Cannabis Blütephase: Kompletter Leitfaden für optimale Ernte

Cannabis Blütephase
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Die Cannabis Blütephase entscheidet über Qualität, Potenz und Ertrag deiner Ernte. In dieser Phase – je nach Sorte zwischen 7 und 12 Wochen – bildet die Pflanze Blüten, Trichome und wertvolle Cannabinoide aus. Licht, Nährstoffe, Temperatur und Luftfeuchtigkeit müssen präzise aufeinander abgestimmt sein. Dieser Leitfaden führt dich Woche für Woche durch die Blütezeit und zeigt dir, wie du häufige Fehler vermeidest.

Rechtlicher Hinweis zum Eigenanbau: Der private Anbau von Cannabis ist in Deutschland seit dem 1. April 2024 unter bestimmten Bedingungen erlaubt. Das Konsumcannabisgesetz (KCanG) gestattet Personen ab 18 Jahren den Anbau von bis zu drei Cannabispflanzen zum Eigenkonsum. Beachte die geltenden Besitz- und Mengengrenzen. Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und stellt keine Aufforderung zum Verstoß gegen geltendes Recht dar.

Dieser Artikel ist Teil unserer Serie für Grow-Enthusiasten, in der wir tief in die Details der Pflanzenphysiologie und Technik eintauchen. Alles Wissenswerte über Genetik, Nährstoffe und das ideale Setup findest du in unserem großen Anbau-Ratgeber. Zum Cannabis Anbau-Ratgeber

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Cannabis Blütephase dauert je nach Genetik 7-12 Wochen - Indica-Sorten blühen schneller als Sativa-dominante Varietäten.
  • Der Lichtwechsel auf 12/12 Stunden (Licht/Dunkelheit) leitet bei photoperiodischen Sorten die Blüte ein - Autoflower starten automatisch.
  • Phosphor und Kalium sind die Schlüssel-Nährstoffe in der Blütephase, während der Stickstoffbedarf deutlich sinkt.
  • Temperatur (24-28 °C tags, 18 °C nachts) und Luftfeuchtigkeit (40-50%, vor der Ernte 30%) beeinflussen Trichombildung und Schimmelrisiko direkt.
  • Etwa 80% bernsteinfarbene Trichome und 40-75% verfärbte Stempel signalisieren den optimalen Erntezeitpunkt.

Was passiert während der Cannabis Blütephase?

Während der Cannabis Blütephase verlagert die Pflanze ihre gesamte Energie von vegetativem Wachstum hin zur Reproduktion. Statt neuer Blätter und Triebe bildet sie Blütenkelche, Pistillen (die feinen weißen Härchen) und Trichome aus. In diesen Trichomen entstehen Cannabinoide wie CBD und THC sowie Terpene – die aromatischen Verbindungen, die jeder Sorte ihr charakteristisches Profil geben.

Für viele Grower ist die Cannabis Blütephase der eigentliche Grund für den Anbau, denn in diesen Wochen entscheidet sich, was am Ende im Glas landet. Nachdem die Hanfpflanzen das vegetative Stadium durchlaufen haben, stecken sie ihre Energie in die Entwicklung und das Wachstum der Blüten. Dabei werden Trichome mit wertvollen Cannabinoiden von den Blüten gebildet.

Die Blütephase lässt sich grob in drei Abschnitte unterteilen: In der Vorblüte (Woche 1-2) zeigt die Pflanze erste Geschlechtsmerkmale. Weibliche Pflanzen entwickeln feine weiße Pistillen an den Nodien – den Stellen, wo Seitentriebe auf den Hauptstamm treffen. Männliche Pflanzen bilden hingegen kleine Pollensäcke. Diese frühzeitig zu erkennen und zu entfernen ist entscheidend, wenn du Bestäubung vermeiden willst.

In der Hauptblüte (Woche 3-6) explodiert die Blütenbildung regelrecht. Die Pflanze streckt sich nochmal deutlich – das sogenannte „Flowering Stretch“ kann je nach Sorte 50-100% der bisherigen Höhe ausmachen. Die Buds werden sichtbar dichter, und der typische Cannabisgeruch intensiviert sich, weil die Terpensynthese auf Hochtouren läuft.

