Ott ist ein Slang-Begriff für Cannabis, der aus dem Türkischen stammt und wörtlich „Gras“ oder „Kraut“ bedeutet. Der Ausdruck hat sich über Rap, Social Media und Jugendsprache im deutschsprachigen Raum verbreitet. Ott (auch Ot, Odd oder OT geschrieben) bezeichnet keine eigene Droge oder spezielle Cannabis-Sorte – es ist ein reines Synonym für Marihuana. Dieser Ratgeber richtet sich ausschließlich an volljährige Personen ab 18 Jahren.
Die Droge Ott - Bedeutung und Definition
Was ist Ott? Kurz und direkt: Ott ist ein umgangssprachlicher Begriff für Marihuana, also die getrockneten Blüten der weiblichen Cannabispflanze. Der Ausdruck funktioniert genau wie Ganja, Weed oder Gras – alles Synonyme für dasselbe Produkt. Eine eigenständige „Ott-Droge“ gibt es nicht.
Ott ist kein Sonderfall
Falls du den Begriff gegoogelt hast, bist du vermutlich zuerst bei Over-the-top-Content oder einem Versandhaus gelandet. Erst die Kombination mit „Droge“ führt zum eigentlichen Thema. Das zeigt schon: Ott ist ein Cannabis-Slang-Begriff, kein offizieller Name und keine wissenschaftliche Bezeichnung.
Die Ott Bedeutung beschränkt sich auf den Straßennamen für Cannabis. Wer „Ott rauchen“ sagt, meint nichts anderes als einen Joint mit Marihuana. Wer „Ott kaufen“ sagt, will Cannabisblüten. So einfach ist das.
Eine unvollständige Liste typischer Nebenwirkungen, die beim Konsum von Cannabis – egal ob du es Ott, Weed oder Gras nennst – auftreten können:
- Gerötete Augen und trockener Mund
- Veränderte Wahrnehmung von Zeit und Raum
- Erhöhter Puls und gesteigerter Appetit
- Konzentrationsschwierigkeiten und verlangsamte Reaktionszeit
Mehr über die Cannabis Wirkung und mögliche Risiken erfährst du in unserem ausführlichen Ratgeber.
Herkunft und Etymologie des Begriffs Ott
Das Wort Ott stammt aus dem Türkischen: „Ot“ bedeutet dort Gras, Kraut oder Unkraut. Es ist kein Akronym und keine Abkürzung – wer nach „Ott Abkürzung“ sucht, liegt also falsch. Das türkische „Ot“ wurde im deutschsprachigen Raum zu „Ott“ eingedeutscht, vermutlich durch die phonetische Verdopplung des Konsonanten.
Vom Türkischen in die Jugendsprache
Wie kam der Begriff nach Deutschland? Der Weg führt über die türkische und arabische Community. In Vierteln mit hohem Migrationsanteil war „Ot“ schon lange ein geläufiger Ausdruck für Cannabis. Von dort wanderte er in den Straßenslang, dann in den Rap und schließlich über Social Media in die breite Jugendsprache.
Plattformen wie TikTok, Instagram und YouTube haben die Verbreitung massiv beschleunigt. Heute nutzen auch Jugendliche den Begriff, die keinen direkten Bezug zur türkischen Sprache haben. Ott ist damit ein klassisches Beispiel dafür, wie Lehnwörter über Subkulturen in den Mainstream wandern.
Ott in Popkultur und Musik
Deutschrap hat den Begriff Ott populär gemacht. Rapper wie Capital Bra, Haftbefehl und andere Künstler aus dem Straßenrap verwenden „Ott“ regelmäßig in ihren Texten. Dadurch erreicht der Slang ein Millionenpublikum – weit über die ursprüngliche Community hinaus. Was früher ein lokaler Straßenname war, ist heute fester Bestandteil der deutschen Jugendsprache.
Wirkung und Nebenwirkungen von Ott
Da Ott nichts anderes als Cannabis bezeichnet, entsprechen Wirkung und Risiken exakt denen von Marihuana. Der psychoaktive Hauptwirkstoff ist THC (Tetrahydrocannabinol) – eine Verbindung, die an die Cannabinoid-Rezeptoren im Gehirn andockt und dadurch die wahrnehmungsverändernde Wirkung auslöst.
Was ist THC und wie wirkt es?
