerhalb der gesetzlichen Grenzen bleiben. Mehr dazu im Vergleich Eigenanbau versus CSC-Mitgliedschaft.
Kostenfaktoren im CSC-Betrieb: Wohin fließen die Beiträge?
Dein Mitgliedsbeitrag landet nicht in irgendwelchen Taschen – CSCs arbeiten ohne Gewinnerzielungsabsicht. Die Vereinsgebühren decken die realen Betriebskosten. Wer die Cannabis Social Club Kosten verstehen will, muss wissen, wofür das Geld tatsächlich draufgeht.
Anbaukosten, Miete und laufende Ausgaben
Die größten Kostenblöcke eines CSC sind:
- Miete: Geeignete Gewerbeflächen mit Sicherheitsinfrastruktur (Alarm, Zutrittskontrolle) sind teuer – besonders in Großstädten.
- Strom und Klima: Indoor-Anbau benötigt Beleuchtung, Belüftung und Klimasteuerung. Der Stromverbrauch ist einer der größten laufenden Posten.
- Anbaumaterial: Samen, Substrate, Dünger, Bewässerungssysteme und Ernteausrüstung.
- Personal: Gärtner, Verwaltung, ggf. Sicherheitspersonal und ein Suchtpräventionsbeauftragter.
- Versicherung und Verwaltung: Vereinshaftpflicht, Buchführung, behördliche Meldepflichten.
Wer darüber nachdenkt, selbst aktiv zu werden, findet in unserem Guide zum Cannabis Social Club selbst gründen Details zu den organisatorischen Anforderungen.
Suchtprävention als gesetzliche Pflichtausgabe
Das KCanG verpflichtet jeden Cannabis Social Club, einen Suchtpräventionsbeauftragten zu benennen und entsprechende Programme anzubieten. Diese Person muss eine fachliche Qualifikation nachweisen. Die Kosten für Schulungen, Beratungsangebote und die Vergütung des Beauftragten fließen direkt in die Mitgliedsbeiträge ein. Je nach Clubgröße kann dieser Posten mehrere tausend Euro pro Jahr ausmachen.
Vorteile und Nachteile der CSC-Mitgliedschaft
Lohnt sich ein Cannabis Social Club finanziell? Das hängt davon ab, was dir neben dem reinen Grammpreis wichtig ist. Qualitätskontrolle, Legalität und Gemeinschaft haben ihren Wert – kosten aber auch ihren Preis.
Vorteile: Qualität, Transparenz und Rechtssicherheit
- Laborgeprüfte Qualität: CSC-Cannabis wird kontrolliert angebaut. Viele Clubs streben Laboranalysen (COA – Certificate of Analysis) an, die das Cannabinoid-Profil, den THC-Gehalt und die Abwesenheit von Schwermetallen, Pestiziden und Schimmel bestätigen.
- Rechtssicherheit: Der Bezug über einen lizenzierten CSC ist nach KCanG vollständig legal. Kein Risiko einer Anzeige beim Kauf.
- Sortenvielfalt: Professionelle Clubs bauen mehrere Genetiken an. Du weißt genau, ob du eine Indica-dominante Sorte wie Northern Lights (eher entspannend) oder eine Sativa wie Amnesia Haze (eher aktivierend) erhältst.
- Community: CSCs sind Vereine. Du triffst Gleichgesinnte, kannst bei Mitgliederversammlungen mitbestimmen und den Anbau mitgestalten.
Nachteile: Wartelisten, Kosten und Einschränkungen
- Wartelisten: Die Nachfrage übersteigt das Angebot deutlich. Manche Clubs haben Wartezeiten von mehreren Monaten – Spontanität ist nicht vorgesehen.
- Laufende Kosten: Mitgliedsbeitrag fällt auch an, wenn du einen Monat nichts abnimmst. Das kann bei Gelegenheitskonsumenten ins Geld gehen.
- Mengenlimit: Maximal 50 Gramm pro Monat. Für die meisten Konsumenten reicht das, aber die starre Obergrenze lässt keinen Spielraum.