Wer sich für alle Anbauphasen von Keimung bis Ernte interessiert, findet dort eine Übersicht des gesamten Lebenszyklus.

Cannabis Blüten-Entwicklung im Zeitraffer

Die Transformation während der Blütephase ist beeindruckend. Was in Woche 1 als kaum sichtbarer weißer Faden beginnt, wird bis Woche 8 zu einer kompakten, harzüberzogenen Blüte. Viele Grower dokumentieren diesen Prozess als Zeitraffer – Indoor wie Outdoor. Die visuelle Veränderung zeigt deutlich, warum Geduld in der Spätblüte so wichtig ist: Die letzten zwei Wochen bringen oft nochmal einen spürbaren Zuwachs an Dichte und Harzproduktion.

Forschungen zeigen, dass die Cannabinoid-Akkumulation in den Trichomen einem definierten zeitlichen Muster folgt.[5] Die höchste Konzentration wird typischerweise gegen Ende der Blütephase erreicht, kurz bevor die Trichome von milchig-weiß zu bernsteinfarben wechseln.

Blütezeit von Cannabis: Dauer und Einflussfaktoren

Die Blütezeit von Cannabis beträgt je nach Sorte zwischen 7 und 12 Wochen. Indica-dominante Genetiken blühen mit 7-9 Wochen tendenziell schneller als Sativa-lastige Sorten, die 10-12 Wochen und in Extremfällen bis zu 14 Wochen benötigen. Autoflowering-Varietäten durchlaufen die gesamte Blütezeit meist in 6-8 Wochen.

Doch Genetik ist nur ein Faktor. Wie lange die Blütephase einer Cannabispflanze tatsächlich dauert, hängt von mehreren Variablen ab:

Einflussfaktor Auswirkung auf Blütezeit Praxis-Tipp
Genetik (Indica/Sativa) Indica 7-9 Wochen, Sativa 10-14 Wochen Sorteninformationen der Seedbank beachten
Lichtspektrum Rotes Licht (620-780 nm) fördert Blütenreife In der Blüte auf warmweißes/rotes Spektrum umstellen
Temperatur Zu hohe Temperaturen können Blüte verzögern 24-28 °C tagsüber einhalten
Nährstoffversorgung Mangel bremst Blütenentwicklung PK-betonte Düngung ab Woche 3
Stress Lichtlecks und Hitzestress können Blüte verlängern Dunkelphase absolut lichtdicht halten

Laut einer Studie im Journal HortScience beeinflusst die Photoperiode nicht nur den Blühbeginn, sondern auch die Cannabinoid-Produktion während der gesamten Blütezeit.[4] Pflanzen, die unter optimalen Lichtbedingungen kultiviert wurden, zeigten ein konsistenteres Reifeprofil.

Erfahrungsgemäß hilft es, sich an den Angaben der Seedbank zu orientieren – und dann nochmal 1-2 Wochen draufzuschlagen. Die meisten Sorten brauchen etwas länger als angegeben.

Easy - Automatics am Start

Cannabis Blütephase Woche für Woche: Entwicklungskalender

Die Hanf Blüte Woche für Woche zu beobachten gibt dir die Kontrolle über jeden Entwicklungsschritt. Jede Phase hat eigene Merkmale, auf die du reagieren solltest. Hier ein Überblick über die typischen Cannabisblüten-Stadien bei photoperiodischen Sorten.

Woche 1-2: Vorblüte und Stretch

Die Pflanze reagiert auf den Lichtwechsel (12/12) mit einem Wachstumsschub. In diesen ersten beiden Wochen kann sie nochmal 50-100% an Höhe zulegen. Erste Pistillen – feine weiße Härchen – erscheinen an den Nodien. Das ist der Moment, in dem du männliche Pflanzen identifizieren und separieren solltest. Die Vorblüte zeigt sich also spätestens dann, wenn die Pflanze nur noch 12 Stunden Licht pro Tag bekommt.

