1Fe-LSD vs 1BP-LSD – zwei LSD-Derivate der neuesten Generation, die sich chemisch deutlich unterscheiden, in ihrer Wirkung aber überraschend nah beieinander liegen. Beide gelten als Prodrugs von LSD-25, nutzen jedoch völlig verschiedene Molekülgruppen an der N1-Position des Lysergamid-Grundgerüsts. Dieser Vergleich ordnet Chemie, Wirkprofil, Dosierung und die aktuelle Rechtslage in Deutschland wissenschaftlich ein – damit du eine fundierte Entscheidung treffen kannst.
LSD-Derivate: Das Katz-und-Maus-Spiel
Seit über einem Jahrzehnt entwickeln Chemiker neue LSD-Analoga, sobald der Gesetzgeber bestehende Substanzen reguliert. Dieser Kreislauf hat eine ganze Familie von Lysergamid-Derivaten hervorgebracht – von 1P-LSD über 1cP-LSD bis zu den aktuellen Vertretern 1Fe-LSD und 1BP-LSD.
Das Prinzip dahinter ist bei allen gleich: An der N1-Position des LSD-Moleküls wird eine chemische Gruppe angehängt. Diese Modifikation erzeugt formal eine neue Substanz, die (noch) nicht unter bestehende Verbote fällt. Im Körper wird die Gruppe dann abgespalten – übrig bleibt LSD-25. Genau das meint der Begriff Prodrug: eine Vorstufe, die erst durch Metabolisierung zum eigentlichen Wirkstoff wird.[6]
Was diesen Mechanismus so interessant macht: Obwohl alle Lysergamid-Prodrugs letztlich zu LSD-25 konvertieren, berichten Anwender durchaus von Unterschieden im Onset, im Body Load und in der subjektiven Trip-Qualität. Ob das an der Konversionsrate liegt, an zusätzlichen Metaboliten oder schlicht am Placebo-Effekt – das ist wissenschaftlich bisher nicht geklärt. Der Markt für Research Chemicals wächst trotzdem weiter, und 1Fe-LSD sowie 1BP-LSD sind die jüngsten Vertreter dieser Entwicklung.[9]
1Fe-LSD: Steckbrief, Chemie & Wirkung

1Fe-LSD (auch als Eisen-LSD-Derivat bezeichnet) ist ein Lysergamid-Prodrug, das als direkter Nachfolger von 1D-LSD auf den Markt kam. Die Besonderheit: Es ist das erste LSD-Derivat, das ein Metallocen – genauer eine Ferrocen-Einheit – in seiner Struktur trägt. Damit unterscheidet es sich grundlegend von allen bisherigen LSD-Analoga, die rein organische Substituenten verwenden.
Chemische Struktur von 1Fe-LSD
Der vollständige chemische Name lautet 1-(Ferrocencarbonyl)-LSD. An der N1-Position des Lysergamid-Gerüsts sitzt eine Ferrocencarbonsäure-Gruppe – ein sogenanntes Sandwich-Komplex aus zwei Cyclopentadienyl-Ringen mit einem Eisenatom dazwischen.[10]
Ferrocen ist in der medizinischen Chemie kein Unbekannter. Die Verbindung gilt als stabil, lipophil und wird in der pharmazeutischen Forschung bereits als Trägermolekül untersucht. Die Summenformel von 1Fe-LSD (C₃₁H₃₃FeN₃O₂) zeigt den deutlichen Größenunterschied zum LSD-Grundmolekül. Das höhere Molekulargewicht beeinflusst vermutlich die Absorptionskinetik – was den langsameren Wirkungseintritt erklären könnte, den viele Anwender beschreiben.
Wirkung und Erfahrungsberichte zu 1Fe-LSD
Als Prodrug wird 1Fe-LSD im Körper zu LSD-25 metabolisiert. Der Trip ähnelt daher dem klassischen LSD-Erlebnis – mit einigen Nuancen, die in Erfahrungsberichten konsistent auftauchen.
