Turbo Cloner selber bauen: DIY-Anleitung mit Materialliste

Selbstgebauter Turbo Cloner aus einer dunklen Kunststoffbox mit Stecklingen in Neopreneinsätzen
Inhaltsverzeichnis

Einen Turbo Cloner bauen ist einfacher, als du denkst – und deutlich günstiger als ein Fertiggerät. Das Prinzip: Eine lichtdichte Box, eine kleine Pumpe, Sprühdüsen und Neopreneinsätze reichen aus, um Stecklinge innerhalb von 5 bis 10 Tagen zuverlässig zu bewurzeln. Diese DIY-Anleitung zeigt dir Schritt für Schritt, wie du deinen eigenen Aeroponik-Kloner aus Baumarkt-Teilen zusammenbaust.

Dieser Artikel ist Teil unserer Serie für Grow-Enthusiasten, in der wir tief in die Details der Pflanzenphysiologie und Technik eintauchen. Alles Wissenswerte über Genetik, Nährstoffe und das ideale Setup findest du in unserem großen Anbau-Ratgeber. Zum Cannabis Anbau-Ratgeber

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Turbo Cloner nutzt Aeroponik - feine Wassertröpfchen besprühen die Stängelenden und regen so die Wurzelbildung deutlich schneller an als herkömmliche Methoden.
  • Alle Materialien zum Turbo Cloner Bauen bekommst du im Baumarkt und Aquaristik-Handel, die Gesamtkosten liegen weit unter denen eines Fertiggeräts.
  • Stecklinge bewurzeln im DIY-Kloner erfahrungsgemäß in 5 bis 10 Tagen - abhängig von Sorte, Temperatur und Luftfeuchtigkeit.
  • Der Eigenbau eignet sich für den privaten Anbau im Rahmen des KCanG (max. 3 Pflanzen pro Haushalt seit 1.4.2024).

Was ist Pflanzen-Klonen?

Pflanzen klonen bedeutet, von einer bestehenden Pflanze einen Trieb abzuschneiden und diesen zur Bewurzelung zu bringen. Der resultierende Steckling ist genetisch identisch mit der Mutterpflanze – ein exakter Klon mit denselben Eigenschaften bezüglich Wuchsform, Blütezeit und Cannabinoid-Profil.

Warum ist das interessant? Wenn du eine Pflanze mit herausragenden Eigenschaften hast, willst du genau diese Genetik erhalten. Samen bringen immer eine gewisse Variation mit sich – selbst bei feminisierten Varianten. Klone dagegen liefern reproduzierbare Ergebnisse.

Der Ablauf ist im Grunde simpel: Du schneidest einen gesunden Seitentrieb von der Mutterpflanze, entfernst die unteren Blätter und stellst den Steckling in ein feuchtes Medium. Nach einigen Tagen bilden sich an der Schnittstelle neue Wurzeln. Die Pflanze wächst weiter, als wäre nichts passiert.

Das funktioniert, weil pflanzliche Zellen totipotent sind – jede Zelle trägt die komplette genetische Information und kann sich zu jedem Zelltyp entwickeln. An der Schnittstelle bildet sich zunächst Kallusgewebe (eine Art Wundheilungsgewebe), aus dem dann adventive Wurzeln sprießen.

Für die Entnahme der Stecklinge von der Mutterpflanze eignet sich die vegetative Wachstumsphase am besten. Die Pflanze sollte mindestens 4 bis 6 Wochen alt sein und genügend kräftige Seitentriebe entwickelt haben. Besonders gut funktionieren Seitentriebe, die beim Ausgeizen anfallen – so schlägst du zwei Fliegen mit einer Klappe.

Turbo Cloner vs. klassische Klonmethoden

Der Turbo Cloner nutzt Aeroponik – eine Technik, bei der die Stängelenden frei in der Luft hängen und von feinen Wassertröpfchen besprüht werden. Das unterscheidet ihn grundlegend von den drei klassischen Klonmethoden: Erde, Steinwolle und Wasserglas.