Woche 3-4: Blütenbildung beginnt

Das Streckenwachstum verlangsamt sich deutlich. An den Triebspitzen formen sich kleine Blütencluster. Die Pflanze riecht jetzt intensiver, weil die Terpensynthese startet. Ab jetzt steigt der Bedarf an Phosphor und Kalium, während Stickstoff reduziert werden sollte. Die Bewässerung in der Blütephase muss ebenfalls angepasst werden – der Wasserbedarf steigt.

Woche 5-6: Buds werden dicker

Jetzt passiert das, worauf du gewartet hast. Die Buds schwellen sichtbar an und werden dichter. Neue Blütenkelche bilden sich in Schichten übereinander. Die Trichome sind unter einer Lupe deutlich sichtbar – noch klar und durchsichtig. Der Geruch wird intensiv. Achte jetzt besonders auf die Luftfeuchtigkeit: Zu viel Feuchtigkeit bei dichten Buds bedeutet Schimmelgefahr.

Woche 7-8: Reifephase

Die Blütenentwicklung verlangsamt sich. Stattdessen reifen die vorhandenen Buds aus. Trichome wechseln von klar zu milchig-weiß. Einige Pistillen färben sich orange bis braun. Die Pflanze nimmt weniger Nährstoffe auf – viele Grower beginnen in Woche 7 oder 8 mit dem Flushing (Spülen mit reinem Wasser), um Nährstoffreste aus dem Medium zu lösen.

Woche 9-12: Spätblüte und Erntereife

Indica-Sorten sind jetzt oft schon erntereif, Sativa-Varietäten brauchen noch Geduld. Die Trichome wechseln von milchig zu teilweise bernsteinfarben. Fächerblätter vergilben und fallen ab – das ist normal, kein Grund zur Panik. Die Pflanze zieht ihre letzten Reserven in die Blüten.

Tipp zur Trichom-Kontrolle: Investiere in eine Juwelierlupe (30-60x Vergrößerung) oder ein digitales USB-Mikroskop. Die Trichomfarbe ist der zuverlässigste Indikator für den Reifegrad – verlasse dich nicht allein auf die Pistillenfarbe.
Alles Wichtige während des Wachstums

Wann die Blütezeit beginnt und wie du sie einleiten kannst

Cannabis ist eine photoperiodische Pflanze – sie reagiert auf die Veränderung der Tageslänge. Wenn deine Hanfpflanze 12 Stunden Licht und 12 Stunden Dunkelheit ausgesetzt ist, wechselt sie auf natürliche Weise in die Blütezeit. Bei Outdoor-Pflanzen geschieht das automatisch, wenn die Tage im Spätsommer kürzer werden.

Beim Outdoor-Anbau und Guerilla Growing sollten die Samen deshalb im Frühjahr gesät werden, damit die Pflanzen genug vegetative Masse aufbauen, bevor die natürliche Photoperiode im August/September die Blüte einleitet.

Hast du dich für einen Indoor-Grow entschieden, liegt die Kontrolle komplett bei dir. Die Cannabis Blüte einleiten funktioniert simpel: Stelle nach einigen Wochen des Wachstums den Lichtzyklus von 18/6 auf 12/12 Stunden um, um deine Pflanzen in die Phase der Blüte zu schicken. Detaillierte Informationen zum optimalen Lichtplan für 12/12 in der Blüte findest du in unserem Beleuchtungs-Ratgeber.

Ein Punkt, den viele unterschätzen: Die 12 Stunden Dunkelheit müssen absolut lichtdicht sein. Schon kurze Lichtunterbrechungen – etwa durch eine Tür, die aufgeht, oder eine LED-Anzeige im Growraum – können die Blüte stören oder im schlimmsten Fall eine Rückvegetation auslösen, bei der die Pflanze wieder in die Wachstumsphase wechselt. Investiere in lichtdichte Reißverschlüsse oder Vorhänge und prüfe deinen Growroom bei Dunkelheit auf Lichtlecks.

