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Die HHC Herstellung erfolgt in der Regel durch einen chemischen Prozess namens Hydrierung, bei dem Wasserstoffatome an ein THC- oder CBD-Molekül gebunden werden. Obwohl Hexahydrocannabinol (HHC) natürlich in der Cannabispflanze vorkommt, sind die Mengen so gering, dass eine kommerzielle Gewinnung daraus nicht wirtschaftlich ist. Deshalb gilt HHC als halbsynthetisches Cannabinoid.

Rechtlicher Hinweis: HHC und dessen Derivate (darunter auch 10-OH-HHC, THCP, Delta-8-THC und Delta-10-THC) sind seit dem 27. Juni 2024 in Deutschland gemäß dem Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz (NpSG) verboten. Verkauf, Erwerb, Besitz und Herstellung sind seitdem strafbar. CBD-DEAL24 verkauft keine Produkte mit diesen Wirkstoffen. Dieser Artikel dient ausschließlich der wissenschaftlichen Information und richtet sich an Personen ab 18 Jahren.

HHC hat den Markt im Sturm erobert, doch fundiertes Wissen ist die Basis für einen verantwortungsbewussten Genuss. In unserem großen HHC-Guide findest du alle Details zur Herstellung, den verschiedenen Varianten und der aktuellen Rechtslage. Zum HHC Ratgeber

Das Wichtigste in Kürze

  • HHC wird durch Hydrierung von THC oder CBD hergestellt - ein Verfahren, das bereits 1944 von Roger Adams patentiert wurde.
  • In der Cannabispflanze kommt HHC nur in Spuren vor, weshalb es für den Markt chemisch synthetisiert werden muss.
  • Bei der HHC Herstellung entstehen zwei Stereoisomere: 9R-HHC (psychoaktiv) und 9S-HHC (kaum aktiv).
  • HHC ist seit dem 27. Juni 2024 in Deutschland durch das NpSG verboten - Verkauf, Besitz und Herstellung sind strafbar.

Ist HHC chemisch oder natürlich?

Illustration zweier Cannabinoid-Molekülstrukturen im Vergleich – eine mit Doppelbindungen, eine gesättigt
THC (links) besitzt Doppelbindungen im Cyclohexenring – bei HHC (rechts) sind diese durch Hydrierung in Einfachbindungen umgewandelt.

HHC (Hexahydrocannabinol) ist beides – und genau das macht die Einordnung kompliziert. Der Wirkstoff kommt natürlich in der Cannabispflanze vor, allerdings nur in Spuren. Für kommerzielle Produkte wurde HHC daher chemisch hergestellt, weshalb die Bezeichnung „halbsynthetisches Cannabinoid“ am treffendsten ist.

Chemisch betrachtet ist HHC eine hydrierte Form von THC. Der Unterschied: Anstelle der Doppelbindungen im THC-Molekül enthält HHC ausschließlich Einfachbindungen zwischen den Kohlenstoffatomen. Diese Sättigung mit Wasserstoff verändert die Molekülstruktur und damit auch die Eigenschaften des Cannabinoids. Laut einer Übersichtsarbeit im Journal of Cannabis Research zeigt HHC eine THC-ähnliche Affinität zu den CB1-Rezeptoren im Endocannabinoid-System, wobei die Potenz je nach Isomer variiert.[1]

Wie auch die THC-Isomere Delta-8-THC und Delta-10-THC kam HHC in der Natur nur in sehr geringen Mengen vor. Eine direkte Extraktion aus der Pflanze wäre technisch möglich, aber wirtschaftlich sinnlos – die Ausbeute liegt im Bereich von Bruchteilen eines Prozents. Wer sich für die Wirkung von HHC und die Unterschiede zu THC interessiert, findet in unserem Ratgeber detaillierte Informationen.