THC gehört zur Gruppe der Cannabinoide, also pflanzlicher Wirkstoffe der Cannabispflanze. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kann Cannabis sowohl kurzzeitige als auch langfristige Effekte auf das zentrale Nervensystem haben.[1] Die kurzfristigen Wirkungen nach dem Konsum umfassen:
- Euphorisches Gefühl („High“)
- Veränderte Sinneswahrnehmung
- Entspannung, aber auch Angst bei Überdosierung
- Gesteigerter Appetit (umgangssprachlich „Fressflash“)
Mögliche Risiken und Nebenwirkungen
Cannabis-Konsum ist nicht risikofrei. Eine auf PubMed veröffentlichte Übersichtsarbeit zu den Gesundheitseffekten von Cannabis weist auf ein erhöhtes Risiko für psychische Probleme bei regelmäßigem Konsum hin, besonders bei jungen Menschen, deren Gehirn sich noch in der Entwicklung befindet.[6]
Langfristig können bei häufigem Konsum auftreten:
- Psychische Abhängigkeit
- Motivationsprobleme und Antriebslosigkeit
- Atemwegsbeschwerden (beim Rauchen)
- In seltenen Fällen: drogeninduzierte Psychosen
Wie wird THC im Körper abgebaut?
THC wird größtenteils über die Leber verstoffwechselt. Dabei entstehen Abbauprodukte – sogenannte Metaboliten -, die sich in Körperflüssigkeiten und Haaren nachweisen lassen. Der bekannteste Metabolit ist THC-COOH, der sich im Fettgewebe anreichert und deshalb noch Wochen nach dem letzten Konsum im Urin auftauchen kann.
| Nachweismedium | Gelegentlicher Konsum | Regelmäßiger Konsum |
|---|---|---|
| Blut | Wenige Stunden bis 3 Tage | Bis zu 7 Tage |
| Urin | 3-5 Tage | Mehrere Wochen |
| Haare | Bis zu 90 Tage | Bis zu 90 Tage |
Hat sich THC im Fettgewebe abgelagert, können Abbauprodukte auch länger nachweisbar sein – etwa bei starkem Gewichtsverlust im Rahmen einer Diät.
Was ist Kiffen?

Kiffen bezeichnet das Rauchen von Cannabis – egal ob du es Ott, Weed oder Gras nennst. Es ist die wohl bekannteste Konsumform und beschreibt das Inhalieren von verbranntem oder erhitztem Cannabis. Mehr Hintergründe findest du in unserem Ratgeber zum Kiffen.
Konsumformen im Überblick
Joint, Bong, Vaporizer – beim Ott Rauchen gibt es verschiedene Methoden, und jede hat ihre Eigenheiten:
| Konsumform | Wirkungseintritt | Wirkdauer | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Joint | Wenige Minuten | 1-3 Stunden | Häufigste Methode, oft mit Tabak gemischt |
| Blunt | Wenige Minuten | 1-3 Stunden | Gerollt in einem Tabakblatt oder Blunt Wrap |
| Bong | Sekunden bis Minuten | 1-2 Stunden | Intensiverer Hit durch Wasserfiltration |
| Vaporizer | 1-5 Minuten | 1-3 Stunden | Erhitzt statt verbrennt – schonender für die Atemwege |
| Edibles | 30-90 Minuten | 4-8 Stunden | Längere, intensivere Wirkung – schwerer zu dosieren |
Das Kiffen in kleinen, unbelüfteten Räumen wird als Hotboxing bezeichnet. Dabei sammelt sich der Rauch und wird immer wieder eingeatmet. Die meisten Konsumenten greifen zum klassischen Joint – gedreht mit Longpapers, einem Filter-Tip und wahlweise mit oder ohne Tabak.
Unterschied Hasch und Ott
Der Unterschied zwischen Hasch und Ott liegt in der Beschaffenheit des Produkts. Ott bezeichnet die getrockneten Cannabisblüten (Marihuana), während Hasch – auch Haschisch genannt – das gepresste Harz der Blüten ist. Beides stammt von derselben Pflanze, unterscheidet sich aber deutlich in Form, Konsistenz und Konsumverhalten.