Manche Outdoor-Grower nutzen übrigens einen Trick: Sie decken ihre Pflanzen ab einer bestimmten Uhrzeit mit lichtundurchlässiger Folie ab, um die Blütezeit künstlich früher einzuleiten. Das funktioniert, erfordert aber tägliche Disziplin.

Das richtige Treatment entscheidet über die Ernte

Wenn Cannabis zu blühen beginnt, ändern sich die Bedürfnisse der Pflanze grundlegend. Licht, Wasser, Temperatur und Nährstoffe – alles braucht eine Anpassung. Wer hier aufmerksam reagiert, kann den Ertrag und die Qualität seiner Ernte spürbar verbessern.

Manche Techniken, wie etwa die Beschneidung von Cannabis, sollten allerdings vor der Blütephase abgeschlossen sein. Starkes Beschneiden während der Blüte stresst die Pflanze und kostet Energie, die besser in die Blütenbildung fließen sollte. Leichtes Entlauben in der Blüte – also das gezielte Entfernen einzelner Fächerblätter, die Blüten verschatten – ist hingegen eine bewährte Methode ab etwa Woche 3 der Blüte.

Cannabis Beleuchtung in der Blütephase

Nicht nur die Dauer der Beleuchtung ist entscheidend, sondern auch das Farbspektrum. In der Wachstumsphase bevorzugt Hanf blau-weißes Licht (Farbtemperatur 5.500-6.500 Kelvin). Für die Blütephase eignet sich ein rotes Farbspektrum (2.700-3.000 Kelvin), um das Licht von Spätsommertagen zu simulieren.

Moderne LED-Grow-Lampen bieten oft umschaltbare Spektren oder Vollspektrum-Chips, die beide Phasen abdecken. Falls du mit einer älteren Natriumdampflampe (NDL) arbeitest: Diese liefert von Haus aus ein rötliches Spektrum und eignet sich damit gut für die Blüte.

Eine Studie im Journal Frontiers in Plant Science bestätigt, dass das Lichtspektrum die Produktion von Sekundärmetaboliten – also Cannabinoiden und Terpenen – signifikant beeinflusst.[5]

Bewässerung, Temperatur und Luftfeuchtigkeit

In der Blütephase steigt bei Hanf der Wasserbedarf. Die genaue Wassermenge hängt von individuellen Faktoren ab – Luftfeuchtigkeit, Topfgröße, Substrat und Temperatur spielen alle eine Rolle. Als Faustregel: Warte, bis die ersten zwei bis drei Zentimeter der Erdoberfläche trocken sind, bevor du erneut gießt. Vermeide Staunässe unbedingt, denn nasse Wurzeln in der Blüte führen schnell zu Wurzelfäule.

Die Temperatur des Raumes sollte am Tag zwischen 24-28 Grad Celsius und in der Nacht bei etwa 18 Grad liegen, genau wie an einem perfekten Sommertag. Ein moderater Tag-Nacht-Unterschied von 6-10 °C fördert die Harzproduktion und kann die Ausfärbung bestimmter Sorten begünstigen.

Besonders kritisch: der Wasserdampfgehalt der Luft. Der sollte bei Hanf in der Blütephase auf etwa 40-50% und kurz vor der Ernte sogar bis auf 30% reduziert werden. Verwende Ventilatoren, um die Luft in Bewegung zu halten und Feuchtigkeitsnester zwischen den Buds zu verhindern. Ein Luftentfeuchter ist bei dichtem Pflanzenbestand oft eine sinnvolle Investition – gerade zur Vorbeugung von Blütenfäule.

Hanf düngen in der Blütephase: Nährstoffzufuhr richtig anpassen

Cannabis zu düngen ist eine der wirksamsten Stellschrauben für deine Ernte. Der Schlüssel liegt im veränderten Nährstoffverhältnis: Während der Wachstumsphase braucht die Pflanze viel Stickstoff (N). In der Blüte verschiebt sich der Bedarf hin zu Phosphor (P) und Kalium (K).

Ein typisches NPK-Verhältnis für die Blütephase liegt bei etwa 5-15-10 oder 4-10-7 – also deutlich mehr Phosphor und Kalium im Vergleich zu Stickstoff. Phosphor fördert die Blütenbildung, Kalium unterstützt den Transport von Nährstoffen und die allgemeine Pflanzengesundheit.

