Cannabis ausgeizen: Vollständige Anleitung für optimale Erträge
Vielleicht kennst du das Ausgeizen bereits von Tomaten oder Paprika und fragst dich nun, ob man auch Cannabis ausgeizen kann. Oder du hörst den Begriff zum ersten Mal. Ganz egal, ob erfahrener Grower oder Neuling im Cannabis-Anbau – wenn du das Wachstum deiner Cannabispflanzen optimieren und eine möglichst üppige Ernte einfahren möchtest, bist du hier richtig.
In dieser Anleitung erfährst du, was Ausgeizen genau bedeutet, warum die Technik bei Hanfpflanzen durchaus umstritten ist und wie du Geiztriebe bei Cannabis richtig erkennst und entfernst. Dazu bekommst du eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, Profi-Tipps zur Kombination mit anderen Trainingsmethoden und eine klare Übersicht zu den häufigsten Fehlern – damit du von Anfang an alles richtig machst.
Rechtliche Grundlage – KCanG: Der private Anbau von Cannabis ist in Deutschland seit dem 1. April 2024 unter bestimmten Bedingungen erlaubt. Das Konsumcannabisgesetz (KCanG) gestattet Personen ab 18 Jahren den Anbau von bis zu drei Cannabispflanzen zum Eigenkonsum. Beachte die geltenden Besitz- und Mengengrenzen. Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und stellt keine Aufforderung zum Verstoß gegen geltendes Recht dar.
Was ist das Ausgeizen?
Geiztriebe bei Cannabispflanzen sind kleine Seitentriebe, die in den Blattachseln, also den Verzweigungspunkten zwischen Hauptstamm und bestehenden Seitenästen, wachsen. Beim Ausgeizen (auch „Geizen“ genannt) werden diese jungen, unproduktiven Triebe gezielt entfernt, damit die Pflanze ihre Energie auf die Hauptblütenstände konzentrieren kann.
Das Ausgeizen ist eine seit Jahrhunderten bewährte Technik im Pflanzenanbau, die vor allem bei Nachtschattengewächsen wie Tomaten und Paprika zum Standard gehört. Dort bilden sich besonders viele Geiztriebe, die ohne Entfernung die Pflanze buschig wachsen lassen und die Energie von der Fruchtbildung abziehen.
Bei Cannabis ist die Situation etwas anders: Im Gegensatz zu Tomaten tragen bei Hanfpflanzen grundsätzlich alle weiblichen Triebspitzen Blüten – auch die kleineren Seitentriebe. Trotzdem argumentieren viele Grower, dass besonders die tief sitzenden, lichtarmen Triebe nur sogenannte „Popcorn-Buds“ produzieren. Das sind kleine, lockere Blüten mit geringerer Dichte und weniger Trichomen (den harzproduzierenden Drüsen, die Cannabinoide und Terpene enthalten). Durch das Cannabis-Ausgeizen soll die gesamte Wuchsenergie in die oberen, lichtexponierten Blütenstände fließen – mit dem Ziel einer insgesamt besseren Erntequalität.
Sollte man Cannabis ausgeizen?
Die Frage „Cannabis ausgeizen oder nicht?“ wird in der Grower-Community kontrovers diskutiert. Ob du deine Cannabispflanzen ausgeizen solltest, hängt von mehreren Faktoren ab: deinem Grow-Setup, der Sorte und deiner Erfahrung.
Argumente für das Ausgeizen
Befürworter des Ausgeizens von Cannabis führen mehrere Vorteile an: Zunächst verbessert es die Lichtdurchlässigkeit in den unteren Pflanzenbereichen. Durch das Entfernen der Geiztriebe wird der Hauptstamm freigelegt und das Licht kann die gesamte Pflanze gleichmäßiger erreichen. Das fördert die Photosynthese und sorgt für ein gesünderes Wachstum. Darüber hinaus wird die Luftzirkulation verbessert, was das Risiko von Schimmel und Mehltau reduziert – besonders in Indoor-Setups mit hoher Luftfeuchtigkeit ein relevanter Faktor. Erfahrungsgemäß berichten viele Grower, dass die verbleibenden Blütenstände größer und dichter werden, wenn die Pflanze weniger Triebspitzen versorgen muss.