Klassisches Klonen in Erde oder Steinwolle funktioniert. Keine Frage. Aber es dauert oft 14 bis 21 Tage, bis sich brauchbare Wurzeln zeigen. Ein Wasserglas geht schneller, birgt aber die Gefahr von Stängelfäule durch Sauerstoffmangel. Der Turbo Cloner kombiniert das Beste aus beiden Welten: Die Stecklinge bekommen Feuchtigkeit und gleichzeitig maximale Sauerstoffversorgung.

Methode Bewurzelungsdauer Sauerstoffversorgung Aufwand
Erde/Steinwolle 14 – 21 Tage Mittel Gering
Wasserglas 10 – 14 Tage Niedrig Minimal
Turbo Cloner (Aeroponik) 5 – 10 Tage Hoch Einmaliger Bau
Fogponic Cloner (Ultraschall) 5 – 10 Tage Sehr hoch Höhere Kosten

Ein Fogponic Cloner arbeitet statt mit Sprühdüsen mit einem Ultraschall-Vernebler. Der erzeugt noch feinere Tröpfchen, ist aber teurer in der Anschaffung und anfälliger für Kalkablagerungen. Für den Einstieg in die Welt aeroponischer Systeme ist der klassische Sprühdüsen-Turbo-Cloner die pragmatischere Wahl.

Tipp: Erfahrungsgemäß zeigt sich der größte Vorteil des Turbo Cloners bei schwer bewurzelbaren Sorten. Während manche Genetiken in Erde drei Wochen brauchen, schaffen sie es im Aeroponik-Kloner oft in der Hälfte der Zeit.

Materialien und Einkaufsliste für den Bau

Für deine DIY-Klonstation brauchst du keine Spezialteile. Die meisten Materialien findest du im Baumarkt, Aquaristik-Handel oder online. Hier die komplette Einkaufsliste:

Behälter und Deckel:

  • Lichtdichte Aufbewahrungsbox (ca. 25 bis 40 Liter) mit Deckel – die Farbe sollte dunkel sein oder du umwickelst die Box mit Folie, damit kein Licht an die Wurzelzone gelangt
  • Neopren-Einsätze (Cloner Inserts) passend zu deinen Bohrungen – alternativ: Neopren-Scheiben zum Selbstschneiden

Pumpe und Versprühung:

  • Kleine Tauchpumpe (Aquariumpumpe, ca. 300 bis 600 l/h Förderleistung)
  • Sprühdüsen oder Sprühköpfe (360-Grad-Modelle sind ideal) – 2 bis 4 Stück je nach Boxgröße
  • Schlauchverbinder und passender Schlauch zur Pumpe
  • T-Stücke für die Verteilung auf mehrere Düsen

Werkzeug und Hilfsmittel:

  • Lochsäge oder Stufenbohrer (Durchmesser passend zu den Neopren-Einsätzen, oft 5 cm)
  • Bohrmaschine
  • Silikon oder Heißkleber zum Abdichten
  • Bewurzelungsstimulator (Clonex Gel oder vergleichbare Produkte)

Optional aber empfehlenswert:

  • Zeitschaltuhr (für intermittierenden Betrieb)
  • Aquarium-Heizstab (falls die Wassertemperatur unter 20 °C fällt)
  • pH-Messgerät und pH-Down

Kosten: Selbstbau vs. Fertig-Kloner

Die Frage nach den Klonstation-Kosten lässt sich klar beantworten: Der Eigenbau ist deutlich günstiger. Fertige Klonstationen kosten je nach Marke und Größe das Drei- bis Fünffache eines DIY-Projekts.

Posten DIY-Kloner Fertiggerät
Gesamtkosten Unter 50 Euro 100 – 250 Euro
Anpassbarkeit Beliebig erweiterbar Feste Konfiguration
Ersatzteile Baumarkt-Standard Oft herstellerspezifisch
Zeitaufwand Bau 1 – 2 Stunden Auspacken, fertig

Der DIY-Ansatz hat noch einen weiteren Vorteil: Du verstehst, wie das System funktioniert. Geht eine Düse kaputt, tauschst du sie in fünf Minuten. Beim Fertiggerät wartest du auf Ersatzteile vom Hersteller.