Blütewoche Stickstoff (N) Phosphor (P) Kalium (K) Hinweis
Woche 1-2 Mittel Mittel Mittel Übergangsphase, noch etwas N
Woche 3-5 Niedrig Hoch Hoch Peak der Blütenbildung
Woche 6-7 Sehr niedrig Hoch Mittel Reifephase
Woche 8+ Kein Kein Kein Flushing – nur reines Wasser

Orientiere dich an den Herstellerangaben deines Düngers und an den Bedürfnissen deiner spezifischen Sorte. Überdüngung erkennst du an verbrannten Blattspitzen (sogenannter „Nährstoff-Brand“). Weniger ist hier oft mehr – starte lieber mit der halben empfohlenen Dosis und steigere bei Bedarf.

In den letzten ein bis zwei Wochen vor der Ernte solltest du komplett auf Dünger verzichten und nur noch mit reinem Wasser gießen. Dieses Flushing hilft, Nährstoffrückstände im Substrat und in der Pflanze abzubauen.

Autoflowering Cannabis in der Blütephase: Besonderheiten

Autoflowering Sorten ticken anders. Sie beginnen unabhängig vom Lichtzyklus automatisch zu blühen – meist nach 3-4 Wochen ab der Keimung. Der Grund liegt in ihrer Cannabis-Ruderalis-Genetik, die an kurze Sommer in nördlichen Breitengraden angepasst ist.

Für die autoflowering Blütephase gelten einige Besonderheiten:

Der Lichtzyklus muss nicht umgestellt werden. Viele Grower fahren ihre Autoflower während der gesamten Lebenszeit unter 18/6 oder sogar 20/4. Mehr Lichtstunden bedeuten mehr Photosynthese und potenziell mehr Ertrag – ein klarer Vorteil gegenüber photoperiodischen Sorten, die auf 12/12 beschränkt sind.

Dafür hast du weniger Kontrolle über den Zeitpunkt. Der Autoflower Blüte-Beginn lässt sich nicht steuern. Die Pflanze entscheidet selbst, wann sie umschaltet. Das macht Trainingstechniken wie Topping riskant, weil die Pflanze keine Zeit hat, sich zu erholen, bevor die Blüte startet.

Die Blütezeit fällt bei Autoflower-Sorten kürzer aus: typisch sind 5-7 Wochen reine Blütezeit, bei einer Gesamtlebensdauer von 8-12 Wochen von Samen bis Ernte. Das macht sie besonders interessant für Einsteiger oder Grower, die mehrere Durchgänge pro Saison planen.

Wer mehr über den Anbau erfahren will, findet in unserem Ratgeber zu Autoflowering Sorten einen detaillierten Guide. Passende Genetiken gibt es in unserer Kategorie Autoflower Seeds.

Tipp für Autoflower: Da die Blütezeit nicht beeinflussbar ist, zählt jeder Tag. Vermeide Stress in den ersten 3 Wochen – kein Umtopfen, kein aggressives Training. Die Pflanze braucht einen reibungslosen Start, um ihr volles Potenzial in der kurzen Blütezeit auszuschöpfen.

Häufige Fehler in der Blütephase vermeiden

Die meisten Probleme in der Blütephase entstehen durch vermeidbare Fehler. Wer die typischen Stolperfallen kennt, schützt seine Ernte. Hier die häufigsten Ursachen, warum Cannabis nicht richtig blüht oder der Ertrag hinter den Erwartungen bleibt.

Lichtstress und Lichtlecks

Lichtstress bei Cannabis ist einer der häufigsten Gründe für Probleme in der Blüte. Bereits kurze Lichtunterbrechungen während der Dunkelphase können die Hormonproduktion stören. Mögliche Folgen: Die Pflanze bildet Zwitter (entwickelt sowohl männliche als auch weibliche Blüten), vegetiert zurück oder blüht ungleichmäßig.