Natürliches Vorkommen von HHC in der Cannabispflanze

HHC wurde erstmals als natürlicher Bestandteil von Cannabis-Samen und -Pollen identifiziert. Die Konzentrationen sind dabei so minimal, dass sie analytisch nur mit hochempfindlichen Verfahren wie der Gaschromatographie-Massenspektrometrie (GC-MS) nachweisbar sind. Im Vergleich: Während THC in bestimmten Cannabissorten bis zu 30% des Trockengewichts ausmachen kann, liegt der HHC-Anteil in der Pflanze im niedrigen Promillebereich.

HHC-Varianten: 9R-HHC und 9S-HHC (Stereochemie)

Bei der HHC Herstellung entstehen zwei Stereoisomere – also Moleküle mit identischer chemischer Formel, aber unterschiedlicher räumlicher Anordnung. Das hat direkte Konsequenzen für die pharmakologische Aktivität:

Eigenschaft 9R-HHC 9S-HHC
Räumliche Struktur Methylgruppe in axialer Position Methylgruppe in äquatorialer Position
CB1-Rezeptor-Affinität Hoch Gering
Psychoaktivität Vergleichbar mit Delta-9-THC Kaum psychoaktiv
Anteil im Endprodukt Variabel (abhängig vom Katalysator) Variabel

Laut einer im Fachjournal Molecules veröffentlichten Analyse beeinflusst das Verhältnis von 9R-HHC zu 9S-HHC im Endprodukt die Gesamtpotenz erheblich.[2] Da dieses Verhältnis je nach Herstellungsbedingungen schwankte, war die Wirkstärke von HHC-Produkten schwer vorhersagbar. Ein Punkt, der die Risikobewertung zusätzlich erschwerte.

Wie wird HHC hergestellt?

Vierstufiger Prozessablauf der Hydrierung vom Ausgangsstoff Cannabis bis zum aufgereinigten HHC-Produkt
Der Hydrierungsprozess erfordert Ausgangsstoff, Wasserstoffgas, Metallkatalysator und einen Hochdruckreaktor.

HHC wird durch Hydrierung hergestellt – ein chemisches Verfahren, bei dem Wasserstoffatome unter hohem Druck und mithilfe von Metallkatalysatoren an ein Cannabinoid-Molekül addiert werden. Dabei brechen die Doppelbindungen im THC auf und werden durch Einfachbindungen mit Wasserstoff ersetzt.

Entdeckt hat dieses Verfahren der amerikanische Chemiker Roger Adams bereits 1944. In seinem Patent beschrieb er die Hydrierung von Delta-9-THC unter Verwendung von Platin als Katalysator. Der Prozess erfordert:

  • Einen Ausgangsstoff (konzentriertes THC oder CBD)
  • Hochreinen Wasserstoff (H₂)
  • Einen Metallkatalysator (Palladium auf Aktivkohle, Platin, Nickel, Rhodium oder Ruthenium)
  • Einen Hochdruckreaktor mit präziser Temperaturkontrolle

Wenn konzentriertes THC diesem Verfahren ausgesetzt wird, brechen die Doppelbindungen im Cyclohexenring auf, und die freien Bindungsstellen werden mit Wasserstoffatomen gesättigt. Das Ergebnis: ein stabileres Molekül mit verändertem pharmakologischem Profil. Laut dem Wikipedia-Eintrag zu Hexahydrocannabinol wird als Katalysator häufig Palladium auf Aktivkohle (Pd/C) verwendet, da es eine hohe Selektivität bei moderaten Reaktionsbedingungen ermöglicht.[4]

Gut zu wissen: Die Hydrierung ist kein Prozess für Hobbychemiker. Sie erfordert Laborausrüstung, fundiertes Fachwissen in organischer Chemie und strikte Sicherheitsvorkehrungen. Der Umgang mit Wasserstoff unter Hochdruck birgt erhebliche Explosionsgefahr.