Argumente gegen das Ausgeizen
Kritiker weisen darauf hin, dass Fächerblätter deutlich mehr Licht schlucken als die kleinen Geiztriebe, weshalb viele Grower eher auf regelmäßiges Cannabis-Ausdünnen der Blätter setzen. Jeder Schnitt an der Pflanze verursacht zudem Stress und öffnet potenzielle Eintrittspforten für Krankheitserreger. Gerade Anfänger entfernen beim Ausgeizen versehentlich produktive Seitentriebe, die durchaus volle Blüten hätten entwickeln können. In der Praxis zeigt sich: Muss man Cannabispflanzen ausgeizen? Nein, zwingend notwendig ist es nicht. Viele erfolgreiche Grower verzichten komplett darauf und erzielen trotzdem exzellente Ergebnisse.
Autoflower ausgeizen – ein Sonderfall
Bei Autoflowering-Sorten ist besondere Vorsicht geboten. Da Autoflower unabhängig vom Lichtzyklus nach einem genetisch festgelegten Zeitplan blühen, haben sie ein deutlich kürzeres Zeitfenster für die Erholung von Stress. In der Praxis raten die meisten erfahrenen Grower davon ab, Autoflower auszugeizen. Der durch den Schnitt verursachte Stress kann bei diesen Sorten zu spürbaren Ertragseinbußen führen, weil die Pflanze schlicht nicht genug Zeit hat, sich vor der Blüte vollständig zu regenerieren. Wenn du trotzdem Autoflower ausgeizen möchtest, beschränke dich auf die allerjüngsten, kleinsten Triebe im unteren Pflanzenbereich und arbeite besonders behutsam.
Der richtige Zeitpunkt zum Ausgeizen: Wann und wie oft?
Das Timing ist beim Cannabis-Ausgeizen entscheidend – denn der falsche Zeitpunkt kann mehr schaden als nutzen. Grundsätzlich gilt: Beginne mit dem Ausgeizen, wenn deine Hanfpflanze etwa drei bis vier Wochen alt ist und die ersten Geiztriebe in den Blattachseln sichtbar werden. Das geschieht meist in der Vegetationsphase, also der Wachstumsphase vor der Blüte.
Optimales Zeitfenster: Die beste Phase für das Ausgeizen liegt in der späten Vegetationsphase, etwa ein bis zwei Wochen vor dem Umschalten auf den 12/12-Lichtzyklus (bei photoperiodischen Sorten). Zu diesem Zeitpunkt hat die Pflanze bereits eine stabile Grundstruktur aufgebaut und kann den Stress besser verkraften.
Wie oft ausgeizen? Erfahrungsgemäß empfiehlt es sich, nicht alles in einer Sitzung zu erledigen. Verteile das Entfernen der Geiztriebe auf zwei bis drei Sitzungen im Abstand von mehreren Tagen. So hat die Pflanze Zeit zur Erholung und du vermeidest übermäßigen Stress. In der ersten Blütewoche kannst du eine letzte Runde Ausgeizen durchführen – danach solltest du die Pflanze in Ruhe lassen, damit sie sich voll auf die Blütenbildung konzentrieren kann.
Tipp zum Timing: Geize idealerweise am Morgen oder zu Beginn der Lichtphase aus, wenn die Pflanze frisch und vital ist. Vermeide das Beschneiden bei extremer Hitze oder wenn die Pflanze bereits anderweitig gestresst ist (z.B. durch Nährstoffmangel oder Umtopfen).
Worin unterscheiden sich das Ausgeizen, Entlauben und andere Beschneidungstechniken?