Aeroponic Funktionsprinzip einfach erklärt

Bevor du deinen Aeroponic Cloner als DIY-Projekt zusammenbaust, hilft es, das Prinzip dahinter zu verstehen. Aeroponik bedeutet: Pflanzenwurzeln wachsen in der Luft statt in einem Medium. Die Nährstoff- und Wasserversorgung erfolgt über feine Sprühnebel.

Im Turbo Cloner sitzt der Steckling in einem Neopren-Einsatz im Deckel. Sein Stängelende ragt nach unten in die Box hinein – frei hängend, ohne Erde, ohne Wasser. Unten in der Box arbeitet eine kleine Tauchpumpe, die Wasser durch Schläuche zu den Sprühdüsen drückt. Diese versprühen das Wasser als feinen Nebel, der die Schnittstellen der Stecklinge gleichmäßig benetzt.

Warum funktioniert das so gut? Drei Gründe:

Sauerstoff. Die frei hängenden Stängel sind permanent von sauerstoffreicher Luft umgeben. Sauerstoff ist der wichtigste Faktor für die Wurzelneubildung.

Feuchtigkeit. Der Sprühnebel hält die Schnittstelle dauerhaft feucht, ohne sie zu ertränken. Kein stehendes Wasser bedeutet weniger Fäulnisrisiko.

Wärme. Die Pumpe erzeugt leichte Abwärme, die das Wasser auf angenehme 20 bis 24 °C hält – genau der Bereich, in dem die Wurzelbildung am aktivsten ist.

Dieses Zusammenspiel beschleunigt die Bewurzelung im Vergleich zu passiven Methoden erheblich. Die Stecklinge wurzeln schneller, weil sie nie unter Stress durch Sauerstoffmangel oder Staunässe geraten.

Turbo Cloner selber bauen: Komplette Bauanleitung

Jetzt wird es praktisch. Diese Anleitung führt dich in drei Phasen zum fertigen DIY-Kloner. Du brauchst etwa 1 bis 2 Stunden – vorausgesetzt, du hast alle Materialien bereit.

Rechtlicher Hinweis: Seit dem 1. April 2024 erlaubt das Cannabisgesetz (KCanG) den privaten Anbau von maximal 3 Cannabis-Pflanzen pro volljähriger Person im eigenen Haushalt. Plane deinen Kloner entsprechend – mehr als 3 bewurzelte Stecklinge gleichzeitig zur Pflanze heranzuziehen ist nicht gestattet.

Box und Deckel vorbereiten

Nimm deine lichtdichte Box und den Deckel. Markiere auf dem Deckel die Positionen für die Neopren-Einsätze. Ein gleichmäßiger Abstand von mindestens 8 cm zwischen den Löchern gibt den Stecklingen genug Platz.

Bohre mit der Lochsäge oder dem Stufenbohrer die Löcher. Der Durchmesser muss exakt zu deinen Neopren-Einsätzen passen – zu locker, und die Stecklinge fallen durch. Zu eng, und du bekommst sie nicht rein. Miss vorher nach. Entgrate die Bohrlöcher mit einem Cuttermesser, damit keine scharfen Kanten die Stängel verletzen.

Prüfe, ob die Box wirklich lichtdicht ist. Halte sie gegen eine starke Lampe. Siehst du Licht durchscheinen? Dann umwickle die Außenseite mit schwarzer Folie oder Gewebeband. Licht im Wurzelbereich fördert Algenwachstum – und Algen sind der natürliche Feind jedes Hydro-Cloner-DIY-Projekts.

Bohre außerdem ein kleines Loch in die Seitenwand nahe dem Deckelrand für das Stromkabel der Pumpe. Dichte es anschließend mit Silikon ab.

Pumpe und Sprühdüsen einbauen

Setze die Tauchpumpe auf den Boden der Box. Verbinde sie über den Schlauch mit den T-Stücken und den Sprühdüsen. Die Düsen montierst du so, dass sie nach oben sprühen – in Richtung der Stängelenden, die später durch den Deckel ragen.

Bei einer Box mit 2 bis 6 Stecklings-Plätzen reichen 2 Sprühdüsen, die mittig positioniert sind. Bei größeren Setups verteilst du 3 bis 4 Düsen gleichmäßig.