Alternative Methoden zur HHC Herstellung

Während Roger Adams HHC ursprünglich aus Delta-9-THC gewann, setzten die meisten HHC-Hersteller auf einen anderen Ausgangsstoff: CBD aus THC-armen Nutzhanfpflanzen. Der HHC-Herstellungsprozess über CBD umfasst dabei mehrere Schritte.

Zunächst wird CBD aus der Cannabispflanze extrahiert und als CBD-Isolat aufgereinigt. Anschließend erfolgt eine säurekatalysierte Isomerisierung – eine Art künstlicher Magensaft wandelt CBD in Delta-9-THC oder Delta-8-THC um. Erst danach wird das entstandene THC durch Hydrierung zu HHC konvertiert. Nach der eigentlichen Synthese folgen Destillation und chromatographische Aufreinigung, um Nebenprodukte, Katalysatorreste und unerwünschte Isomere zu entfernen.

Qualitätsstandards und Reinheit bei der HHC Herstellung

Die Qualität des Endprodukts hing entscheidend von der Reinheit der Ausgangsstoffe und der Präzision des Herstellungsprozesses ab. Problematisch: Bei der mehrstufigen Cannabinoid-Synthese von CBD über THC zu HHC konnten Verunreinigungen entstehen – darunter Katalysatorrückstände (Schwermetalle wie Palladium oder Nickel), unbekannte Nebenprodukte der Isomerisierung und schwankende 9R/9S-Verhältnisse.

Seriöse Hersteller ließen ihre Produkte durch unabhängige Labore auf Cannabinoid-Profil, Schwermetalle und Lösungsmittelrückstände testen. Ein Analysezertifikat (COA) war dabei das Mindestkriterium. Ohne diese Transparenz war die tatsächliche Zusammensetzung eines HHC-Produkts für den Endverbraucher nicht nachvollziehbar.

Hydrierung - ein Verfahren nicht nur zur HHC Herstellung

Die Hydrierung ist ein Standardverfahren der chemischen Industrie, das weit über die Cannabinoid-Synthese hinausgeht. Du begegnest hydrierten Produkten im Alltag häufiger, als du denkst: Margarine entsteht durch Hydrierung pflanzlicher Öle, und auch in der Pharmazie ist das Verfahren etabliert.

Das Prinzip bleibt immer gleich – ungesättigte Verbindungen werden durch Anlagerung von Wasserstoff in gesättigte Verbindungen überführt. Bei Speisefetten erhöht das die Streichfähigkeit und Haltbarkeit. Bei Cannabinoiden verändert es die dreidimensionale Struktur und damit die Rezeptorbindung.

Interessant: Auch H4CBD entsteht durch Hydrierung – in diesem Fall wird CBD statt THC hydriert. Das resultierende Molekül unterscheidet sich strukturell von HHC, zeigt aber ein ähnliches Prinzip der chemischen Modifikation. Trotz des industriell etablierten Verfahrens unterscheidet sich HHC erheblich von rein synthetischen Cannabinoidmimetika (wie den sogenannten „Spice“-Verbindungen), die keine strukturelle Verwandtschaft mit natürlichen Pflanzen-Cannabinoiden aufweisen.

HHC Herstellung, Rechtslage und Einordnung seit 2024

Die HHC Herstellung basiert auf einem chemischen Prozess namens Hydrierung, bei dem THC oder CBD als Ausgangsstoff dient. Obwohl HHC natürlich in der Cannabispflanze vorkommt, reichen die Spuren nicht für eine kommerzielle Gewinnung. Damit ist HHC ein halbsynthetisches Cannabinoid – natürlich im Vorkommen, synthetisch in der Produktion.

Seit dem 27. Juni 2024 ist HHC in Deutschland durch das Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz (NpSG) verboten. Das betrifft Verkauf, Erwerb, Besitz und Herstellung gleichermaßen. Auch Derivate wie 10-OH-HHC wurden mittlerweile dem NpSG unterstellt. Wer sich über die gesundheitlichen Risiken informieren möchte, findet in unserem Artikel zu HHC Nebenwirkungen eine sachliche Übersicht. Unser HHC Ratgeber bietet weiterführende Informationen zu allen Aspekten dieses Cannabinoids.