Ausgeizen, Entlauben und andere Beschneidungstechniken verfolgen unterschiedliche Ziele, werden in der Praxis aber häufig verwechselt. Die folgende Übersicht hilft dir, die Techniken klar voneinander abzugrenzen und die passende Methode für dein Setup zu wählen:
| Technik |
Was wird entfernt? |
Ziel |
Zeitpunkt |
Stresslevel |
| Ausgeizen |
Kleine Geiztriebe in Blattachseln |
Energie auf Hauptblüten lenken |
Vegetationsphase bis frühe Blüte |
Niedrig |
| Entlauben |
Fächerblätter (Sonnensegel) |
Lichtpenetration verbessern |
Vegetationsphase und Blütephase |
Mittel |
| Topping |
Haupttriebspitze (komplett) |
Zwei neue Haupttriebe erzeugen |
Ab dem 4.–6. Nodium |
Hoch |
| Fimming |
Ca. 75 Prozent der Triebspitze |
Mehrere neue Triebspitzen erzeugen |
Ab dem 4.–6. Nodium |
Mittel-Hoch |
| Lollipopping |
Alle unteren Triebe und Blätter |
Energie auf obere Blüten konzentrieren |
Kurz vor oder in der frühen Blüte |
Mittel |
Im Gegensatz zum Ausgeizen bezieht sich das Entlauben (Defoliation) auf das Entfernen von überschüssigen Fächerblättern, die untere Pflanzenteile beschatten. Durch das Entlauben wird die Lichtpenetration verbessert, was die Photosynthese in tieferen Bereichen der Pflanze fördert.
Beim Topping wird die komplette Haupttriebspitze abgeschnitten, um die apikale Dominanz zu brechen und zwei neue Haupttriebe zu erzeugen. Beim Fimming, einer abgewandelten Form des Toppings, wird etwa 75 Prozent der oberen Pflanzenspitze entfernt, was zu noch mehr neuen Triebspitzen führen kann.
Das Lollipopping geht einen Schritt weiter als das Ausgeizen: Hier werden sämtliche unteren Triebe und Blätter entfernt, sodass die Pflanze optisch an einen Lolli erinnert – mit einem kahlen Stamm unten und einer buschigen Krone oben. In der Praxis kombinieren viele erfahrene Grower mehrere dieser Techniken miteinander. Das Ausgeizen kann als sanfter Einstieg in die Pflanzenpflege betrachtet werden, bevor man sich an intensivere Methoden wie Topping oder Lollipopping heranwagt.
Schritt-für-Schritt-Anleitung: Cannabis richtig ausgeizen
Falls du dich für das Ausgeizen entschieden hast, folge dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung, um Cannabis-Geiztriebe sauber zu entfernen und häufige Fehler zu vermeiden:
Schritt 1 – Vorbereitung: Stelle sicher, dass du eine saubere und scharfe Schere oder professionelle Schnittwerkzeuge bereithast. Desinfiziere die Klingen mit Isopropylalkohol (mindestens 70%), um die Übertragung von Krankheitserregern zu verhindern. Sauberes Werkzeug ist der wichtigste Faktor, um Infektionen an den Schnittstellen zu vermeiden.
Schritt 2 – Geiztriebe identifizieren: Untersuche deine Cannabispflanze sorgfältig und identifiziere die Geiztriebe in den Blattachseln – also genau dort, wo Seitentriebe auf den Hauptstamm treffen. Geiztriebe sind meist deutlich kleiner und dünner als die etablierten Seitenäste. Achte darauf, nur die jungen, unproduktiven Triebe zu entfernen und keine bereits etablierten Seitentriebe, die Blüten tragen könnten.
Schritt 3 – Den richtigen Zeitpunkt wählen: Beginne mit dem Cannabis-Triebe-Entfernen in der Vegetationsphase, wenn die Pflanze etwa drei bis vier Wochen alt ist und die ersten Geiztriebe sichtbar werden. Idealerweise arbeitest du am Morgen oder zu Beginn der Lichtphase.
Schritt 4 – Behutsam entfernen: Entferne die Geiztriebe vorsichtig mit einer sauberen Schere oder kneife sehr junge Triebe mit den Fingernägeln ab. Schneide so nah wie möglich am Stamm, ohne das umliegende Gewebe zu beschädigen. Bei größeren Trieben empfiehlt sich ein sauberer Schnitt mit der Schere, um Quetschungen zu vermeiden.
Schritt 5 – Schrittweise vorgehen: Entferne nicht alle Geiztriebe auf einmal. Beginne mit den unteren, am stärksten beschatteten Trieben und arbeite dich über mehrere Tage nach oben. Eine Faustregel: Entferne pro Sitzung nicht mehr als ein Drittel der Geiztriebe.