Wichtig: Teste das System vor dem ersten Einsatz mit Stecklingen. Fülle die Box mit Wasser (der Wasserstand muss die Pumpe bedecken, aber die Düsen sollten über dem Wasserspiegel sitzen), setze den Deckel auf und schalte die Pumpe ein. Beobachte, ob der Sprühnebel gleichmäßig alle Einsatzpositionen erreicht. Justiere die Düsen bei Bedarf.

Prüfe alle Verbindungen auf Dichtigkeit. Tropft es irgendwo? Silikon oder Teflonband helfen. Ein undichter Kloner bedeutet Wasserverlust und potenzielle Sauerei im Growbereich.

Praxis-Tipp: Viele Grower betreiben die Pumpe nicht durchgehend, sondern im Intervall – etwa 30 Minuten an, 30 Minuten aus. Eine einfache Zeitschaltuhr genügt. Das spart Strom, reduziert die Wärmeentwicklung im Wasser und die Stecklinge bewurzeln trotzdem zuverlässig.

Stecklinge nehmen und einsetzen

Jetzt kommt der biologische Teil. Schneide deine Stecklinge mit sterilem Schnittwerkzeug von der Mutterpflanze. Ein sauberer Schnitt im 45-Grad-Winkel vergrößert die Schnittfläche und damit die Aufnahmefläche für den Bewurzelungsstimulator.

Der ideale Steckling ist 8 bis 15 cm lang, hat mindestens 2 bis 3 Blattknoten und stammt von einem gesunden, aktiv wachsenden Trieb. Entferne die unteren Blätter, sodass nur die oberen 2 bis 3 Blätter stehen bleiben. Große Blätter kannst du zur Hälfte abschneiden – das reduziert die Verdunstung.

Tauche das untere Ende des Stecklings in Bewurzelungsstimulator (Gel oder Pulver) und stecke ihn in den Neopren-Einsatz. Der Stängel sollte 3 bis 5 cm unterhalb des Deckels in die Klonkammer ragen. Setze den Einsatz in das Bohrloch – fertig.

Deckel drauf, Pumpe an. Ab jetzt heißt es: Geduld und beobachten.

Turbo Cloner betreiben und pflegen

Dein Kloner steht, die Stecklinge sind drin. Die nächsten 5 bis 10 Tage entscheiden über den Erfolg. Die gute Nachricht: Ein richtig aufgesetzter Aero Cloner braucht wenig Aufmerksamkeit. Aber ein paar Dinge solltest du im Blick behalten.

Wasser: Verwende pH-adjustiertes Wasser im Bereich von 5,5 bis 6,5. Leitungswasser mit einem EC-Wert unter 0,4 mS/cm funktioniert in den meisten Regionen gut. Wechsle das Wasser alle 3 bis 5 Tage komplett, um Keimbildung zu verhindern.

Hygiene: Algen und Bakterien sind die häufigsten Probleme. Die lichtdichte Box verhindert Algenwuchs. Gegen Bakterien hilft ein Tropfen Wasserstoffperoxid (H2O2, 3 %) pro Liter Wasser beim Wasserwechsel. Alternativ gibt es spezielle Enzympräparate für hydroponische Systeme. Wie du Schimmel und Fäulnis im Growbereich vermeidest, ist auch bei der Klonstation relevant.

Kontrolle: Hebe den Deckel alle 2 Tage kurz an (nicht länger als nötig) und prüfe die Stängelenden. Erste weiße Wurzelansätze (sogenannte „Bumps“) zeigen sich oft schon nach 3 bis 5 Tagen. Sobald die Wurzeln 3 bis 5 cm lang sind, können die Stecklinge in ihr endgültiges Medium umgesetzt werden.

Optimale Bedingungen für schnelle Bewurzelung

Die Stecklinge wurzeln am besten unter kontrollierten Bedingungen. Hier die Richtwerte:

Parameter Optimaler Bereich
Wassertemperatur 20 – 24 °C
Lufttemperatur 22 – 26 °C
Luftfeuchtigkeit 70 – 80 %
pH-Wert Wasser 5,5 – 6,5
Licht 18/6 Zyklus, schwache Intensität

Direktes, starkes Licht schadet den Stecklingen – sie haben noch keine Wurzeln, um den Wasserverlust durch Transpiration auszugleichen. Eine schwache CFL-Lampe oder gedimmte LED in 40 bis 60 cm Abstand reicht. Manche Grower stellen den Kloner einfach an den Rand des Growbereichs, wo das Licht ohnehin schwächer ist.