Anwender beschreiben einen graduellen Onset von 60-90 Minuten, der sanfter einsetzt als bei 1cP-LSD oder 1V-LSD. Die Gesamtwirkdauer liegt bei 8-12 Stunden. Häufig genannte Merkmale: klare visuelle Effekte, ein als „smooth“ beschriebenes Headspace und ein moderater Body Load in der Aufkommphase.
1BP-LSD: Steckbrief, Chemie & Wirkung
1BP-LSD (Boronsäure-LSD) nutzt einen völlig anderen chemischen Ansatz als 1Fe-LSD. Statt eines Metallocens trägt es eine Bor-haltige Gruppe an der N1-Position. Auch 1BP-LSD funktioniert als Prodrug von LSD-25 und tauchte 2024 als Alternative zu den zuvor populären LSD-Derivaten im Research-Chemical-Markt auf.
Chemische Struktur von 1BP-LSD
Der vollständige Name lautet 1-(4-(4,4,5,5-Tetramethyl-1,3,2-dioxaborolan-2-yl)butanoyl)-LSD. Die funktionelle Gruppe ist ein Pinakolboronat-Ester – eine in der organischen Chemie weit verbreitete Bor-Verbindung, die unter anderem in Suzuki-Kupplungsreaktionen Verwendung findet.[11]
Die Summenformel C₃₀H₄₂BN₃O₄ zeigt: 1BP-LSD ist ein großes Molekül mit einem Molekulargewicht, das deutlich über dem von LSD-25 liegt. Der Boronat-Ester ist über eine Butanoyl-Brücke mit dem Lysergamid verbunden. Diese Brücke könnte die Hydrolyse im Körper erleichtern und den schnelleren Wirkungseintritt erklären, den Anwender im Vergleich zu 1Fe-LSD berichten.
Boronsäure-Anteil: Sicherheitsbedenken?
Eine Frage, die in der Community immer wieder auftaucht: Ist die Boronsäure-Komponente bedenklich? Boronsäure-Derivate werden in der Pharmakologie tatsächlich breit eingesetzt – der Krebswirkstoff Bortezomib ist ein prominentes Beispiel. In den Mengen, die bei einer einzelnen Anwendung von 1BP-LSD freigesetzt werden (Mikrogramm-Bereich), liegt die Bor-Exposition weit unter toxikologisch relevanten Schwellenwerten.[12]
Allerdings fehlen auch hier spezifische Studien zur Langzeitsicherheit bei wiederholter Exposition über ein LSD-Prodrug. Die theoretische Unbedenklichkeit einzelner Komponenten ersetzt keine klinische Prüfung der Gesamtsubstanz.
1Fe-LSD vs. 1BP-LSD: Direktvergleich
Beide Substanzen sind Prodrugs von LSD-25. Die entscheidende Frage: Unterscheiden sie sich in der Praxis? Die kurze Antwort: Ja, aber subtil. Die Unterschiede betreffen vor allem Onset, Body Load und die ersten 90 Minuten des Trips. Sobald die volle Wirkung einsetzt, berichten die meisten Anwender von einem klassischen LSD-Erlebnis.
| Eigenschaft | 1Fe-LSD | 1BP-LSD |
|---|---|---|
| Substituent an N1 | Ferrocencarbonsäure | Pinakolboronat-Ester |
| Onset (Anwenderberichte) | 60-90 Minuten | 45-75 Minuten |
| Gesamtwirkdauer | 8-12 Stunden | 8-11 Stunden |
| Body Load (Come-up) | Moderat | Gering bis moderat |
| Visuelle Effekte | Klar, detailreich | Klar, fließend |
| Mentale Qualität | Reflektiv, tiefgehend | Leicht, klar |
| Aktueller Rechtstatus (DE) | Nicht gelistet (Grauzone) | Nicht gelistet (Grauzone) |
Onset, Wirkungsdauer & Trip-Verlauf
Der auffälligste Unterschied in Anwenderberichten: 1Fe-LSD braucht länger, bis es ankommt. Das schwerere Ferrocen-Molekül muss erst abgespalten werden, bevor LSD-25 verfügbar ist. Typischer Onset: 60-90 Minuten, manchmal länger. Bei 1BP-LSD geht es schneller – 45-75 Minuten sind die häufigste Angabe. Die Gesamtwirkdauer ist bei beiden vergleichbar, wobei 1Fe-LSD-Trips tendenziell 30-60 Minuten länger nachhallen können.