Schritt 6 – Pflanze beobachten: Kontrolliere deine Pflanze in den Tagen nach dem Ausgeizen auf Anzeichen von Stress wie welke Blätter, verlangsamtes Wachstum oder Verfärbungen. Gesunde Pflanzen erholen sich in der Regel innerhalb weniger Tage vollständig.
Praxis-Tipp: Viele Grower nutzen das Ausgeizen gleichzeitig, um die Pflanze insgesamt zu inspizieren – auf Schädlingsbefall, Nährstoffmangel oder erste Anzeichen von Schimmel. So schlägst du zwei Fliegen mit einer Klappe.
Profi-Techniken: Selektives Ausgeizen und LST-Kombination
Fortgeschrittene Grower setzen nicht einfach auf pauschales Cannabis-Ausdünnen, sondern arbeiten mit selektivem Ausgeizen – einer gezielten Methode, bei der nur bestimmte Triebe entfernt werden, basierend auf ihrer Position, Lichtexposition und Wachstumspotenzial.
Selektives Ausgeizen nach der 60/40-Regel
Eine bewährte Herangehensweise: Teile die Pflanze gedanklich in eine obere und eine untere Hälfte. In der unteren Hälfte, die weniger Licht erhält, werden sämtliche Geiztriebe entfernt. In der oberen, lichtexponierten Hälfte lässt du vielversprechende Seitentriebe stehen, die potenziell ordentliche Blüten entwickeln können. Erfahrungsgemäß produzieren Triebe, die weniger als 40% des verfügbaren Lichts empfangen, kaum lohnenswerte Blüten.
Ausgeizen in Kombination mit Low Stress Training
Besonders effektiv wird das Ausgeizen in Kombination mit Low Stress Training (LST). Beim LST werden die Haupttriebe heruntergebunden, um ein gleichmäßiges Blätterdach (Canopy) zu erzeugen. Die Kombination funktioniert so: Zuerst biegst du die Haupttriebe mittels LST in eine horizontale Position, dann entfernst du die Geiztriebe, die trotz der verbesserten Lichtverteilung im Schatten bleiben. So nutzt du die Vorteile beider Techniken, ohne die Pflanze übermäßig zu stressen – denn LST allein ist eine schonende Trainingsmethode, die im Gegensatz zum Topping keine Schnittwunden verursacht.
In der Praxis zeigt sich, dass Cannabis richtig beschneiden nicht heißt, möglichst viel wegzuschneiden. Es geht vielmehr darum, der Pflanze dabei zu helfen, ihre Ressourcen dort einzusetzen, wo das Ergebnis am besten ausfällt.
Nachsorge und Erholung nach dem Ausgeizen
Das Entfernen von Geiztrieben verursacht kleine Wunden, die richtig versorgt werden müssen. Mit der richtigen Nachsorge erholst du dich die Pflanze schnell und minimierst das Risiko von Infektionen.
Die ersten 48 Stunden: Unmittelbar nach dem Ausgeizen befinden sich die Schnittstellen im Heilungsprozess. Vermeide in dieser Zeit direktes Besprühen der Pflanze und halte die Luftfeuchtigkeit moderat (unter 60%), um Schimmelbildung an den offenen Wunden zu verhindern. Eine gute Luftzirkulation ist in dieser Phase besonders wichtig.
Nährstoffversorgung anpassen: Nach dem Ausgeizen kann ein leichter Stickstoff-Boost die Regeneration unterstützen. Achte auf eine ausgewogene Versorgung deiner Pflanze und informiere dich in unserem Ratgeber zum Thema Pflanzen richtig düngen über die optimale Nährstoffzufuhr in den verschiedenen Wachstumsphasen.
Erholungszeit einplanen: Gib deiner Cannabispflanze mindestens drei bis fünf Tage Erholung, bevor du weitere Trainingsmaßnahmen durchführst. Wenn du mehrere Sitzungen planst, halte einen Abstand von mindestens vier bis sieben Tagen zwischen den einzelnen Runden ein. Gesunde, gut versorgte Pflanzen erholen sich in der Regel innerhalb weniger Tage und zeigen danach häufig ein verstärktes Wachstum an den verbleibenden Trieben.