- Keine Lieferung: Cannabis darf nur vor Ort im Club abgeholt werden – kein Versand, keine Zustellung.
- Verfügbarkeit: Nicht jede Sorte ist jederzeit verfügbar. Die Ernte bestimmt den Rhythmus, nicht dein Wunschzettel.
Alternativen zum Cannabis Social Club
Ein CSC ist nur einer von mehreren legalen Wegen zu Cannabis in Deutschland. Je nach Budget, Konsumverhalten und persönlicher Situation gibt es Alternativen, die finanziell oder praktisch besser passen können.
Eigenanbau zu Hause: Kosten und Legalität
Seit dem 1. April 2024 dürfen volljährige Personen in Deutschland bis zu drei weibliche Cannabispflanzen zum Eigenkonsum anbauen. Die Startkosten liegen – je nach Setup – bei etwa 150 bis 500 Euro für Samen, Erde, Töpfe, Beleuchtung und Dünger. Outdoor-Anbau auf Balkon oder im Garten ist deutlich günstiger als ein Indoor-Setup mit Growzelt.
Langfristig kann der Cannabis-Eigenanbau die kostengünstigste Variante sein. Eine einzelne Pflanze kann unter guten Bedingungen 20 bis 100 Gramm pro Ernte liefern. Die Lernkurve ist allerdings steil: Ohne Grow-Wissen riskierst du Ernteausfälle, Schimmel oder minderwertiges Ergebnis.
Medizinisches Cannabis aus der Apotheke
Wer eine ärztliche Verordnung hat, kann Cannabis auch über die Apotheke beziehen. Die Apothekenpreise für medizinisches Cannabis liegen aktuell bei etwa 8 bis 25 Euro pro Gramm – abhängig von Sorte und Apotheke. Seit 2024 ist Cannabis kein Betäubungsmittel mehr und kann per normalem Rezept verordnet werden.
Über Cannabis-Rezepte per Telemedizin ist der Zugang niedrigschwelliger als noch vor einigen Jahren. Der Nachteil: Die Kosten werden von der Krankenkasse nur in wenigen Fällen übernommen. Ohne Kostenübernahme zahlst du den vollen Apothekenpreis plus Rezeptgebühren.
Cannabis Social Clubs in deiner Stadt finden
Die Zahl der lizenzierten Cannabis Social Clubs in Deutschland wächst – aber langsam. Die behördlichen Genehmigungsverfahren dauern, und nicht jede Vereinsgründung führt zu einer Lizenz. Aktuell konzentrieren sich die meisten CSC-Initiativen auf Großstädte und Ballungsräume.
Städte mit aktiven CSC-Initiativen oder bereits lizenzierten Clubs (Stand Mitte 2025):
- Berlin: Mehrere Clubs in verschiedenen Bezirken, teilweise mit Wartelisten von über 1.000 Interessenten.
- Hamburg, Köln, München: Jeweils mehrere Initiativen in unterschiedlichen Genehmigungsphasen.
- Nürnberg, Leipzig, Dortmund: Kleinere Clubs, oft mit regionalem Fokus und engerer Community.
- Ländliche Regionen: Hier sind CSCs noch selten – die Nachfrage ist da, aber geeignete Gewerbeflächen und genügend Gründungsmitglieder fehlen oft.
So findest du einen Club in deiner Nähe:
- Prüfe das offizielle Vereinsregister deiner Stadt oder deines Bundeslandes.
- Suche in lokalen Cannabis-Foren und Social-Media-Gruppen nach CSC-Initiativen.
- Achte auf die behördliche Lizenz: Nur Clubs mit offizieller Genehmigung dürfen legal Cannabis abgeben.
Eine zentrale Übersicht über alle CSCs bietet unser Ratgeber zu Cannabis Social Clubs in Deutschland. Dort findest du auch Hinweise zur Seriosität und worauf du bei der Clubwahl achten solltest.
Cannabis Social Club Kosten: Lohnt sich die Mitgliedschaft wirklich?