Fällt die Wassertemperatur regelmäßig unter 20 °C (etwa im Keller), lohnt sich ein kleiner Aquarium-Heizstab. Kaltes Wasser verlangsamt die Wurzelbildung drastisch.

Turbo Cloner bauen: Lohnt sich der DIY-Eigenbau?

Wenn du regelmäßig Stecklinge ziehst, ist ein selbstgebauter Turbo Cloner eine der besten Investitionen für dein Grow-Setup. Der Bau kostet wenig, dauert einen Nachmittag, und das Ergebnis ist ein Klongerät, das kommerziellen Fertiglösungen in nichts nachsteht.

Der größte Vorteil liegt in der Geschwindigkeit. Wo klassische Methoden 2 bis 3 Wochen brauchen, verkürzt der Aeroponik-Kloner die Bewurzelung auf 5 bis 10 Tage. Das spart Zeit in jedem Grow-Zyklus – gerade wenn du Genetik von einer Mutterpflanze erhalten willst.

Für wen lohnt es sich weniger? Wer nur einmalig einen einzelnen Steckling bewurzeln will, fährt mit dem Wasserglas günstiger. Und wer keine Lust auf Basteln hat, kann natürlich auch fertige Cannabis-Stecklinge kaufen oder ein kommerzielles Gerät wählen.

Für alle anderen gilt: Ein Turbo Cloner bauen ist ein Projekt, das sich bereits beim ersten erfolgreichen Durchgang bezahlt macht. Die Materialliste ist überschaubar, die Technik robust, und die Ergebnisse sprechen für sich. Wer tiefer in die Cannabis-Anbau-Grundlagen einsteigen oder passendes Grow-Zubehör für den Kloner finden möchte, wird auf CBD-DEAL24 fündig.

Hinweis: CBD-Blüten und Cannabisprodukte sind in Deutschland als Aromaprodukte deklariert und nicht zum Verzehr bestimmt. Der Verkauf erfolgt ausschließlich an Personen ab 18 Jahren.

Häufige Fragen zum Turbo Cloner Eigenbau

Wie lange dauert die Bewurzelung im Turbo Cloner?

Erfahrungsgemäß bilden sich die ersten sichtbaren Wurzelansätze im Turbo Cloner nach 3 bis 5 Tagen. Voll bewurzelt und bereit zum Umsetzen sind die meisten Stecklinge nach 5 bis 10 Tagen. Die genaue Dauer hängt von der Sorte, der Wassertemperatur und der Qualität des Ausgangsmaterials ab. Indica-dominante Sorten bewurzeln tendenziell etwas schneller als reine Sativa-Genetiken.

Welche Pflanzen lassen sich klonen?

Grundsätzlich lassen sich die meisten krautigen Pflanzen über Stecklinge vermehren. Neben Cannabis funktioniert die Aeroponik-Methode auch bei Tomaten, Basilikum, Minze und vielen Zierpflanzen. Verholzte Stängel (z. B. von Rosenstöcken) brauchen länger und profitieren besonders vom Bewurzelungsstimulator. Der Turbo Cloner ist also kein reines Cannabis-Werkzeug – er ist ein vielseitiges Garten-Tool.

Wie viele Stecklinge passen in einen Turbo Cloner?

Das hängt von der Boxgröße ab. Eine typische 30-Liter-Box bietet Platz für 6 bis 12 Stecklinge bei einem Lochabstand von 8 cm. Bedenke aber: Im Rahmen des KCanG darfst du maximal 3 Cannabis-Pflanzen pro Person gleichzeitig anbauen. Du kannst natürlich mehr Stecklinge bewurzeln und die besten auswählen – die überzähligen müssen dann aber fachgerecht entsorgt werden.

Kris Pribicevic ist ein renommierter CBD-Experte mit hunderten veröffentlichten Artikeln zu CBD & Cannabis. Als anerkannte Autorität in Deutschland ist er eine treibende Kraft in der Branche.

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