Visuelle Effekte und mentale Qualität
Beide Derivate erzeugen die für LSD typischen visuellen Effekte: geometrische Muster, Farbintensivierung, fraktale Strukturen. In Erfahrungsberichten beschreiben Anwender 1Fe-LSD häufiger als „introspektiv“ und „tiefgehend“, während 1BP-LSD öfter mit Begriffen wie „klar“, „leicht“ und „kreativ“ assoziiert wird. Ob diese Unterschiede substanzbedingt sind oder auf Set und Setting zurückgehen – das lässt sich ohne kontrollierte Studien nicht beantworten.
Body Load im Vergleich
Body Load – also körperliche Empfindungen wie Magenunbehagen, Muskelspannung oder Temperaturwechsel – ist bei LSD-Derivaten ein häufiges Thema. Anwender berichten, dass 1Fe-LSD in der Aufkommphase einen spürbareren Body Load erzeugt als 1BP-LSD. Das könnte am Ferrocen-Metaboliten liegen. 1BP-LSD wird mehrheitlich als körperlich angenehmer im Come-up beschrieben. Nach dem Onset-Plateau gleichen sich die Erfahrungen laut Community-Berichten weitgehend an.
Dosierung: 1Fe-LSD und 1BP-LSD
Da beide Derivate als Prodrugs zu LSD-25 konvertieren, orientieren sich die Dosierungsbereiche an den bekannten LSD-Werten – mit einem Aufschlag, der das höhere Molekulargewicht und die unvollständige Konversion berücksichtigt. Die genaue Umrechnungsrate ist für keine der beiden Substanzen klinisch bestimmt.
| Dosierungsbereich | 1Fe-LSD (Anwenderberichte) | 1BP-LSD (Anwenderberichte) |
|---|---|---|
| Schwellenbereich | 15-30 µg | 15-25 µg |
| Leichte Erfahrung | 50-75 µg | 40-65 µg |
| Moderate Erfahrung | 100-150 µg | 75-125 µg |
| Starke Erfahrung | 150-225 µg | 125-200 µg |
Microdosing mit 1Fe-LSD und 1BP-LSD
Microdosing – also die Einnahme sub-perzeptueller Dosen – hat sich in der Psychedelika-Community als eigene Anwendungsform etabliert. Typische Microdosing-Bereiche liegen bei beiden Derivaten im Bereich von 5-15 µg, eingenommen alle 2-3 Tage.
In der Praxis zeigt sich: 1BP-LSD wird für Microdosing häufiger gewählt, weil der schnellere Onset eine bessere Einschätzung der Wirkung ermöglicht. Bei 1Fe-LSD berichten manche Anwender, dass die Effekte erst nach 2-3 Stunden spürbar werden – das erschwert die Feinjustierung.
Sicherheit, Toxizität & Harm Reduction
Weder 1Fe-LSD noch 1BP-LSD wurden jemals in klinischen Studien am Menschen untersucht. Alles, was wir über ihre Sicherheit wissen, leitet sich von der LSD-25-Forschung ab – und selbst dort sind die Daten begrenzt. LSD-25 selbst hat laut der verfügbaren Literatur eine vergleichsweise hohe therapeutische Breite und keine bekannte letale Dosis beim Menschen.[7] Ob das 1:1 auf die Prodrugs übertragbar ist, bleibt offen.