Die ehrliche Antwort: Es kommt auf dein Konsumverhalten an. Für regelmäßige Konsumenten, die Wert auf Qualität und Legalität legen, rechnet sich eine CSC-Mitgliedschaft oft. Für Gelegenheitskonsumenten können die fixen Vereinsgebühren den Grammpreis spürbar in die Höhe treiben.
Ein konkretes Rechenbeispiel verdeutlicht das:
| Kostenfaktor | CSC-Mitgliedschaft (geschätzt) | Eigenanbau (3 Pflanzen, Indoor) | Apotheke (Privatrezept) |
|---|---|---|---|
| Einmalige Kosten | 50 – 200 Euro (Aufnahme) | 200 – 500 Euro (Starter-Set) | Arztkosten: 30 – 80 Euro (Telemedizin) |
| Laufende Kosten/Monat | 20 – 50 Euro (Beitrag) | 20 – 50 Euro (Strom, Dünger) | Rezeptgebühr + Apothekenpreis |
| Grammpreis | ca. 7 – 12 Euro | ca. 1 – 4 Euro (nach Anfangsinvestition) | ca. 8 – 25 Euro |
| Qualitätskontrolle | Laboranalysen möglich | Eigenverantwortung | Pharmazeutische Qualität |
| Verfügbarkeit | Abhängig von Ernte | Abhängig von Grow-Zyklus | Sofort (sofern auf Lager) |
| Rechtssicherheit | Voll legal (mit Lizenz) | Legal (bis 3 Pflanzen) | Voll legal (mit Rezept) |
Bei einem geschätzten Konsum von 20 Gramm pro Monat und einem CSC-Grammpreis von 9 Euro landest du bei etwa 180 Euro Cannabis-Kosten plus 30 Euro Mitgliedsbeitrag – macht rund 210 Euro monatlich. Der gleiche Konsum über Eigenanbau wäre nach der Anfangsinvestition deutlich günstiger, erfordert aber Zeit und Know-how. Die Apotheke ist bei Privatverordnung die teuerste Option, bietet dafür aber pharmazeutische Qualität.
Wer die Cannabis Social Club Kosten realistisch einschätzt und den Mehrwert von Qualitätskontrolle, Gemeinschaft und Rechtssicherheit einpreist, bekommt mehr als nur Gramm für Euro. Was Cannabis generell rechtlich bedeutet, kannst du in unserem Rechtsratgeber nachlesen.
Häufige Fragen zu Cannabis Social Club Kosten
Was kostet ein Cannabis Social Club im Monat?
Die monatlichen CSC-Kosten setzen sich aus dem Mitgliedsbeitrag (ca. 20-50 Euro) und dem Grammpreis für abgenommenes Cannabis zusammen. Bei einem Konsum von 20 Gramm und einem Grammpreis von 9 Euro ergibt das geschätzte Gesamtkosten von 200 bis 230 Euro pro Monat. Ohne Cannabis-Abnahme zahlst du nur den Vereinsbeitrag.
Wie viel kostet 1 Gramm im Cannabis Club?
Ein Gramm Cannabis im Social Club wird voraussichtlich zwischen 7 und 12 Euro kosten. Die genaue Preisgestaltung hängt von der Sorte, den Anbaukosten und dem jeweiligen Club ab. Premium-Genetiken können am oberen Ende liegen, Standard-Sorten eher am unteren.
Kann man mehreren Cannabis Clubs beitreten?
Nein. Das KCanG verbietet Doppelmitgliedschaften ausdrücklich. Du darfst zu jedem Zeitpunkt nur Mitglied in genau einem Cannabis Social Club sein. Bei einem Wechsel musst du erst aus dem alten Club austreten.
Gibt es kostenlose Cannabis Social Clubs?
Nein, komplett kostenlose CSCs gibt es nicht. Da Cannabis Social Clubs ihren Anbau, ihre Räumlichkeiten und gesetzlich vorgeschriebene Suchtpräventionsprogramme finanzieren müssen, sind Mitgliedsbeiträge unvermeidbar. Einige Clubs verzichten auf die Aufnahmegebühr – der Monatsbeitrag bleibt jedoch bestehen.