Beobachtungstipp: Wenn deine Pflanze nach dem Ausgeizen länger als eine Woche Stresssymptome zeigt (welke Blätter, Wachstumsstopp, Gelbfärbung), war der Eingriff möglicherweise zu intensiv. Pausiere in diesem Fall alle weiteren Trainingsmaßnahmen und konzentriere dich auf optimale Grundversorgung mit Licht, Wasser und Nährstoffen.
Häufige Fehler beim Ausgeizen von Cannabis
Beim Pflanzen ausgeizen können einige typische Fehler passieren, die das Wachstum und die Gesundheit deiner Cannabispflanzen beeinträchtigen. Hier die häufigsten Fehler und wie du sie vermeidest:
Fehler 1 – Falsches Timing: Einer der häufigsten Fehler ist das zu frühe oder zu späte Ausgeizen. Wenn du zu früh Geiztriebe entfernst, kann dies die Pflanze unnötig stressen und ihr Wachstum hemmen. Wartest du hingegen zu lange, haben die Geiztriebe bereits Energie verbraucht, die besser in die Haupttriebe investiert worden wäre. Entferne die Triebe in der richtigen Phase – idealerweise in der späten Vegetationsphase.
Fehler 2 – Zu aggressives Ausgeizen: Widerstehe dem Drang, alle Seitentriebe auf einmal zu entfernen. Wer zu viel auf einmal abschneidet, setzt die Pflanze unter enormen Stress, der das Cannabis-Wachstum massiv verlangsamen kann. Halte dich an die Ein-Drittel-Regel: nie mehr als ein Drittel der Geiztriebe pro Sitzung entfernen.
Fehler 3 – Unsauberes Werkzeug: Schmutzige oder stumpfe Scheren quetschen das Pflanzengewebe und erhöhen das Infektionsrisiko erheblich. Desinfiziere deine Werkzeuge vor jeder Anwendung und stelle sicher, dass die Klingen scharf genug für saubere Schnitte sind.
Fehler 4 – Produktive Triebe entfernen: Nicht jeder Seitentrieb ist ein Geiztrieb. Achte darauf, nur die tatsächlich unproduktiven, kleinen Triebe in den Blattachseln zu entfernen und nicht versehentlich kräftige Seitenäste, die bereits Blütenansätze zeigen.
Fehler 5 – Ausgeizen in der Blütephase: Ab der dritten Blütewoche solltest du deine Pflanze möglichst in Ruhe lassen. Beschneidungsmaßnahmen in der fortgeschrittenen Blüte verursachen Stress, den die Pflanze nicht mehr kompensieren kann, und können die finale Blütenentwicklung negativ beeinflussen.
Cannabis ausgeizen - nützlich, aber kein Muss
Das Ausgeizen ist eine effektive und vergleichsweise schonende Methode, um das Wachstum und die Ertragsqualität deiner Cannabispflanzen zu optimieren. Durch das gezielte Entfernen unerwünschter Geiztriebe förderst du eine gesunde Pflanzenstruktur, verbesserst die Lichtdurchlässigkeit und lenkst die Energie in die produktivsten Bereiche.
Gleichzeitig ist das Ausgeizen bei Cannabis, anders als bei Tomaten, keine zwingende Maßnahme. Ob sich die Technik für dich lohnt, hängt von deinem Setup, deiner Sorte und deinen Zielen ab. Bei Autoflower-Sorten solltest du generell vorsichtig sein, während photoperiodische Sorten das Ausgeizen in der Vegetationsphase gut vertragen.
Wenn du dich für das Ausgeizen entscheidest, achte auf sauberes Werkzeug, das richtige Timing und eine schrittweise Vorgehensweise. Kombiniert mit Techniken wie LST oder Entlauben kannst du das Potenzial deiner Pflanzen gezielt ausschöpfen. Weitere Beschneidungstechniken und Anbautipps findest du in unserem umfassenden Cannabis-Anbau-Ratgeber.