Prüfe deinen Growraum: Stelle dich hinein, schließe alles und warte 5 Minuten, bis sich deine Augen angepasst haben. Siehst du irgendwo Licht? Dann sieht es deine Pflanze auch.

Hanf: Gelbe Blätter in der Blütephase

Gelbe Blätter in der Blütephase sind nicht automatisch ein Problem. In der Spätblüte (ab Woche 6-7) ist das Vergilben der unteren Fächerblätter ein natürlicher Prozess – die Pflanze verlagert ihre Nährstoffe in die Blüten.

Gelbe Blätter in den ersten Wochen der Blüte hingegen deuten auf Nährstoffmangel hin, meistens Stickstoff. Auch Überwässerung oder ein falscher pH-Wert (ideal: 6,0-6,5 in Erde, 5,5-6,0 in Hydro) können die Ursache sein.

Cannabis blüht nicht – was tun?

Wenn deine Pflanze trotz 12/12-Lichtzyklus nicht blüht, kommen mehrere Ursachen infrage: Lichtlecks im Growraum (häufigste Ursache), zu hohe Temperaturen über 30 °C, oder die Pflanze ist noch zu jung. Manche Sativa-Genetiken brauchen 2-3 Wochen, bevor sie auf den Lichtwechsel reagieren.

Bei Autoflowern, die nicht blühen, liegt es meist an extremem Stress in der Frühphase oder an minderwertiger Genetik.

Schimmel und Blütenfäule

Botrytis – der gefürchtete Grauschimmel – ist der Albtraum jedes Growers in der Spätblüte. Dichte Buds bei hoher Luftfeuchtigkeit sind die perfekte Kombination für Schimmelpilze. Unser Guide zur Schimmelprävention bei Cannabis erklärt die Vorbeugung im Detail.

Die wichtigsten Maßnahmen: Luftfeuchtigkeit unter 50% halten, Luftzirkulation sicherstellen und befallene Buds sofort großzügig entfernen – nicht nur die sichtbar befallene Stelle, sondern auch das umliegende Gewebe.

Mission completed - das Ende der Blütephase

Im Durchschnitt beträgt die Dauer der Blütephase etwa fünf bis zehn Wochen und endet mit der Ernte. Den perfekten Erntezeitpunkt zu bestimmen ist eine Mischung aus Beobachtung und Geduld. Die Trichome und Harzdrüsen dienen als zuverlässigster Indikator.

Verwende eine Lupe oder ein Mikroskop, um das Stadium deiner Buds zu analysieren. Während des Reifeprozesses verfärben sich Trichome und Stempel (die weißen Härchen) von milchig weiß zu bernsteinfarben. Haben etwa 80% der Trichome und 40-75% der Stempel eine bernstein-goldene Farbe erreicht, ist der ideale Erntezeitpunkt in der Regel gekommen.

Was die Trichomfarbe über den Reifegrad verrät:

Trichom-Farbe Reifegrad Erwartetes Profil
Klar/durchsichtig Unreif Wenig Potenz, eher energetisch
Milchig-weiß Reif Höchste Potenz, ausgewogenes Profil
Bernstein/amber Überreif Stärker sedierend, möglicher Potenz-Rückgang
Gemischt (milchig + bernstein) Optimal Bester Kompromiss aus Potenz und Reife

Erfahrungsgemäß ist eine Mischung aus überwiegend milchigen und etwa 20-30% bernsteinfarbenen Trichomen für die meisten Grower der Sweet Spot. Wer eine eher aktivierende Wirkung bevorzugt, erntet etwas früher (mehr milchige Trichome). Wer ein entspannenderes Profil möchte, wartet etwas länger.

Laut einer Studie im PMC zeigt sich die maximale Cannabinoid-Konzentration in einem relativ engen Zeitfenster, das sortenspezifisch variiert.[1] Wer zu lange wartet, riskiert einen Abbau der Wirkstoffe.

In der Cannabis Spätblüte – den letzten 1-2 Wochen vor der Ernte – verzichten viele Grower auf Düngung und spülen das Substrat nur noch mit reinem Wasser. Diese Technik soll den Geschmack der fertigen Blüten verbessern, indem Mineralrückstände abgebaut werden.