Merkmale im Vergleich
| Merkmal | Ott (Gras/Marihuana) | Hasch (Haschisch) |
|---|---|---|
| Form | Getrocknete Blüten | Gepresstes Harz |
| Konsistenz | Pflanzlich, krümelig | Fest, knetbar, manchmal bröckelig |
| Farbe | Grün bis bräunlich | Dunkelbraun bis schwarz |
| Typische Konsumform | Joint, Bong, Vaporizer | Joint (gebröselt), Pfeife, Edibles |
| THC-Konzentration | Variiert je nach Sorte | Oft höher konzentriert als Blüten |
Weil Hasch aus dem konzentrierten Harz besteht, ist der Wirkstoffgehalt in der Regel höher als bei getrockneten Blüten. Manche suchen auch nach „Was ist Pott“ – damit ist in der Regel ebenfalls Cannabis gemeint, manchmal auch ein Gefäß zum Aufbewahren.
Wer den Unterschied zwischen den verschiedenen Cannabis-Slang-Begriffen vertiefen will: Unser Ratgeber zu Bubatz erklärt einen weiteren populären Straßennamen. Und falls du verschiedene Haschsorten vergleichen willst, schau auf unserer Hasch-Übersichtsseite vorbei.
Ist Ott Droge oder Genussmittel?
Die Frage, ob Ott eine Droge oder ein Genussmittel ist, klingt nach einem Entweder-oder. In Wirklichkeit schließt sich beides nicht aus. Alkohol ist ein Genussmittel und gleichzeitig eine Droge. Für Cannabis gilt dasselbe.
Aus pharmakologischer Sicht ist Cannabis eine psychoaktive Substanz und damit per Definition eine Droge. Das gilt unabhängig davon, ob du es Ott, Weed oder Marihuana nennst. Der Wirkstoff THC verändert die Wahrnehmung, beeinflusst Stimmung und Motorik – das sind klassische Merkmale einer Droge.
Seit dem Inkrafttreten des Cannabisgesetzes (KCanG) im April 2024 steht THC allerdings nicht mehr im Betäubungsmittelgesetz (BtMG).[2] Stattdessen regelt das KCanG den Umgang mit Cannabis für Erwachsene eigenständig. Diese gesetzliche Neubewertung rückt Cannabis in die Nähe anderer legaler Genussmittel wie Alkohol oder Tabak.
Trotzdem bleibt: Genussmittel und Droge sind keine Gegensätze. Wer verantwortungsbewusst mit Ott umgehen will, sollte sich über Wirkung, Risiken und die eigene Toleranz im Klaren sein. Das gilt besonders für Einsteiger.
Rechtliche Lage von Ott in Deutschland
Seit dem 1. April 2024 ist der Besitz und Konsum von Cannabis für Erwachsene in Deutschland unter bestimmten Bedingungen legal. Der Bundestag hat das Cannabisgesetz (KCanG) im Februar 2024 verabschiedet.[2] Ott, Gras, Weed – egal welchen Begriff du verwendest, die rechtliche Lage ist identisch.
Was ist seit dem KCanG erlaubt?
- Besitz von bis zu 25 Gramm Cannabis im öffentlichen Raum
- Besitz von bis zu 50 Gramm Cannabis im privaten Raum
- Anbau von bis zu 3 Cannabispflanzen pro Person im eigenen Zuhause
- Mitgliedschaft in Anbauvereinigungen (Cannabis Social Clubs)
Was bleibt verboten?
- Cannabis-Konsum in der Nähe von Schulen, Spielplätzen und Kindertagesstätten
- Konsum in Fußgängerzonen zwischen 7 und 20 Uhr
- Weitergabe an Minderjährige – das wird strafrechtlich verfolgt
- Fahren unter Cannabis-Einfluss
Die Legalisierung betrifft ausschließlich den privaten Konsum und den Anbau in begrenztem Umfang. Ein kommerzieller Verkauf über Fachgeschäfte – wie in den Niederlanden oder Kanada – ist in Deutschland bislang nicht umgesetzt.
Ott bleibt Cannabis und der Begriff bleibt
Ott ist kein mysteriöser Stoff und keine neue Droge. Der Begriff ist ein türkisches Lehnwort für Gras, das über Straßenkultur und Rap den Weg in die deutsche Jugendsprache gefunden hat. Wer „Ott Droge“ googelt, sucht letztlich nach Informationen über Cannabis. Und genau diese Informationen – von der Ott Bedeutung über die Wirkung bis zur rechtlichen Lage in Deutschland – haben wir in diesem Ratgeber zusammengefasst. Entscheidend ist: Informiere dich, bevor du konsumierst, und handle verantwortungsbewusst.











