Das Endocannabinoid-System ist ein Teil des menschlichen Nervensystems. Es wird auch als endogenes Cannabinoid-System bezeichnet. Dabei beschreibt der Begriff „endogen“ Prozesse, die im Körper stattfinden und nicht auf äußere Einflüsse zurückgehen. Zentrale Bestandteile sind die Cannabinoid-Rezeptoren CB1 und CB2 sowie körpereigene Cannabinoide bzw. Endocannabinoide. CB1-Rezeptoren sind im Zentralen Nervensystem konzentriert, während CB2 Rezeptoren gleichmäßiger über den gesamten Körper verteilt vorkommen. Die in diesem System beteiligten Enzyme sind für die korrekte Zusammensetzung und Degradierung der Cannabinoide verantwortlich, wodurch ein optimales Zusammenspiel im Endocannabinoid System gewährleistet wird.

Endocannabinioide

Cannabinoide, die von Natur aus im menschlichen Körper produziert werden, heißen Endocannabinoide. Sie werden innerhalb der Körperfettsäuren wie beispielsweise Omega-6 gebildet. Die beiden großen Endocannabinoide, die heutzutage gut nachvollzogen werden können, sind:

Anandamid: Das erste von Wissenschaftlern entdeckte Endocannabinoid. Es findet sich in höheren Konzentrationen außerhalb des Gehirns.

2-AG (2-Aeachidonoylglycerin): Höchste Konzentration kommt im Gehirn vor.

Diese Endocannabinoide werden als “kurzfristige” Neurotransmitter bezeichnet, weil sie nur dann synthetisiert werden, wenn der Körper signalisiert, dass er sie akut benötigt. Sie werden nach ihrer Freisetzung schnell durch Enzyme wie FAAH (Fettsäureamidhydrolase) und MAGL (Monoacylglycerinlipase) abgebaut. Es gibt viele weitere Endocannabinoide wie Noladinether, Virodhamin und N-Arachidonoyldopamin (NADA). Ihre Rolle im Körper ist allerdings noch nicht vollständig entschlüsselt.

Der Körper produziert Endocannabinoide, um wesentliche körperliche Funktionen und Muster auszulösen. Ethan Russo glaubt, dass “mangelhafte Cannabinoidspiegel die zugrunde liegende Ursache von zahlreichen Krankheiten sein können.” Dieser Mangel könnte möglicherweise schwere Erkrankungen wie chronische Schmerzen oder Fibromyalgie verursachen, die im Zusammenhang mit dem Endocannabinoid-System stehen.

Exogene Cannabinoide

Die Gegenstücke zu den Endocannabinoiden sind exogene Cannabinoide, die bei der Einnahme von Cannabis in den Körper gelangen und dort über längere Zeiträume verbleiben.

Hierdurch wird das Endocannabinoidsystem (ECS) in einem größeren Ausmaß aktiviert, so dass es in einem stärkeren und produktiveren Umfang arbeiten kann, als dies normalerweise der Fall wäre.

THC und CBD

Die Forschung zeigt, dass das Cannabinoid THC an beide Rezeptoren (CB1 und CB2) bindet und diese auf dieselbe Art und Weise Art aktiviert wie ein Endocannabinoid.

Die Wirkungen von THC werden allgemein als psychologisch angesehen, aber diese Verbindung bewirkt weitaus mehr, als nur einen Rausch. Es ist belegt, dass auch bei chronischen Schmerzen, Übelkeit, Appetit, Asthma und Glaukomen THC hilft. Darüber hinaus ist das Cannabinoid nachweislich bei der Krebsbehandlung wirksam und interessanterweise hat es sogar eine symbiotische Wirkung auf den Körper, wenn es gemeinsam mit CBD eingenommen wird.

CBD bindet sich tatsächlich nicht an irgendwelche Rezeptoren, sondern fungiert stattdessen als Hemmstoff für das Enzym FAAH. Dadurch wird der Abbau von Anandamid – möglicherweise eines der entscheidendsten Endocannabinoide im Körper – verlangsamt bzw. verhindert. Das Ergebnis ist ein Aufbau von Anandamid im Gehirn.

Während wir uns bewusst sind, dass THC eine offensichtliche psychologische Wirkung auf den Geist ausübt, hält man CBD auf der physiologischen Ebene für wirksam. Es ist aber allgemein bekannt, dass CBD bei der Behandlung von schweren medizinischen Erkrankungen hilft.

Funktionen des Endocannabinoid-Systems

Das Endocannabinoid-System reguliert im Allgemeinen alle grundlegenden Funktionen und Muster, die unser Körper auszuführen hat. Hierzu zählen unter anderem Stimmung, Schlaf, Appetit, Stoffwechsel, Schmerzen, Immunfunktion, Entzündung, Verdauung, Reproduktion und viele mehr.

Cannabinoid-Rezeptoren finden sich im ganzen Körper, eine große Zahl von CB1-Rezeptoren ist im Zentralnervensystem lokalisiert, während CB2-Rezeptoren häufiger in Immunzellen, im Magen-Darm-Trakt und im peripheren Nervensystem anzutreffen sind. Dies kann Dir eine Vorstellung von der Vielfalt der Funktionen geben, die uns das Endocannabinoid-System bietet.

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