Drei Stellschrauben, die deine Cannabis Blütephase definieren

Die Cannabis Blütephase ist der Abschnitt, in dem sich Ertrag und Qualität entscheiden. Drei Faktoren bestimmen das Ergebnis mehr als alles andere: der Lichtzyklus (12/12 konsequent einhalten, lichtdichte Dunkelphase), die Nährstoffumstellung (mehr Phosphor und Kalium, weniger Stickstoff ab Woche 3) und das Klima-Management (Luftfeuchtigkeit runter, Temperatur stabil, Luftzirkulation rauf). Wer diese drei Stellschrauben im Griff hat, schafft die Basis für eine gelungene Ernte. Weiterführende Infos zu Blütedünger für maximale Knospenbildung helfen dir, das Nährstoffthema zu vertiefen.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Wie viele Wochen dauert die Blütephase von Cannabis?

Die Blütephase von Cannabis dauert je nach Genetik 7-12 Wochen. Indica-dominante Sorten reifen schneller (7-9 Wochen), Sativa-Sorten brauchen länger (10-12 Wochen, teils bis 14). Autoflowering-Sorten haben eine kürzere Blütezeit von 5-7 Wochen. Umweltfaktoren wie Licht, Temperatur und Nährstoffversorgung beeinflussen die tatsächliche Dauer zusätzlich.

Wann schwellen die Buds an?

Die Buds beginnen typischerweise ab Woche 4-5 der Blütephase sichtbar anzuschwellen. Im Durchschnitt beginnen die meisten Sorten nach etwa fünf Wochen Blütezeit, deutlich dickere Blüten zu entwickeln. Der stärkste Volumenzuwachs findet zwischen Woche 5 und 7 statt. Indica-Sorten schwellen tendenziell schneller an als Sativa-Varietäten.

Was braucht Cannabis während der Blüte?

In der Blütephase braucht Cannabis vor allem Phosphor (P) und Kalium (K) für die Blütenbildung - der Stickstoffbedarf sinkt. Dazu kommen 12 Stunden ununterbrochene Dunkelheit pro Tag (bei photoperiodischen Sorten), Temperaturen von 24-28 °C tagsüber, eine Luftfeuchtigkeit von 40-50% und gleichmäßige Bewässerung ohne Staunässe.

Wann werden Blüten dicker bei Cannabis?

Die Hauptzunahme an Blütenmasse findet in der mittleren Blütephase statt - etwa zwischen Woche 4 und 7. Ab Woche 5 werden bei den meisten Sorten die Buds sichtbar kompakter und dichter. In der letzten Phase (Woche 8+) verlangsamt sich das Volumenwachstum, aber die Harzproduktion steigt nochmals an, was Gewicht und Potenz beeinflusst.

Wie erkenne ich den Beginn der Blütephase?

Die Blütephase beginnt, wenn sich das vertikale Wachstum verlangsamt und die Pflanze anfängt, schmale Knospen unter den Knoten am Hauptstamm und den Verzweigungen zu bilden. Weiße Pistillen (feine Härchen) an den Nodien sind das deutlichste Zeichen. Bei Indoor-Pflanzen startet dieser Prozess 1-2 Wochen nach der Umstellung auf den 12/12-Lichtzyklus.

Wie oft sollte ich in der Blütephase düngen?

Der Düngeplan hängt von der Sorte und dem verwendeten Produkt ab. Erfahrungsgemäß düngen die meisten Grower bei jedem zweiten Gießen und wechseln zwischen Düngerwasser und reinem Wasser ab. In den letzten ein bis zwei Wochen vor der Ernte sollte nicht mehr gedüngt werden - dann wird nur noch mit klarem Wasser gespült.

Marius Lika ist erfahrener Autor mit zahlreichen Veröffentlichungen zum Thema Cannabis. Seine Expertise im Bereich Cannabinoide, Psychedelika und Pflanzenheilkunde stellt er in seinen Artikeln regelmäßig unter Beweis.

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