Hinweis: Dieser Artikel dient der wissenschaftlichen Aufklärung über den chemischen Herstellungsprozess von HHC. Er stellt keine Anleitung zur Eigenherstellung dar und enthält keine Kauf- oder Konsumempfehlungen. HHC-Produkte sind in Deutschland nicht legal erhältlich.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Wie wird HHC hergestellt?

HHC wird durch Hydrierung hergestellt - dabei werden Wasserstoffatome unter hohem Druck und mithilfe von Metallkatalysatoren an ein THC- oder CBD-Molekül gebunden. Eine direkte Gewinnung aus der Cannabispflanze ist aufgrund des geringen natürlichen Vorkommens wirtschaftlich nicht möglich. Man spricht daher von einem halbsynthetischen Cannabinoid.

Ist HHC künstlich?

HHC kommt zwar natürlich in der Cannabispflanze vor, allerdings nur in Spuren. Für die kommerzielle Nutzung wurde HHC chemisch durch Hydrierung von THC oder CBD synthetisiert. Die korrekte Bezeichnung ist daher "halbsynthetisch" - der Wirkstoff existiert in der Natur, wird aber im Labor produziert.

Wird HHC aus CBD hergestellt?

Ja, die meisten Hersteller nutzten CBD aus Nutzhanf als Ausgangsstoff. CBD wird dabei zunächst durch säurekatalysierte Isomerisierung in THC umgewandelt und anschließend durch Hydrierung zu HHC konvertiert. Dieses mehrstufige Verfahren war gängiger als die direkte Hydrierung von THC.

Wo wird HHC hergestellt?

HHC wurde vorwiegend in Laboren in der Schweiz, Tschechien und den USA produziert, da dort zeitweise weniger restriktive Rahmenbedingungen galten. Seit den zunehmenden Verboten in der EU hat sich die Produktion weitgehend in regulatorische Grauzonen verlagert.

Wie entsteht 10-OH-HHC?

10-OH-HHC (10-Hydroxy-HHC) ist ein Hydroxyderivat von HHC. Es entsteht durch Oxidation von HHC, wobei eine Hydroxylgruppe (-OH) an der C10-Position des Moleküls eingefügt wird. 10-OH-HHC wurde nach dem HHC-Verbot kurzzeitig als Alternative vermarktet, ist jedoch seit 2025 ebenfalls durch das NpSG in Deutschland verboten.

Wie lautet die chemische Formel von HHC?

Die Summenformel von HHC lautet C₂₁H₃₂O₂ (Molekulargewicht: 316,48 g/mol). Im Vergleich dazu hat Delta-9-THC die Formel C₂₁H₃₀O₂ - der Unterschied von zwei zusätzlichen Wasserstoffatomen im HHC-Molekül spiegelt die Hydrierung der Doppelbindung wider.[4]

Wie werden HHC Blüten hergestellt?

HHC Blüten wurden hergestellt, indem CBD-haltige Nutzhanfblüten mit einem HHC-Destillat besprüht oder darin getränkt wurden. Es handelte sich also nicht um Blüten einer HHC-produzierenden Pflanze, sondern um nachträglich mit dem Wirkstoff angereicherte CBD-Blüten.

Wie lange ist die HHC Haltbarkeit?

Aufgrund der gesättigten Molekülstruktur (keine Doppelbindungen) galt HHC als oxidationsstabiler und damit länger haltbar als THC. Die Hydrierung macht das Molekül weniger anfällig für den Abbau durch Licht, Hitze und Sauerstoff.[4]

Kris Pribicevic ist ein renommierter CBD-Experte mit hunderten veröffentlichten Artikeln zu CBD & Cannabis. Als anerkannte Autorität in Deutschland ist er eine treibende Kraft in der Branche.

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