Die Metaboliten beider Substanzen – Ferrocencarbonsäure bei 1Fe-LSD, Pinakolboronsäure bei 1BP-LSD – sind einzeln in den freigesetzten Mengen vermutlich unbedenklich. Aber „vermutlich unbedenklich“ ist kein Sicherheitsnachweis.
Wenn du dich informiert für den Konsum einer dieser Substanzen entscheidest, sind folgende Harm-Reduction-Grundsätze relevant:
- Set und Setting: Psychische Verfassung und Umgebung beeinflussen das Erlebnis massiv. Nie in instabilen emotionalen Zuständen, nie in unkontrollierten Umgebungen.
- Tripsitter: Eine nüchterne Vertrauensperson sollte anwesend sein – besonders bei höheren Dosierungen.
- Reagenz-Tests: Ehrlich-Reagenz und Hofmann-Reagenz können Lysergamide identifizieren. Sie bestätigen keine Reinheit, aber zumindest die Substanzklasse.
- Keine Mischung: Kein Alkohol, keine MAO-Hemmer, keine Stimulanzien, kein Cannabis in der Aufkommphase.
- Psychiatrische Vorgeschichte: Bei familiärer Belastung mit Psychosen oder bipolaren Störungen raten Fachleute dringend von psychedelischen Substanzen ab.[8]
Rechtslage in Deutschland 2026
Nach aktuellem Stand sind weder 1Fe-LSD noch 1BP-LSD explizit im Betäubungsmittelgesetz (BtMG) oder im Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz (NpSG) gelistet. Beide Substanzen befinden sich in einer rechtlichen Grauzone – vergleichbar mit der Situation, die zuvor 1P-LSD, 1cP-LSD und 1V-LSD hatten, bevor sie dem NpSG unterstellt wurden.
Das NpSG erfasst Stoffgruppen durch sogenannte Generalklauseln. Die Frage, ob die Ferrocen-Gruppe von 1Fe-LSD oder die Boronat-Gruppe von 1BP-LSD unter die bestehenden Lysergamid-Definitionen fallen, ist juristisch umstritten. Einzelne Rechtsexperten argumentieren, dass die organometallische Struktur von 1Fe-LSD außerhalb der aktuellen Stoffgruppen-Definition liegt. Eine höchstrichterliche Klärung steht aus.
Preise & Verfügbarkeit in deutschen Shops
Beide Derivate sind in deutschen Smartshops erhältlich, die sich auf Research Chemicals spezialisiert haben. Die Preise variieren je nach Anbieter, Darreichungsform (Blotter, Tropfen, Pellets) und Dosierung pro Einheit.
1Fe-LSD ist als neueres Derivat tendenziell etwas teurer als 1BP-LSD – die Ferrocen-Synthese ist aufwendiger als die Boronat-Chemie. In der Praxis liegen die Preisunterschiede pro Blotter aber oft im Bereich weniger Euro.
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1Fe-LSD oder 1BP-LSD: Welches passt zu dir?
Die Wahl zwischen 1Fe-LSD und 1BP-LSD hängt nicht davon ab, welches „besser“ ist – beide konvertieren zu LSD-25. Entscheidend sind deine persönlichen Präferenzen und der geplante Kontext.
1BP-LSD könnte eher passen, wenn du:
- einen schnelleren, besser planbaren Onset bevorzugst
- empfindlich auf Body Load reagierst
- Microdosing ausprobieren möchtest und präzise Wirkungskontrolle brauchst
1Fe-LSD könnte eher passen, wenn du:
- einen graduellen, sanften Einstieg in den Trip schätzt
- ein als „tiefgehend“ und introspektiv beschriebenes Profil bevorzugst
- bereits Erfahrung mit Lysergamiden hast und längere Sessions planst
Wer sich grundsätzlich für begleitete psychedelische Erfahrungen interessiert, findet auf unserer Übersichtsseite zu Psychedelika weitere Orientierung. Auch 3-FPO wird als neueres LSD-Derivat diskutiert und könnte als dritter Vergleichspunkt relevant sein.











